Zehn Jahre Akademie Himmelreich

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

Zahl 10
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Bild: ht

Kirchzarten-Himmelreich (kobinet) Begann im Hofgut Himmelreich vor nahezu 14 Jahren ein Prozess der Integration von Menschen mit Behinderung in den allgemeinen Arbeitsmarkt, hat sich wenige Jahre später daraus die Akademie Himmelreich als Kompetenzzentrum für Inklusion entwickelt. Vor kurzem wurde dort das Zehnjährige Bestehen der Akademie im Rahmen eines Festaktes mit dem Leitwort "Inklusion als Weg und Programm" mit anschließendem Hoffest im Hofgut Himmelreich gefeiert.

"Die Akademie Himmelreich hat sich in den zehn Jahren ihres Bestehens in besonderer Weise um die berufliche Bildung und Berufsvorbereitung von jungen Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen, der Umsetzung von Inklusion in Kommunen und der Sensibilisierung von Menschen für eine inklusive Gesellschaft sehr erfolgreich engagiert“, stellte der Leiter der Akademie Albrecht Schwerer fest. Begonnen habe alles mit den Berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen (BvB-Reha) in den Berufsfeldern des Hotel- und Gaststättengewerbes. Von den 96 Teilnehmenden der bisher neun abgeschlossenen BvB-Reha-Kurse haben 73 einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz. "Das sind immerhin 76 Prozent", ist Sophie Altenburger, die von Anfang an die BvB-Maßnahmen begleitet, sehr zufrieden. Mit 70 Modulqualifizierungen in den Arbeitsbereichen Küche, Service und Etage steigerten BvB-Absolventen anschließend ihre Berufschancen.

Seit einigen Jahren ist die Akademie Himmelreich, die zuvor unter "Integrative Berufsakademie Himmelreich" und "Integrative Akademie Himmelreich" firmierte, zunehmend in Projekten aktiv, die das Thema der Inklusion in der Gesellschaft und in Kommunen zum Ziel haben. So nahmen 30 Personen aus dem Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald an den Fortbildungen zur Inklusionsbegleitung teil. 18 von ihnen ließen sich zum Kommunalen Inklusionsvermittler qualifizieren. Mit einer Vielzahl von Workshops und Fachtagungen wandten sich die ExpertInnen der Akademie Himmelreich an lokale, überregionale und europäische Akteure mit den Anliegen der Inklusion. Themen wie "Inklusion von Menschen mit Behinderung im ersten Arbeitsmarkt: Ein internationaler Vergleich", "Berufskarrieren neu denken" oder "Inklusion in den Kommunen" stießen auf großes Interesse.