Ist am Aschermittwoch alles vorbei?

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

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Kommentar von kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul

Kassel (kobinet) Geht nach dem gestern erfolgten Rücktritt von Martin Schulz und der Entscheidung für Olaf Scholz zum kommissarischen Parteivorsitzenden nun auch die närrische Zeit bei der SPD zu Ende. Dies fragen sich viele am heutigen Aschermittwoch, an dem ja entsprechend dem karnevalistischen Liedgut alles vorbei sein soll. Einige können sich angesichts der Kapriolen und des Umfragetiefs unter 17 Prozent bei der SPD auf jeden Fall viel Asche auf ihr Haupt streuen.

"Die Bezeichnung Aschermittwoch kommt von dem Brauch, in der Heiligen Messe dieses Tages die Asche vom Verbrennen der Palmzweige des Vorjahres zu segnen und die Gläubigen mit einem Kreuz aus dieser Asche zu bezeichnen. Der Empfang des Aschenkreuzes gehört zu den heilswirksamen Zeichen, den Sakramentalien", heißt es u.a. auf Wikipedia zur Bedeutung des Aschermittwochs. Ob Andrea Nahles, die vom Parteivorstand als zukünftige Vorsitzende der SPD vorgeschlagen wird und bei einem Parteitag im April gewählt werden soll, wirklich die Heilsbringerin für die SPD sein wird, daran haben gerade viele behinderte Menschen Zweifel, die sich noch gut an die Auseinandersetzungen um das Bundesteilhabegesetz erinnern. Andrea Nahles zeichnete damals als Ministerin für Arbeit und Soziales verantwortlich für die Entwicklung des Gesetzes. Der von ihr gegen viele Widerstände gepushte Gesetzentwurf löste vielfältige und heftige Proteste aus und wurde letztendlich mittels 68 Änderungsanträgen der Abgeordneten des Deutschen Bundestages zumindest etwas zurechtgestutzt.

Auch wenn heute in den Bierzelten Deutschlands noch einmal kräftig und derb politisch gepoltert wird, ist nun erst einmal Fastenzeit angesagt. Nächste Woche beginnt dann die Abstimmung der SPD-Mitglieder, ob die SPD erneut in eine große Koalition eintritt. Am 4. März sind wir dann schlauer. Angesichts der steigenden Umfragewerte der AfD, die bei einigen Umfragen keine drei Prozent mehr von der SPD und damit von der zweitstärksten politischen Kraft in Deutschland entfernt ist, tut Besinnung auch dringend Not.

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