Partizipativ Erinnern

Veröffentlicht am von Hartmut Smikac

Porträtfoto Jürgen Dusel
Porträtfoto Jürgen Dusel
Bild: Rolf Barthel

Berlin (kobinet) Der neue Beauftragte der Bundesregierung für die Belange für Menschen mit Behinderung wird seinem eigenen Motto gerecht. in einem Interview des Magazins "Menschen" im ZDF hatte Jürgen Dusel gesagt:„ Ich bin der tiefsten Überzeugung, dass Inklusion und Demokratie zwei Seiten einer Medaille sind.“ Diesem Motto wird er nun mit einer Veranstaltung Ende Juni an der Gedenkstätte für die Opfer der Euthanasie-Morde in Brandenburg gerecht.

In Brandenburg wurden im Jahr 1940 etwa 9.000 Menschen mit Behinderung unter dem menschenverachtenden Stigma des „lebensunwerten Leben“ belegt und getötet. Die Aktion des Kellerkinder e.V. mit der Unterstützung der Gedenkstätte wird vom 22. bis 24.Juni 2018 mit einer Veranstaltung zum Thema „Partizipativ Erinnern“ gerecht. Im Mittelpunkt steht dabei, für die Mahnung, Menschen mit Behinderung nicht als Belastung zu sehen, sondern deren Fähigkeiten und Engagement als einen Gewinn für die Gesellschaft zu verstehen.

Die Gedenkstätte Brandenburg lebt mit gemeinsamen Führungen von Historikern und geschulten Menschen mit Behinderung eine inklusive Gedenkkultur. Dieses erfolgreiche Format steht für eine vielfältige Demokratie mit dem Bewusstsein, aus der Vergangenheit zu lernen. Herr Dusel wird in einer Podiumsdiskussion mit Vertretern von Selbstvertretungsorganisationen, der Gedenkstätte und einem Guide der Lebenshilfe über das Thema einer inklusiven Erinnerungskultur diskutieren. Während der Veranstaltung sind auch eine Ausstellung und ein Film über den Gedenkort Brandenburg zu sehen. Diese Dokumentationen sind an den Aktionstagen entstanden. Weitere Einzelheiten zu dieser Veranstaltung können in diesem Faltblatt nachgelesen werden.

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