Faulen Kompromiss verhindern

Veröffentlicht am von Franz Schmahl

Corinna Rüffer
Corinna Rüffer
Bild: Bundestagsfraktion der Grünen

Berlin (kobinet) Die Ergebnisse eines Treffens von Vertretern der Fachministerkonferenzen zur Errichtung einer Stiftung „Anerkennung und Hilfe" für ehemalige Heimkinder aus Behinderteneinrichtungen und Psychiatrien hat die behindertenpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen heute als faulen Kompromiss kritisiert. "Es ist eine Schande, wenn nun offensichtlich aufgrund von Einsparinteressen Heimkinder aus Behinderteneinrichtungen und Psychiatrien gegenüber Heimkindern aus Jugendhilfeeinrichtungen massiv benachteiligt werden sollen", erklärte Corinna Rüffer.

"Menschen, die in Behindertenheimen und Psychiatrien waren (viele von ihnen aufgrund falscher Diagnosen!), haben das gleiche Leid und Unrecht erlebt, wie Heimkinder aus Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen. Es ist durch gar nichts zu rechtfertigen und nicht akzeptabel, dass sie nun deutlich geringere finanzielle Leistungen erhalten sollen. Diesen Menschen würde damit – nach den Misshandlungen in den Einrichtungen und der Nicht-Berücksichtigung bei den bestehenden Heimkinderfonds – erneut Unrecht zugefügt. Ernst gemeinte Sie appelliere an den Bund und die Kirchen, diesen faulen Kompromiss nicht mitzutragen. Beide Opfergruppen müssen hinsichtlich der finanziellen Leistungen gleich gestellt werden", so Rüffer.

Sie appellierte an den Bund und die Kirchen, "diesen faulen Kompromiss nicht mitzutragen. Beide Opfergruppen müssen hinsichtlich der finanziellen Leistungen gleich gestellt werden."

Lesermeinung schreiben?

Beim erstmaligen Schreiben Ihrer Lesermeinung werden Sie zur Registrierung geleitet. Dabei erkennen Sie die Nutzungsbedingungen und die Netiquette an.Sie erhalten eine Bestätigungs-E-Mail. Bitte schauen Sie auch in Ihren Spamordner. Bestätigen Sie den Empfang durch Klicken auf den angezeigten Link. Sie erhalten ein Fenster und ergänzen Ihren Anzeigenamen und Ihren persönlichen Namen zur E-Mailadresse. Die Lesermeinung ist auf 2000 Zeichen begrenzt und Sie können bis 14 Tage nach Veröffentlichung der Nachricht schreiben.