Besseren Zugang zum Bundesfreiwilligendienst

Veröffentlicht am von Hartmut Smikac

Porträtfoto Jürgen Dusel
Porträtfoto Jürgen Dusel
Bild: Rolf Barthel

Berlin (kobinet) Der von der Generalversammlung der Vereinten Nationen im Jahr 2007 ausgerufene „Internationale Tag der Demokratie“ steht in diesem Jahr unter dem Motto „Demokratie unter Belastung: Lösungen für eine sich verändernde Welt“. Jürgen Dusel, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, fordert aus diesem Anlass eine bessere Finanzierung von Unterstützungsleistungen für Menschen mit Behinderungen, die den Bundesfreiwilligendienst absolvieren wollen.

„Demokratie braucht Demokraten und besonders in der heutigen Zeit ist es wichtig, demokratische Grundwerte zu stärken. Bürgerschaftliches Engagement wie beim Bundesfreiwilligendienst fördert die gesellschaftliche Teilhabe und die Partizipation innerhalb der Gesellschaft. Deswegen ist es mir wichtig, dass selbstverständlich auch Menschen mit Behinderungen alle Möglichkeiten bekommen, sich zu engagieren. Sie können und wollen auch ihren eigenen Beitrag zu unserem demokratischen Gemeinwesen leisten. Das bedeutet aber, dass notwendige Assistenzleistungen, technische Hilfsmittel oder auch Gebärdensprachdolmetschung verfügbar und auskömmlich finanziert sein müssen“, fordert Dusel.

„Meine Überzeugung ist, dass Demokratie und Inklusion zwei Seiten einer Medaille sind. Beides gehört untrennbar zusammen“, so Dusel abschließend.

Der verbesserte Zugang für Menschen mit Behinderungen und für Benachteiligte zu den Jugendfreiwilligendiensten und zum Bundesfreiwilligendienst ist im Koalitionsvertrag vereinbart. Zuständig innerhalb der Bundesregierung ist das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ).

Das Motto der Amtszeit von Jürgen Dusel lautet „Demokratie braucht Inklusion“. Er setzt sich unter anderem für eine stärkere politische Teilhabe von Menschen mit Behinderungen ein. So fordert er auch die Abschaffung von Wahlrechtsauschlüssen, von denen Menschen unter sogenannter dauerhafter Vollbetreuung sowie schuldunfähige Straftäter, die sich in einem psychiatrischen Krankenhaus befinden, betroffen sind. Mit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention hat Deutschland sich verpflichtet, die Teilhabe am politischen und öffentlichen Leben für Menschen mit Behinderungen zu garantieren (Artikel 29).

Lesermeinung schreiben?

Beim erstmaligen Schreiben Ihrer Lesermeinung werden Sie zur Registrierung geleitet. Dabei erkennen Sie die Nutzungsbedingungen und die Netiquette an.Sie erhalten eine Bestätigungs-E-Mail. Bitte schauen Sie auch in Ihren Spamordner. Bestätigen Sie den Empfang durch Klicken auf den angezeigten Link. Sie erhalten ein Fenster und ergänzen Ihren Anzeigenamen und Ihren persönlichen Namen zur E-Mailadresse. Die Lesermeinung ist auf 2000 Zeichen begrenzt und Sie können bis 14 Tage nach Veröffentlichung der Nachricht schreiben.