Petition gegen Hilfsmittel-Ausschreibung

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

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Bild: omp

Sprendlingen (kobinet) Eine Petition gegen die Hilfsmittel-Ausschreibung der DAK-Gesundheit zählt bereits mehr als 5.000 Unterstützerinnen und läuft noch bis zum 9. Februar. Mit der DAK hat eine der größten Krankenkassen Deutschlands eine Ausschreibung gestartet um die Versorgung ihrer Versicherten mit Stoma-Hilfsmitteln neu zu regeln. 14.000 Stomaträger sind davon direkt betroffen. Sie befürchten eine negative Entwicklung, wie sie in den letzten Jahren bereits bei der Versorgung von Inkontinenz-Patienten beobachtet werden musste.

Mit dem Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetz (HVVG) hat sich der Bundestag im Frühjahr des vergangenen Jahres gegen Ausschreibungen bei besonders beratungsintensiven Hilfsmittel-Versorgungen ausgesprochen, worüber sich die DAK jetzt nach Ansicht der Initiatoren der Petition hinwegsetzt. Ausschreibungen sind nach Einschätzung der Selbsthilfe Stoma-Welt e.V. grundsätzlich der falsche Weg, um Verträge zur Hilfsmittel-Versorgung für die rund 160.000 Menschen mit einem Stoma in Deutschland auszuhandeln. Die Hilfsmittel-Versorgung bei einem "künstlichen Darmausgang" sei besonders sensibel und der Verein befürchtet, dass weitere Krankenkassen dem Beispiel der DAK folgen werden.

Mit der Petition, die sich direkt an den Vorstands-Vorsitzenden der DAK-Gesundheit Andreas Storm richtet, machen Stomaträger auf ihre Lebenssituation aufmerksam und auf die Folgen, die Ausschreibungen auf die Lebensqualität der Betroffenen haben. Mehr als 4.500 Stomaträger, Angehörige und Unterstützer fordern: Herr Storm, stoppen Sie die Ausschreibung der DAK-Gesundheit!

Die Petition ist online direkt über folgenden Link erreichbar: https://www.openpetition.de/!stoma%20

Link zu einem aktuellen Video zu den befürchteten Folgen, O-Ton einer Stomaträgerin und Selbsthilfe-Gruppen-Sprecherin: https://www.youtube.com/watch?v=qQLF_33I5fY