Altersarmut ist oft Frauensache

Veröffentlicht am von Hartmut Smikac

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Bild: sch

Berlin (kobinet) In Verbindung mit dem Internationalen Tag der Frauen weist der Sozialverband Deutschland (SoVD) darauf hin, dass Altersarmut oft Frauensache ist. Zugleich warnt dieser Verband vor steigender Frauenaltersarmut.

Diese Entwicklung belegen die Zahlen, so der SoVD. So erhielten westdeutsche Männer im Ruhestand 2014 im Schnitt monatlich 994 Euro. Im Vergleich dazu erhielten westdeutsche Frauen im gleichen Zeitraum mit 576 Euro und somit rund 42 Prozent weniger aus der Rentenkasse. 

„Frauen müssen raus aus der Armutsfalle. Und dieses Ziel hat erst dann eine Chance, wenn entsprechende Weichenstellungen im Erwerbsleben erfolgt sind“, fordert Edda Schliepack, Bundesfrauensprecherin des SoVD, anlässlich des Internationalen Frauentages. „Denn wer im Job zu wenig verdient", betont Edda Schliepack, "landet im Alter schnell in der Grundsicherung. Deshalb ist es so fatal, dass die weit über sieben Millionen Minijobs in Deutschland zum größten Teil von Frauen besetzt sind“.

Die Frauensprecherin fordert ein Umdenken: „Insbesondere finanzielle Unabhängigkeit ist für Frauen unverzichtbar, damit das Ende einer Beziehung nicht zum finanziellen Desaster wird. Zudem muss endlich Schluss sein mit der Niedriglohnpolitik. Darum darf es keine Ausnahmen vom Mindestlohn geben. Auch ist gleicher Lohn für gleiche Arbeit eine zentrale Voraussetzung für die Vermeidung von Frauenaltersarmut.“

Darüber, wie Altersarmut entsteht und wie sie wirksam bekämpft werden kann, informiert der SoVD umfassend im Rahmen der deutschlandweiten Informationskampagne „Lieber NICHT arm dran“. Neben aktuellen Zahlen, Daten und Fakten hat der Verband ein Konzept veröffentlicht, das konkrete Lösungswege aufzeigt.

Die Kampagne richtet sich sowohl an die politischen Entscheidungsträger als auch an die Bevölkerungsgruppen, für die das Risiko wächst, im Alter zu verarmen.

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