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Studie zur Ermittlung besonderer Unterstützungsbedarfe veröffentlicht

Dresden/Sachsen - Zwinger von Jorbasa
Dresden/Sachsen – Zwinger von Jorbasa
Foto: Jorbasa (Creative Commons BY-ND 2.0)

DRESDEN (kobinet)

Das Sächsische Staatsministerium für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt hat eine Studie zu den besonderen Bedarfen von Menschen mit Autismus-Spektrum, Prader-Willi-Syndrom, Angelman-Syndrom sowie Taubblindheit veröffentlicht. Die Untersuchung zeigt bestehende Barrieren auf und leitet daraus Handlungsempfehlungen für eine gleichberechtigte und selbstbestimmte Teilhabe ab. Die Studie zeigt Bedarfe auf und leitet daraus Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Teilhabe und Unterstützung der betroffenen Menschen ab und ist unter diesem Link nachzulesen. Die Ergebnisse sollen in die Erarbeitung des Aktionsplans 3.0 der Sächsischen Staatsregierung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention einfließen.

SoVD NRW startet Talkreihe „Bailout Nights“ zu sozialpolitischen Themen

Logo Sozialverband Deutschland
sovd
Foto: Sozialverband Deutschland

DÜSSELDORF (kobinet)

Der Sozialverband Deutschland (SoVD) Landesverband NRW startet mit der Kampagne „Join the Bailout“ eine neue digitale Gesprächsreihe namens „Bailout Nights“. Die erste Ausgabe am 20. Oktober 2026 widmet sich der psychotherapeutischen Versorgung und den Herausforderungen, mit denen Betroffene konfrontiert sind, etwa langen Wartezeiten auf Therapieplätze oder unterschiedlichen Zugangsbedingungen für gesetzlich und privat Versicherte. Zu Gast ist der Psychotherapeut Andy Sharif. Die „Bailout Nights“ richten sich insbesondere an junge Menschen und greifen gesellschaftliche Probleme auf, die deren Alltag prägen, wie steigende Lebenshaltungskosten, psychische Belastungen, Diskriminierung oder ungleiche Bildungschancen. Das Format soll persönliche Gespräche mit Experten und Betroffenen führen, um politische und strukturelle Ursachen sichtbar zu machen. Die Gespräche werden alle zwei Wochen dienstags live auf YouTube ausgestrahlt. Die Pilotphase läuft bis Ende Dezember 2026. Die Gesprächsreihe startet am 20. Oktober 2026 um 19:00 Uhr mit dem Thema „Therapie gesucht, Systemfehler gefunden – Psychotherapie zwischen Anspruch und Realität“. Weitere Informationen sind auf der Webseite www.jointhebailout.de verfügbar.

LVKM warnt vor Rückschritten bei Teilhabe und Rechten von Menschen mit Behinderungen

Ein Mann im Rollstuhl unterhält sich mit einer neben ihm stehenden Frau. Im Hintergrund sind weitere Teilnehmer der Veranstaltung zu sehen
Gespräche während des Festaktes
Foto: Klaus Füßinger/lvkmbw Archiv

LUDWIGSBUIRG (kobinet)

Anlässlich des Festakts zum 60-jährigen Bestehen des Landesverbands für Menschen mit Körper- und Mehrfachbehinderung Baden-Württemberg e. V. (LVKM) am 19. Oktober 2026 im Marmorsaal des Residenzschlosses Ludwigsburg warnte der Verband vor Rückschritten bei den Rechten von Menschen mit Behinderungen. Rund 100 Gäste aus Politik, Verwaltung, Gesellschaft und Mitgliedsorganisationen diskutierten über die gesicherte Fortführung erreichter Fortschritte bei Inklusion und Teilhabe.

Wie es um die Barrierefreiheit der Bahnhöfe und Bushaltestellen in der Schweiz bestellt ist

Flagge Schweiz
Flagge Schweiz
Foto: public domain

NOTTWIL (kobinet)

Die Paraplegiker-Vereinigung der Schweiz hat den neuen Standbericht 2026 des Bundesamts für Verkehr (BAV) zur Umsetzung des Behindertengleichstellungsgesetzes (BehiG) hinsichtlich der Barrierefreiheit der Bahnhöfe und Bushaltestellen veröffentlicht. Demnach waren 1.168 der rund 1.800 Bahnhöfe Ende 2025 barrierefrei nutzbar. Bis Ende 2029 sollen weitere 193 Bahnhöfe angepasst werden. 50 Prozent der rund 25.000 Bushaltestellen sind für Menschen mit eingeschränkter Mobilität nutzbar, teilweise mit Unterstützung des Personals. 42 Prozent können nicht genutzt werden. Dort werden Ersatzmaßnahmen angeboten, welche in der Regel aus Leistungen der Shuttle-Dienste bestehen. Gemäß Behindertengleichstellungsgesetz (BehiG) hätten auch in der Schweiz Bahnhöfe und Bushaltestellen bis Ende 2023 angepasst werden müssen, sofern die Umbauten verhältnismäßig sind.

Viele Gründe für behinderte Menschen in den USA zu demonstrieren und zu Wählen

Plakat gegen die Einschränkung von Rechten behinderter Menschen in den USA
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Foto: DREDF

Washington, D.C. USA (kobinet)

In zwei Wochen, am 3. November 2026, finden in den USA die äusserst wichtigen Midterm-Wahlen statt. Dabei werden 35 von 100 Mitglieder des Senats und alle 435 Abgeordneten des Repräsentantenhauses neu gewählt. In beiden Kammern haben bisher die Republikaner die Mehrheit. Gingen diese verloren, würde dies den Handlungsspielraum von Donald Trump erheblich schwächen. Zudem werden in 36 Staaten und drei US-Territorien neue Gouverneure gewählt. Außerdem werden in den Bundesstaaten neben den Gouverneurswahlen auch wichtige Regierungsämter neu vergeben. In vielen Teilen der USA finden zusätzliche Regional- und Bürgermeisterwahlen statt. Für behinderte Menschen gibt es in den USA derzeit viele Gründe, zu demonstrieren und zur Wahl aufzurufen. Denn nicht nur die Lebenshaltungskosten sind unter Donald Trump massiv gestiegen, sondern fünf Bundesstaaten und die US-Regierung haben auch das Recht auf Unterstützung in der Gemeinde statt in Einrichtungen mit der Änderung der Antidiskriminierungsregelungen in Section 504 des US-amerikanischen Rehabilitationsgesetzes massiv angegriffen. Hatten behinderte Menschen in den USA bisher die Möglichkeit, sich auf diese Regelungen für eine Unterstützung in der am wenigsten einschränkenden Umgebung zu berufen, wird dies durch die Einigung der klagenden Bundesstaaten und der US-Bundesregierung zukünftig erheblich erschwert. Hiergegen und gegen viele andere Maßnahmen der Trump-Regierung sind am vergangenen Wochenende auch viele behinderte Menschen bei den US-weiten No Kings Demonstrationen gegen die Regierung von Donald Trump auf die Straße gegangen und haben zudem bereits vieläfltige Protestaktionen durchgeführt.

Link zum Facebook-Post des Disability Rights Defense and Education Fund zum Thema

Studie zu Unterstützungsbedarfen bei Autismus, Taubblindheit und seltenen Syndromen veröffentlicht

Infozeichen
Infozeichen
Foto: Susanne Göbel

Dresden (kobinet)

Der Landesbeauftragte für Inklusion der Menschen mit Behinderungen in Sachsen, Michael Welsch, hat eine Studie zur Ermittlung besonderer Unterstützungsbedarfe von Menschen mit Autismus-Spektrum-Störungen, Taubblindheit, Prader-Willi-Syndrom und Angelman-Syndrom veröffentlicht. Die Studie identifiziert konkrete Bedarfe und leitet Handlungsempfehlungen ab, um die Teilhabe und Unterstützung der betroffenen Menschen zu verbessern. Die Ergebnisse sollen in die Erarbeitung des Aktionsplans 3.0 der Sächsischen Staatsregierung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) einfließen, wie der Landesbeauftragte mitteilte.

Die Studie sowie weitere Informationen gibt’s unter dem Link: https://www.medienservice.sachsen.de/medien/news/1100569 bzw. unter diesem Link: https://www.sk.sachsen.de/studie-veroeffentlicht-7808.html.

Dafür steht die Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung

Logo: EUTB Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung
Logo: EUTB Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung
Foto: BMAS

Berlin (kobinet)

Die Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB) steht für eine Beratung, die Menschen stärkt und ihre individuellen Wege in den Mittelpunkt stellt. Das weiterentwickelte Leitbild zeigt, was die Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung ausmacht: ihre Haltung, ihre Werte und ihr gemeinsames Verständnis von guter Beratung. „Rund 500 EUTB®-Angebote in ganz Deutschland unterstützen Menschen mit Behinderungen, von Behinderung bedrohte Menschen sowie ihre Angehörigen und nahestehenden Personen dabei, selbstbestimmt ihre Wege zur Teilhabe zu finden und zu nutzen. Dabei steht immer der Mensch mit seinen Wünschen, Stärken und Zielen im Mittelpunkt. Das Leitbild macht sichtbar, wofür die EUTB® täglich einsteht: Unabhängigkeit, Selbstbestimmung, Empowerment und eine Beratung auf Augenhöhe. Es beschreibt die Grundhaltung, die die Arbeit der Beratenden prägt – von der ersten Begegnung bis zur gemeinsamen Entwicklung von Lösungen“, heißt es in einem Beitrag auf der Internetseite der Fachstelle Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung.

Keine BGG-Reform in Sicht

KI mit Brandenburger Tor mit Aufschrift BGG? unter großer Lupe
KI mit Brandenburger Tor mit Aufschrift BGG? unter großer Lupe
Foto: Juliane Harms mit KI gestaltet

Berlin (kobinet)

Die Reform des Behindertengleichstellungsgesetz für mehr Barrierefreiheit vor allem auch bei privaten Unternehmen und Dienstleistungen war ursprünglich ein Projekt der ersten 100 Tage der aktuellen Bundesregierung, nachdem diese Reform bereits 2021 von der Ampelregierung versprochen war. Was also für den Sommer 2025 vorgesehen war, hat zwischenzeitlich den Herbst 2026 erreicht, ohne irgendwelche Zeichen, dass sich die Regierungskoalition auf ernsthafte Regelungen für mehr Barrierefreiheit in Deutschland geeinigt haben. Zwischenzeitlich herrscht bei dieser Zögerlichkeit, vor allem bei der CDU/CSU, für ernsthafte Vorschriften zur Verpflichtung für barrierefreie Dienstleistungen und Produkte in der Behindertenbewegung mehr und mehr der Eindruck: lieber keine Gesetzesreform als eine solch schlechte, wie es im Gesetzentwurf der Bundesregierung vorgesehen ist. Die Diskussion zur Reform des Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) und für konsequente Regelungen zur Barrierefreiheit verkommt nach Ansicht der LIGA Selbstvertretung also zunehmend zu einem alten Hut, den niemand mehr will. Auf der Tagesordnung für die Bundestagssitzungen vom 4. bis 6. November 2026 taucht derzeit weder die abschließende Beratung des BGG wie die Reform des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes auf – Diskriminierungsschutz scheint also nicht das vorwiegende Anliegen dieser Bundesregierung zu sein, wie dies von der LIGA Selbstvertretung resigniert kommentiert wird.

Vom Recht der Stärkeren: Wie das Leistungsprinzip den Sozialstaat zu verändern droht

Logo des Deutschlandfunk
Logo des Deutschlandfunk
Foto: Deutschlandfunk

Köln (kobinet)

„Wie das Leistungsprinzip den Sozialstaat zu verändern droht“, so lautet ein Beitrag von Lea De Gregorio, den der Deutschlandfunk am 18. Oktober 2026 ausgestrahlt hat. „Der Sozialstaat steht unter Druck: Kürzungen bei Gesundheit, Pflege und Inklusion folgen einer alten Logik – der Macht des Stärkeren. Woher kommt dieses Denken, und welche Gesellschaft entsteht, wenn Leistungsfähigkeit über Teilhabe entscheidet?“ heißt es in der Einführung des Beitrags.

Link zum Beitrag im Deutschlandfunk

Geschichte zum Hören: Audiotour führt durch 110 Jahre Fürst Donnersmarck-Stiftung

Ansicht der Fürst Donnersmark Stiftung mit Turm
Donnersmarck-Stiftung heute
Foto: Fürst Donnersmark Stiftung

Berlin (kobinet)

Anlässlich ihres Jubiläumsjahres lädt die Fürst Donnersmarck-Stiftung zu Berlin zu einem besonderen Spaziergang ein: Eine neue Audiotour führt in neun Stationen durch den Berliner Stadtteil Frohnau – und zugleich durch 110 Jahre Geschichte von Menschen mit Behinderung. Die Tour ist seit diesem Herbst kostenlos online abrufbar.

Starke Frauen – Starke Stimmen: Anmeldung für Empowerment-Workshops für behinderte Frauen noch möglich

ZSL Nord
ZSL Nord
Foto: ZsL Nord

Kiel (kobinet)

Frauen mit Behinderungen erleben Benachteiligung oft auf mehreren Ebenen zugleich: als Frau und als Mensch mit Behinderung. Genau hier setzt das Projekt „Starke Frauen. Starke Stimmen. – Empowerment gegen Mehrfachdiskriminierung von Frauen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen“ des Zentrums für selbstbestimmtes Leben Norddeutschland (ZSL Nord) an. Das Angebot richtet sich an Frauen mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen in Schleswig-Holstein. In einer festen Gruppe können sich die Teilnehmerinnen auf Augenhöhe austauschen, ihre eigenen Stärken entdecken und lernen, sich gegen Diskriminierung zu wehren. Vorerfahrung ist nicht nötig, nur Lust auf Austausch. Das Projekt arbeitet nach dem Peer-Ansatz „Nichts über uns ohne uns“ und wird von einer Frau mit eigener Behinderung geleitet, wie es vom ZsL Nord heißt, das darauf hinweist, dass Anmeldungen noch möglich sind.

Diskriminierung im Gesundheitswesen stößt auf großes Interesse

Gewandhaus Leipzig
Gewandhaus Leipzig
Foto: H. Smikac

LEIPZIG (kobinet)

Am 5. November 2026 veranstaltet das Netzwerk für eine Antidiskriminierungskultur in Sachsen (nadis) einen Fachtag unter dem Motto „Wir behandeln das – Diskriminierung im Gesundheitswesen ansprechen und handeln“. „Wir freuen uns, dass das Thema Diskriminierung im Gesundheitswesen die Aufmerksamkeit bekommt, die es verdient. Der Ansturm auf die Plätze unseres Fachtags zeigt uns, dass wir ein für viele Menschen wichtiges Thema angehen,“ so Janek Lassau vom beim Antidiskriminierungsbüro Sachsen e.V. Wer sich für das Thema interessiert sich jetzt noch anmeldet, kommt auf eine Warteliste und bekommt Bescheid, sollten noch Plätze frei werden.

SoVD Niedersachsen fordert bessere Teilhabe für Menschen mit unsichtbaren Behinderungen

Logo Sozialverband Deutschland
sovd
Foto: Sozialverband Deutschland

HANNOVER (kobinet)

Anlässlich des „Tags der nicht sichtbaren Behinderungen“ am 20. Oktober 2026 fordert der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen mehr Unterstützung für Betroffene. Rund 360.000 Menschen im Land haben laut SoVD eine schwere, nicht auf den ersten Blick erkennbare Behinderung – etwa durch Diabetes, Autismus, psychische Erkrankungen, chronische Schmerzen oder Suchtproblematiken. Gerade diese Personen erlebten eine doppelte Diskriminierung, so der Verband. „Betroffene müssen nicht nur mit den Folgen ihrer Erkrankung umgehen, sondern auch damit, dass andere diese nicht erkennen oder nicht ernst nehmen“, sagt Dirk Kortylak, Vorstand des SoVD in Niedersachsen. Solche Situationen entstünden bei der Arbeit, in der Freizeit und bei der medizinischen Versorgung. „Oft fehlt es in der Gesellschaft an Verständnis und Betroffene haben mit vielen Vorurteilen zu kämpfen. Deshalb muss sich strukturell unbedingt etwas ändern“, betont Kortylak.

Alexander Ahrens bei Perspektivenwechsel

Alexander Ahrens in der Sendung Perspektivenwechsel
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Foto: Mediengarten

Wien (kobinet)

„Alexander Ahrens ist Behindertenbeauftragter und Behindertenvertrauensperson an der Medizinischen Universität Wien und stammt aus der ehemaligen DDR. In dieser Sendung spricht er über sein Leben, seinen Beruf und die Gründe, warum er nach Wien gekommen ist. Das Leben ist für den ausgebildeten Filmwissenschaftler wie eine Kamerafahrt. Diese führte ihn von Deutschland nach Wien. Aufgewachsen ist der Rollstuhlfahrer in der ehemaligen DDR“, heißt es im Bericht des österreichischen Online-Nachrichtendienst BIZEPS von Katharina Müllebner über die neueste Ausgabe der Sendung PERSPEKTIVENWECHSEL, bei der Alexander Ahrens zu Gast ist, der auch einige Jahre bei der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) gearbeitet hat.

Link zum BIZEPS-Bericht

LVBYGL: Gebärdensprachverbot in bayerischen Schulen war Realität

Logo des Landesverband Bayern der Gehörlosen
Logo des Landesverband Bayern der Gehörlosen
Foto: Landesverband Bayern der Gehörlosen

MÜNCHEN (kobinet)

Der Landesverband Bayern der Gehörlosen e. V. (LVBYGL) hat seine Stellungnahme zum Fachgespräch „Gebärdensprachverbot in bayerischen Schulen aufarbeiten“ beim Bayerischen Landtag eingereicht. Darin dokumentiert der Verband die Erfahrungen von über 140 gehörlosen Menschen aus ganz Bayern, die schriftlich oder per Video in Deutscher Gebärdensprache (DGS) ihre Erlebnisse schilderten. Die Berichte zeigen, dass das Verbot der Gebärdensprache mit Gewalt durchgesetzt wurde – etwa durch Schläge mit Stock und Lineal, Ohrfeigen, Einsperren oder Essensentzug. Dies geschah an Schulen in ganz Bayern und hält in seinen Folgen bis heute an. Zeugnisse belegen zudem, wie stark die Sprechnote über den Bildungsweg entschied.

2.500 Petitions-Mitzeichnungen erreicht: ZsL Sachsen fordert als nächsten Schritt öffentliche Anhörung

Sharepic zur Petition in Sachsen
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Foto: ZsL Sachsen

Dresden (kobinet)

Das Zentrum selbstbestimmt Leben Sachsen (ZsL Sachsen) hat mit seiner Petition „Sachsen: Keine Kürzungen bei der Eingliederungshilfe und sozialen Teilhabe“ das erforderliche Quorum von 2.500 Mitzeichnungen erreicht. Bereits vor Beendigung der Petition unterstützten 2.559 Menschen die Forderungen des Vereins, wie dieser in einer Presseinformation mitteilte. Für das ZsL Sachsen ist dies ein wichtiger Zwischenerfolg und zugleich ein deutliches Signal an die sächsische Landespolitik. „Wir freuen uns riesig über diesen gemeinsamen Erfolg. Ich möchte mich bei allen bedanken, die unsere Petition unterschrieben, geteilt und unterstützt haben. Die vielen Mitzeichnungen zeigen, wie sehr die Zukunft der Eingliederungshilfe die Menschen bewegt. Aber das erreichte Quorum ist erst ein Zwischenschritt. Unser nächstes Ziel ist eine öffentliche Anhörung im Sächsischen Landtag. Denn wir wollen nicht nur Unterschriften sammeln, sondern mit unseren Forderungen auch politisch etwas bewegen“, erklärte Manuel Schramm, Vorsitzender des ZsL Sachsen.

Sonntag trifft IGEL: Outing im Rampenlicht – Wenn Stars sich zeigen, fassen viele andere Mut

Cover des IGEL-Podcast Outing im Rampenlicht
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Foto: IGEL-Media

Bad Segeberg / Halle (kobinet)

„Outing im Rampenlicht – Wenn Stars sich zeigen, fassen viele andere Mut“, so lautet der Titel der aktuellen Episode von Sonntag trifft IGEL – der Sonntagstalk mit Jennifer Sonntag und Sascha Lang, der im Rahmen des Podcast Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) am 18. Oktober 2026 ausgestrahlt wurde. Im monatlichen Sonntags trifft IGEL-Talk sprechen Jennifer Sonntag und Sascha Lang dieses Mal unter anderem darüber, was es in uns bewegt, wenn Stars offen über eine Behinderung oder Erkrankung sprechen. „In Episode 351 widmen sich Jennifer Sonntag und Sascha Lang der Kraft solcher persönlichen Einblicke“, heißt es in der Ankündigung der bereits 351. Episodes des IGEL-Podcast. Aufhänger ist vor allem der Song von Danger Dan mit dem Titel „Dass es hier so schön ist„.

Willis Rat: Achtsam sein, sensitiv, für den „kleinen Spalt“

Vorn ein Findling mit Inschrift Willis Blick, dahinter Bäume im Sonnenlicht im hellen Grün.
Vorn ein Findling mit Inschrift Willis Blick, dahinter Bäume im Sonnenlicht im hellen Grün.
Foto: Hubertus Thomasius

Staufen (kobinet)

Nicht um eine machistisch-sexistische Anspielung handelt es sich hier. Vielmehr um einen philosophisch-spirituellen Fingerzeig, der unsere Aufmerksamkeit auf etwas „Geringfügiges“ hinweisen möchte. Ein möglicherweise „Rettendes“ in noch so dunklen Zeitläuften, gesellschaftlich und politisch. Etwas, das nicht durch Hyperaktivität erzwungen werden kann, sondern das gerade dann geschehen oder eintreten kann, sobald wir auch im Alltag mit unserer Rastlosigkeit innehalten.

Haltung zeigen und Inklusion verteidigen: Räume zum Austausch und zur Stärkung nötig

Bild von der Tagung: Nicht neutral - Haltung zeigen am 16./17. Oktober 2026
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Foto: Nancy Frind

Kaseel (kobinet)

„Wir brauchen Räume, um uns auszutauschen und wieder Kraft für unser Engagement für Menschenrechte und Inklusion zu tanken.“ Das war eine Aussage, die immer wieder von Teilnehmenden der Tagung „Nicht neutral! Haltung zeigen und Inklusion verteidigen“ zu hören war. Die vom Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbestbestimmten Leben Behinderter (bifos) und dem Projekt Aktiv Teilhabe Gestalten des Kasseler Verein zur Förderung der Autonomie Behinderter (fab) am 16. und 17. Oktober 2026 im Kasseler Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen durchgeführte Veranstaltung brachte viele Aktive aus der Behindertenbewegung zusammen. Auch wenn der Schock bei vielen Teilnehmenden nach der Landtagswahl und der Wahl von AfD-Vertretern zum Landtagspräsident und Landtagsvizepräsident in Sachsen-Anhalt noch groß war, war bei der Tagung ein klares Bekenntnis zum weiteren und konsequenten Engagement für die Verteidigung der Demokratie und die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention zu vernehmen.

Herzlichen Glückwunsch zum 80. Geburtstag Waltraud David

Waltraud David auf der mit dem Rollstuhl nutzbaren Schaukel
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Foto: Susanne Göbel

Neunkirchen (kobinet)

Ein ganz herzliches Happy Birthday richtet die Redaktion der kobinet-nachrichten heute an Waltraud David, die viele Jahre im Vorstand des Netzwerk People First Deutschland mitgewirkt und die damalige Entwicklung der Selbstvertretungsbewegung von Menschen mit Lernschwierigkeiten entscheidend mitgeprägt hat. Diejenigen, die an den Sommercamps für ein selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen, die von 2006 bis 2020 im jährlichen Wechsel zwischen Duderstadt und Graz stattfanden, dabei waren, denen dürfte die humorvolle Saarländerin mit ihrem „losen Mundwerk“ und ihren engagierten Beiträgen für die Selbstbestimmung behinderter Menschen ebenfalls noch gut in Erinnerung sein. Heute kann die 1946 geborene und in Neunkirchen lebende Saarländerin ihren 80. Geburtstag feiern.

Bundesweite Elternbefragung

Symbol Fragezeichen
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Foto: ht

BERLIN (kobinet)

Für viele Eltern und Pflegeeltern von Kindern mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen ist die Beantragung von Leistungen der Eingliederungshilfe bei Jugend- und Sozialämtern häufig ein langer und anstrengender Weg. Mit der vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) geförderten bundesweiten quantitativen Online-Umfrage im Projekt Jugendämter kompetent und inklusiv (Jakomi) möchten wir von Eltern wissen, was sie brauchen, damit sich der Kontakt mit Ämtern verbessert. Die Ergebnisse helfen dabei, Empfehlungen für die zukünftige Unterstützung von Familien und die Arbeit der Ämter zu entwickeln. Zur Onlinebefragung geht es unter folgendem Link: moweb surveys.

Neues Anderes Burnout Café (ABC) in Hamburg-Bramfeld startet

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Foto: geralt

HAMBURG (kobinet)

Ab Oktober 2026 erweitert der Bundesverband Burnout und Depression e.V. sein Angebot an lösungsorientierten Selbsthilfegruppen um einen neuen Standort in Hamburg-Bramfeld. Das „Andere Burnout Café“ (ABC) bietet einen geschützten Raum für Menschen, die von Burnout, Depression oder anderen psychischen Belastungen betroffen sind. Die Treffen finden ab dem 21. Oktober 2026 regelmäßig am dritten Mittwoch im Monat von 10.30 Uhr bis 12.30 Uhr in den Räumlichkeiten des LIFE HAMBURG Campus, Werner-Otto-Straße 21-27, 22179 Hamburg, statt.

BESSER-Projekt gewinnt MSD-Gesundheitspreis 2026

Sechs Personen auf einem kleinen Podest wobei eine Frau in der Mitte einen Hefter mit der Urkunde des Gesundheitspreises zeigt.
Bei der Verleihung des MSD Gesundheitspreises
Foto: Evangelische Stiftung Alsterdorf

HAMBURG (kobinet)

Das Evangelische Krankenhaus Alsterdorf (EKA) hat für sein Projekt BESSER den MSD-Gesundheitspreis 2026 erhalten. Das Präventions- und Gesundheitsförderungsprojekt richtet sich an Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen. Leonie Ruhwinkel, Jurymitglied und Head of Market Access bei MSD Sharp & Dohme GmbH, würdigte in ihrer Laudatio bei der Preisverleihung in München am 16. Oktober den „innovativen und zugleich hochrelevanten Versorgungsansatz“ von BESSER. Das Projekt stehe beispielhaft für eine Gesundheitsversorgung, die niemanden zurücklasse, und zeige, „wie Innovation, Teilhabe und wissenschaftliche Evidenz zusammenwirken können, um die Gesundheit einer besonders vulnerablen Bevölkerungsgruppe nachhaltig zu verbessern“. Zudem lobte sie das „herausragende Engagement und diesen wegweisenden Beitrag zu mehr gesundheitlicher Chancengerechtigkeit“.

Frühzeitig auf mögliche Barrieren prüfen

Doctor and patient interaction in a hospital room, promoting healthcare support.
Doctor and patient interaction in a hospital room, promoting healthcare support.
Foto: Tima Miroshnichenko

WITTEN (kobinet)

Forschende des Lehrstuhls für Versorgungsforschung der Universität Witten/Herdecke (UW/H) haben eine Handreichung entwickelt, die Hospize und Palliativeinrichtungen dabei unterstützt, besser auf die unterschiedlichen Bedürfnisse schwerkranker Menschen einzugehen. Anlass ist die Beobachtung, dass aktuelle Defizite bei der Berücksichtigung dieser Bedürfnisse bestehen, etwa bei Patient:innen mit geringen Deutschkenntnissen oder gleichgeschlechtlichen Partner:innen, die nicht automatisch als Angehörige anerkannt werden.

Schutz des Grundgesetzes ist Basisarbeit der Caritas

Symbol Ausrufezeichen
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Foto: Kooperation Behinderter im Internet e.V./Tom Kallmeyer (Creative Commons BY-SA 4.0)

DRESDEN (kobinet)

Der Deutsche Caritasverband e.V. (DCV) sieht in der Verteidigung der demokratischen Ordnung das Fundament für sein sozialpolitisches Engagement. Auf der diesjährigen Mitgliederversammlung, zu der seit Dienstag 200 Vertreter von Diözesan- und Ortscaritasverbänden, Caritas-Fachverbänden, Vereinigungen, Orden und großen Trägern aus ganz Deutschland in Dresden zusammengekommen sind, bekennt sich die Caritas zu ihrer politischen Verantwortung angesichts der extremistischen Bedrohung unserer Demokratie. „Wir sind als größter Wohlfahrtsverband gefordert, politisch Flagge zu zeigen. Demokratie ist nicht das Sahnehäubchen, für das wir uns dann einsetzen, wenn die Grundbedürfnisse unserer Klientinnen und Klienten befriedigt sind. Demokratie ist das Fundament. Sie sichert die gleichberechtigte Partizipation der vielen, sie ermöglicht Freiheit und Mitgestaltung. Unser Grundgesetz zu schützen ist Basisarbeit der Caritas“, so Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa in ihrer Grundsatzrede.

Fachtagung zu Gewalt-Schutz und Empowerment für Frauen mit Behinderungen

Kreis mit nach unten zeigendem Kreuz sowie nach oben zeigenden ineinfassenden Händen mit lakierten Fingernägeln und den Worten Starek,Frauen.Machen.
Logo des Netzwerkes
Foto: Starke.Frauen.Machen.

BIELEFELD (kobinet)

Das Bundesnetzwerk der Frauenbeauftragten in Einrichtungen „Starke.Frauen.Machen. e.V.“ veranstaltet am 25. und 26. November 2026 eine Online-Fachtagung zum Thema „Gegen Gewalt und für Empowerment“. Anlässlich des Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen thematisiert die Tagung Gewaltschutz und Empowerment speziell für Frauen mit Behinderungen, die besonders in Einrichtungen von Gewalt betroffen sind. Die Fachtagung richtet sich an Frauenbeauftragte, Unterstützerinnen, Verbände und weitere Interessierte. Am 25. November referieren Expertinnen aus verschiedenen Bereichen über die Verbesserung des Gewaltschutzes. Am Folgetag, dem 26. November, steht ein Mitmach-Programm auf dem Plan, das sich insbesondere an Frauenbeauftragte richtet. Es umfasst Informationen zur Zusammenarbeit mit Beratungsstellen sowie einen Schnupper-Wendo-Kurs. Alle Interessierten sind zur Teilnahme eingeladen.

Liebesgrüße aus Marburg, heiter melancholische Erinnerungen

alte Schreibfeder liegt auf einem Brief
alte Schreibfeder liegt auf einem Brief
Foto: Momentmal In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

Staufen (kobinet)

Das mittelhessische Lahnstädtchen Marburg wird gelegentlich einseitig mit dem dreist sexistischen Volksporno „Das Wirtshaus an der Lahn“ in Verbindung gebracht – Kostprobe „Frau Wirtin hatte nen Galan, der nähert sich ihr stets von hinten an …“. Alles andere als eine rühmliche Visitenkarte also, einerseits. Andererseits hat sich Marburg an der Lahn aber auch einen höchst ehrenwerten Ruf erworben und zwar als Teil der Topografie behindertenemanzipatorisch bedeutsamer Orte innerhalb Deutschlands. Den einer behindertenfreundlichen Stadt für Blinde und Sehbehinderte nämlich. – Der Kobinet-Autor Hans-Willi Weis, promovierter Philosoph und Kulturwissenschaftler, im Alter von neun Jahren an Retinitis Pigmentosa erkrankt und seit über zwei Jahrzehnten vollständig erblindet – andernorts nennt man Leute wie ihn gerne „Vorzeige-Intellektuelle“ und schmückt sich mit ihnen – hat in den 1970er Jahren in Marburg studiert und an diese politisch bewegte, aber auch experimentierfreudige Zeit erinnern die heiter melancholischen Betrachtungen seines „Memoir“ (wie diese literarische Form biografischen Erzählens mittlerweile durchweg genannt wird).

„Alt werden ist Behinderung im Endstadium“ Nachrichten aus der Provinz

Close-up of a blue directional sign for accessible parking amidst urban greenery.
Close-up of a blue directional sign for accessible parking amidst urban greenery.
Foto: Caleb Oquendo

Villmar-Weyer (kobinet)

Am kommenden Mittwoch ist Stephan Laux zu einer öffentlichen Sitzung eingeladen. Der Ausschuss für Kultur, Sport und Soziales ist ein Gremium der Gemeindevertretung seines Heimatortes und soll über die Genehmigung einer Satzung eines Beirates für Menschen mit Behinderungen und Senior*innen abstimmen.

Stephan Laux wird eher selten um Impulse zum Thema Inklusion und UN‑BRK gebeten. Weder in der allgemeinen Öffentlichkeit noch innerhalb der behindertenpolitischen Szene. Er wurde noch nie von Ottmar Miles Paul, vom Bifos-Institut und schon gar nicht von der Aktion Mensch gebeten, seine Meinung vor anderen Menschen kundzutun. Eigentlich auch nicht von den Kobinet-Nachrichten. Und dennoch tut er es immer wieder uneingeladen.

In seiner neuen Kolumne probt er deshalb seine Rede, die er in der hessischen Provinz vor 8 Zuhörenden halten will:

Leitungswechsel in der Monitoring-Stelle UN-BRK

Logo Deutsches Institut für Menschenrechte
Logo Deutsches Institut für Menschenrechte
Foto: Von Institut für Menschenrechte – Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0

Berlin (kobinet)

Am 31. Oktober 2026 endet die sechsjährige gemeinsame Leitung der Monitoring-Stelle zur UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) durch Britta Schlegel. Sie verlässt das Deutsche Institut für Menschenrechte und wechselt beruflich. Die Stelle als Co-Leitung soll noch im Oktober öffentlich ausgeschrieben werden, um die Doppelspitze neben Leander Palleit zügig nachzubesetzen.

Meisterteams Im Tischtennis kommen aus Gremsdorf und Würzburg

In einer großen Sporthalle stehen mehrere Tischtennisplatten an denen Tischtennis gespielt wird
Mehr als 100 Sportlerinnen und Sportler aus 27 Teams zeigten an den Tischtennisplatten in Vohburg ihr sportliches Können
Foto: Lebenshilfe Bayern – Andreas Schmittner

ERLANGEN (kobinet)

Die Herren der Mainfränkischen Werkstätten bleiben an der Spitze! Das Team aus Würzburg eroberte im Finale 2026 erneut den Meistertitel im landesweiten Tischtennisturnier der Lebenshilfe Bayern. Bei den Damen erkämpfte sich das Team aus Gremsdorf den Titel 2026. Das Finalturnier 2026 fand am 10. Oktober in der Agnes-Bernauer-Halle in 85088 Vohburg statt. Mit dabei waren über 100 engagierte Spielerinnen und Spieler aus ganz Bayern.

Barrierefreiheit im Schienenverkehr mit Fortschritten und Defiziten

Logo des Deutschen Bahnkunden-Verband
Logo des Deutschen Bahnkunden-Verband
Foto: DBV

Berlin (kobinet)

Der Deutsche Bahnkunden-Verband (DBV) zieht anlässlich der InnoTrans 2026 in Berlin ein gemischtes Fazit zur Barrierefreiheit im Schienenverkehr. Zwar werde Barrierefreiheit bei der Entwicklung von Fahrzeugen und technischen Systemen wie Buchungs- und Informationsangeboten zunehmend berücksichtigt, so Klaus Honold, Bundesvorstand für barrierefreie Mobilität beim DBV. Gleichzeitig bestünden im Alltag weiterhin erhebliche Defizite.

BSVH fordert Bachelor-Studiengang für Rehabilitationsfachkräfte in Hamburg

Zeichnung einer jungen Frau mt gelber Armbinde und Taststock
Zeichnung einer jungen Frau mt gelber Armbinde und Taststock
Foto: Pixabay/OpenClipart-Vectors

HAMBURG (kobinet)

Anlässlich des Tags des weißen Stockes fordert der Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg e.V. (BSVH) die Einrichtung eines Bachelor-Studiengangs „Rehabilitation bei Beeinträchtigung des Sehens und Blindheit“. Damit unterstützt der Verein die Forderung des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes (DBSV) und wendet sich an den Hamburger Senat, zeitnah Gespräche mit den beteiligten Einrichtungen aufzunehmen und konkrete Schritte einzuleiten.

VdK fordert sinkende GKV-Beiträge und höhere Bundeszuschüsse

Logo VdK Deutschland
Logo VdK Deutschland
Foto: VdK Deutschland

BERLIN (kobinet)

Der Schätzerkreis beim Bundesamt für Soziale Sicherung prognostiziert, dass die Beiträge zur Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) im kommenden Jahr voraussichtlich stabil bleiben. Im Vorjahr 2025 sah die Prognose zunächst ebenfalls gut aus, doch die Zusatzbeiträge wurden unterjährig stark erhöht. Anlässlich dieser Bekanntgabe äußerte sich der Sozialverband VdK kritisch. VdK-Präsidentin Verena Bentele erklärte: „Das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz hat zunächst scheinbar seine Aufgabe erfüllt. Die Beiträge steigen nicht. Eine stabile Finanzierung der GKV sieht aber anders aus. Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wäre wichtig, dass die Beiträge endlich wieder sinken. Die Zusatzbeiträge kommen für die Versicherten schließlich noch obendrauf. Seit Jahren bewegen sie sich auf einem hohen Niveau. Menschen mit niedrigem und mittlerem Einkommen brauchen dringend Entlastung. Ziel muss jetzt sein, die Ausgaben der GKV mit den Einnahmen wieder in Einklang zu bringen.“

Landesweite Fachstelle für Gebärdensprache in Bayern eingerichtet

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Foto: ht

MÜNCHEN (kobinet)

Das Kompetenzzentrum Gebärdensprache Bayern e. V. (KOGEBA) hat am 14. Oktober 2026 eine landesweite Fach- und Anlaufstelle für Gebärdensprache in Bayern eröffnet. Die Fachstelle soll Politik, Ministerien, Behörden, Kommunen und öffentliche Einrichtungen in Fragen der Deutschen Gebärdensprache (DGS), sprachlicher Barrierefreiheit, barrierefreier Kommunikation sowie der politischen Mitbestimmung und Teilhabe Tauber Menschen fachlich beraten und unterstützen.

Barrierefreie Museen finden – mit dem MuseumsAtlas

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Foto: MuseumsAtlas

Berlin (kobinet)

Ob ein Museumsbesuch gelingt, entscheidet sich oft an Details: eine Stufe am Eingang, ein fehlender Aufzug, kein barrierefreies WC. Diese Angaben sind auf vielen Museumswebsites schwer zu finden. MuseumsAtlas.com trägt sie für jedes Museum zusammen, einheitlich, vergleichbar und kostenlos. Auf der Themenseite „Barrierefreie Museen“ wählen Besucherinnen und Besucher aus, was sie brauchen, und sehen nur Museen, die alle gewählten Punkte erfüllen.

Wenn man nicht weiß, was die Stunde geschlagen hat!

Junge Frau Porträt mit Name Nina
NinaSebracon
Foto: BEB-Schweppe

Tostedt (kobinet)

Podiumsdiskussion zur zirkadianen Schlaf-Wach-Rhythmus Störung NON-24-Syndrom auf der Sebracon 2026

Seltene Erkrankungen stellen eine Herausforderung für Patient*Innen, Ärzt*Innen, Betreuende und Angehörige dar. Es ist wichtig, sie bekannt zu machen und sie öffentlich zu diskutieren.

Entscheidung in Sachen Mindestlohn in Werkstätten wohl erst in 6 bis 8 Wochen

Jürgen Linnemann im Rollstuhl
Jürgen Linnemann im Rollstuhl
Foto: privat

Münster (kobinet)

Eigentlich war für heute, den 15. Oktober 2026, eine Entscheidung im Hinblick auf die Klage von Jürgen Linnemann für die Zahlung des Mindestlohns in Werkstätten für behinderte Menschen erwartet worden. Das Arbeitsgericht Münster hat heute verkündet, dass das Verfahren fortgesetzt wird. Ein neuer Termin für die Verkündung der Entscheidung soll von Amts wegen anberaumt werden. Es werde mit einem Termin in ca. 6 bis 8 Wochen gerechnet. „Jürgen Linnemann arbeitet 24 Stunden pro Woche und bekommt 200 Euro im Monat. Jetzt kämpft er vor Gericht für den Mindestlohn“, heißt es in einem ausführlichen Bericht zur Klage des Mitarbeiters einer Werkstatt für behinderte Menschen in Nordrhein-Westfalen.

Link zum WDR-Bericht vom 15. Oktober 2026

Reha blinder und sehbehinderter Menschen: Studiengang gefordert

Logo des DBSV
Logo des DBSV
Foto: DBSV

Berlin (kobinet)

Anlässlich des heutigen Tags des weißen Stockes am 15. Oktober fordert der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) die Einführung eines Bachelor-Studiengangs „Rehabilitation bei Beeinträchtigung des Sehens und Blindheit“. Um diesen finanziell abzusichern und gemeinsam mit den Hochschulen umzusetzen, wird dringend die Unterstützung von Bund und Ländern gebraucht, heißt es in einer Presseinformation des DBSV.

Entscheidung über Mindestlohn in Werkstätten für behinderte Menschen erwartet

Jürgen Linnemann mit Soraia Da Costa Batista bei Jan Böhmermann
Jürgen Linnemann mit Soraia Da Costa Batista bei Jan Böhmermann
Foto: Die Neue Norm aus ZDF

Münster (kobinet)

Für Jürgen Linnemann sowie für die ca. 300.000 behinderten Menschen, die in Werkstätten für behinderte Menschen weit unter dem Mindestlohn und ohne nennenswerte Vermittlungschancen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten, ist der heutige 15. Oktober 2026 ein spannender Tag. Das Arbeitsgericht in Münster will heute verkünden, ob es ein Urteil in Sachen Mindestlohn in Werkstätten gibt oder ob möglicherweise weiter verhandelt werden muss. „Jürgen Linnemann arbeitet pro Woche 24 Stunden in den Freckenhorster Werkstätten, am Ende des Monats werden ihm 195 Euro ausgezahlt. Das will der 57-Jährige ändern und klagt“, heißt es zum Hintergrund in der Neuen Westfälischen Zeitung zur anstehenden Entscheidung. Bei der Diskussion lohnt sich aber auch ein Blick auf die generellen Gehaltsunterschiede in Deutschland und der EU.

Verbändebündnis lehnt Leistungskürzungen in der Eingliederungshilfe ab

Logo Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. — ISL
Logo Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. — ISL
Foto: Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. — ISL

BERLIN (kobinet)

Ein Verbändebündnis aus Deutscher Behindertenrat, LIGA Selbst-Vertretung und Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege lehnt geplante Leistungskürzungen und Einschränkungen des Wunsch- und Wahlrechts in der Eingliederungshilfe ab. Anlass ist der Beschluss des Bundeskanzlers mit den Regierungschefinnen und -chefs der Länder vom 25. Juni 2026 sowie die Empfehlungen aus dem „Dialogprozess Eingliederungshilfe“, die zentrale Voraussetzungen für eine selbstbestimmte und personenzentrierte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen berühren. Maßstab jeder Reform müsse die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) sein, betont das Bündnis.