Baustelle Inklusion in Niedersachsen

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

Bild: Baustelle Inklusion
Bild: Baustelle Inklusion
Bild: Diana Hömmen

Löningen (kobinet) Dass es in Niedersachsen noch viel in Sachen Inklusion zu tun hat, das erlebt die Inklusionsbotschafterin Diana Hömmen aus Löningen tagtäglich. Mit einer Veranstaltung unter dem Motto "Inklusion als Menschenrecht" zeigte sie auf, wie es gehen kann, wenn man will.

Bei der Veranstaltung stellten Claudia Grove von der Volkshochschule Oldenburg und Lena Haddenhorst von der Fachstelle Inklusion Oldenburg den Lehrplan „Inklusion als Menschenrecht“ einer breiten Öffentlichkeit vor. Es wurde nicht nur zugehört, sondern es wurden auch Vorschläge erarbeitet, mitmachen war also angesagt, um Vorschläge für Verbesserungen der Teilhabe für alle in allen Lebenslagen zu erarbeiten, berichtet Diana Hömmen. "Mit der Veranstaltung wollte ich Unternehmen, Einrichtungen und Vereine erreichen, die sich mit der Thematik Inklusion auseinandersetzen. Die Kommunalpolitik sollte das Zünglein an der Waage sein, die zum größten Teil nicht kamen. Hier befindet man sich im Landkreis Cloppenburg weiterhin auf der Ebene Entwicklungsland. Frei nach der Handlung: 'Solange es mich betrifft, brauche ich mich nicht drum kümmern'", so ein Resüme von Diana Hömmen.

Oldenburg sei dagegen eine Kommune, die sich von Anfang an auf den Weg gemacht hat und tolle Ergebnisse erarbeitet und aus eigenen Fehlern gelernt hat. Der Oberbürgermeister der Stadt Oldenburg, Jürgen Krogmann, brachte es im Vorwort einer Broschüre treffend zum Ausdruck: "Nicht ohne mich über mich - dieser Satz, der wie kein anderer für Augenhöhe und gegenseitigen Respekt steht, war ein wichtiger Grundgedanke bei der Erstellung aber auch für die bevorstehende Durchführung des Lehrplans." Das Fazit von Diana Hömmen ist daher: "Inklusion ist eine Einladung, unsere Welt im Sinne des Verbundenseins neu zu sehen und dabei das Erleben von Kompetenz zu ermöglichen. 'An–sehen' wird im Blick der Anderen verliehen".