Online-Diskussion zur Teilhabeplanung

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

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Berlin (kobinet) Von A wie Antrag bis Z wie Zusammenarbeit von Rehabilitationsträgern reicht das Thema der aktuellen Online-Fachdiskussion des Projekts Umsetzungsbegleitung Bundesteilhabegesetz. Im Zentrum stehen die Verwaltungsverfahren der Gesamt- und Teilhabeplanung, deren Abläufe und Zusammenspiel. Noch bis zum 29. März können Fachpublikum und Interessierte Fragen, Beiträge und gute Beispiele aus der eigenen Praxis zum Thema "Gesamtplanverfahren – Teilhabeplanverfahren: Chance für Leistungen wie aus einer Hand" unter www.umsetzungsbegleitung-bthg.de einstellen.

"Im Fokus stehen die rechtlichen Neuerungen in §§ 14-26 SGB XI sowie §§ 141 ff. SGB XII (§§ 117 ff. SGB IX ab 1. Januar 2020). Die Fachdiskussion gibt Ihnen die Möglichkeit, Antworten auf Ihre Fragen und Beiträge zum Teilhabe- und Gesamtplanverfahren, zum Zusammenspiel beider Prozesse sowie zur Einbindung der Betroffenen zu erhalten. Die Antworten werden durch das Projektteam und ausgewiesene Expertinnen und Experten erarbeitet und Mitte April im BTHG-Kompass, einem stetig wachsenden Kompendium zum Bundesteilhabegesetz, auf www.umsetzungsbegleitung-bthg.de/bthg-kompass veröffentlicht.

Hintergrundinformationen zum Thema der Fachdiskussion gibt's unter www.umsetzungsbegleitung-bthg.de/beteiligen/fd-teilhabe-und-gesamtplanverfahren/.

Lesermeinungen zu “Online-Diskussion zur Teilhabeplanung” (4)

Von Dr. Theben

Auch ich teile ein wenig die anklingende Skepsis von @kirsti und frage mich bei diesem gesponserten Projekt zur Teilhabeberatung, misstraut man den Beratern und kann da noch die Rede von wirklich unabhängiger Teilhabeberatung die Rede sein...schwiegig,schwierig. Aber wenn ISL - jetzt als UG - da mittut, ist vielleicht doch kein Misstrauen angesagt...

Kasharius grüßt

Von Behindert_im_System

Hallo Kirsti,
von wann diese Meldung ist, kann man nicht nachvollziehen, aber man kann nun besser verstehen, wer wie was an dem Kompass beteiligt werden wird. Übrigens ein Blick auf diese Seite lohnt sich auf jeden fall, denn es gibt tolle Informationen die wir noch gar nicht erahnen.
https://www.talentplus.de/lexikon/Lex-Teilhabeberatung/
Fachstelle Teilhabeberatung (FTB)
Derzeit befindet sich die zentrale Fachstelle Teilhabeberatung (FTB) im Aufbau. Diese Fachstelle ist angesiedelt bei der gsub mbH, der Selbstbestimmt Leben UG (haftungsbeschränkt) und der Humboldt-Universität zu Berlin, Abteilung Deaf Studies und Gebärdensprachdolmetschen am Institut für Rehabilitationswissenschaften.
Aufgaben der Fachstelle Teilhabeberatung (FTB):
• Fachliche und organisatorische Unterstützung der regionalen Beratungsangebote, die im Rahmen der EUTB ab dem 1. Januar 2018 gefördert werden.
• Förderung der Vernetzung der EUTB untereinander und mit anderen Beratungsangeboten.
• Ab Februar 2018 bietet die FTB für alle Berater/innen der EUTB eine verpflichtende Grundqualifizierung an.
• Die FTB fördert das allen Beratungsangeboten zugrundeliegende Prinzip "Eine für alle" (eine Ansprechstelle für alle Fragen der Teilhabe).
• Die FTB baut das Peer Counseling über die Grundqualifizierung, weitere Qualifizierungsangebote und strukturelle Maßnahmen aus. Peer Counseling ist besonders geeignet, die Eigenverantwortung und Selbstbestimmung der Betroffenen zu fördern.
• Die FTB unterstützt die regionalen Beratungsangebote der EUTB dabei, die Qualität der Beratung sicherzustellen.

Von kirsti

„Die Antworten werden durch das Projektteam und ausgewiesene Expertinnen und Experten erarbeitet und Mitte April im BTHG-Kompass, einem stetig wachsenden Kompendium zum Bundesteilhabegesetz, auf www.umsetzungsbegleitung-bthg.de/bthg-kompass veröffentlicht.“

Und ich dachte in meiner Einfalt die Betroffenen, also die Behinderten selbst seien die „ausgewiesenen Expertinnen und Experten in eigener Sache". Anscheinend ist das BTHG nun doch ein solch kompliziertes Gebilde geworden, dass es stetig wächst und wächst und nur mit einem speziellen BTHG- Kompass zu finden ist, sodass man die Behinderten vielleicht irgendwie oder irgendwo mit der Lupe suchen muss.

Merkwürdig! Nichts geht über unsere berühmte deutsche Gründlichkeit, wenn wir etwas machen, dann aber RICHTIG!

Von Behindert_im_System

Zitat:

"Im Zentrum stehen die Verwaltungsverfahren der Gesamt- und Teilhabeplanung, deren Abläufe und Zusammenspiel."

Die sich hierzu stellende Frage welche durchaus berechtigt ist, warum beginnt man drei Monate nach dem Inkrafttreten dieses schlechten Teilhabegesetzes mit einer Diskussion zu einer Thematik, welche doch bereits 2017 und dies relativ früh nach allen Richtungen abgeklopft wurde? Kobinet hatte im Februar diesen Jahres von einer Veranstaltung zum BTHG in Bayern berichtet, welche auch in den Medien eine Erwähnung gefunden hatte, aber nicht die Wirkung erreichte, welche sich viele Leute erhofften. Als Vertreter des Bezirk Mittelfranken war der Bezirkstagspräsident Herr Richard Bartsch anwesend, welcher verständlich zum Ausdruck brachte, es sei nicht zu erwarten, das in allen 7 Bezirken gleiche Verwaltungsverfahren durchgeführt würden was bedeutet, auch ein Bay. Teilhabegesetz bringt in Bayern keine einheitlichen Regeln.
Zur Steuerung in der Behindertenhilfe ist mit der ISBN 978 - 3 - 7841 - 2982 - 2 eine Broschüre mit dem Titel "Steuerung in der Behindertenhilfe" ( Das Bundesteilhabegesetz und seine Folgen ) bereits 2017 erschienen und wer diese Ausgabe gelesen hat fragt sich zu recht, was bezweckt man tatsächlich mit dieser Fachdiskussion? Die BAGÜS betreffend, darf man anmerken, das der Bundesverband überörtlicher Sozialhilfeträger bei allen wichtigen Themen seine Mitglieder in wichtigen Gesetzgebungsverfahren etc. vertritt und dann auch Empfehlungen an seine Mitglieder herausgibt, welche aber laut Aussage des Bundesverbandes ( auf dessen Homepage ) keine Rechtsverbindlichkeit für ihre Mitglieder haben.


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