Veröffentlicht am 10.09.2026 05:11 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
260922_Vogel_Zaun_@manuke Foto: manuke
Dresden (kobinet)
Die Historikerin Alina Sonnefeld stellt ihre Masterarbeit vor, die sich auf den Roman „Dezemberfahrt“ von Matthias Vernaldi bezieht, in dem es um die Erfahrungen eines Menschen mit Behinderung in der DDR geht. Die Veranstaltung findet am 22. September 2026 um 17:00 Uhr in den Räumen des Verband der Körperbehinderten der Stadt Dresden, Strehlener Straße 24 Erdgeschoss links, in 01069 Dresden statt und kann auch online verfolgt werden, wie es in der Ankündigung heißt.
Veröffentlicht am 09.09.2026 16:54 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband – Gesamtverband e. V. Foto: Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband – Gesamtverband e. V.
BERLIN (kobinet)
Anlässlich der aktuellen Ergebnisse der PISA-Studie fordert der Paritätische Wohlfahrtsverband Sofortmaßnahmen zur Verringerung sozialer Ungleichheiten und zur Bekämpfung von Kinder- und Familienarmut. Die Studie zeigt, dass der Bildungserfolg in Deutschland nie zuvor so stark vom Elternhaus abhing wie heute. Von 100 Jugendlichen aus sozial benachteiligten Familien schaffen es demnach nur zwei in den Spitzenbereich der Kompetenzen, während dies bei Gleichaltrigen aus privilegierten Elternhäusern 25 – also zehnmal so vielen – gelingt. Kaum ein Land schneidet hier schlechter ab als Deutschland: In mehr als neun von zehn untersuchten Staaten gelingt es besser, den Bildungserfolg von der sozialen Herkunft zu lösen. Besonders alarmierend sei, dass sich die herkunftsbedingten Unterschiede international zuletzt eher verringerten, in Deutschland seit 2015 jedoch wieder wuchsen.
Veröffentlicht am 09.09.2026 16:48 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Logo Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. — ISL Foto: Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland e.V. — ISL
KÖLN (kobinet)
Die Beratungsstelle „Selbstbestimmt Leben“ Behinderter Köln e.V. hat heute mehr als 37.000 Unterschriften einer Change.org-Petition an die Fraktionen des Kölner Rates übergeben. Die Petition „Stoppt die Streichung des Zentrums für selbstbestimmtes Leben (ZsL) Köln“ fordert die Rücknahme der geplanten Streichung der Fördergelder durch die Stadt Köln. Innerhalb einer Woche stieg die Zahl der Unterschriften von rund 2.500 auf über 37.000 – ausgelöst durch Proteste vor dem Kölner Rathaus am 2. September 2026.
Veröffentlicht am 09.09.2026 16:47 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Gina Boettcher freut sich über ihre Medaille Foto: Dominik Tuerk / DBS
FRECHEN (kobinet)
Am zweiten Wettkampftag der Europameisterschaften in der Türkei jubelte das deutsche Nationalteam im Para Schwimmen über Edelmetall en masse: Dreimal Gold für Gina Böttcher, Elena Semechin und Taliso Engel, zweimal Silber für Mira Jeanne Maack und Josia Topf sowie zweimal Bronze für Verena Schott und Philip Hebmüller. Hinzu kamen zwei vierte Plätze.
Veröffentlicht am 09.09.2026 16:47 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Infozeichen Foto: Susanne Göbel
Nieder-Olm (kobinet)
Am 25. September 2026 findet von 17:00 bis ca. 19:30 Uhr in der Liesel-Metten-Schule, Maria-Montessori-Straße 2, in 55268 Nieder-Olm ein Infoabend zum inklusiven Wohnen in Nieder-Olm mit dem Titel „Zusammen wohnen – mit und ohne Behinderung“ statt. Der Eintritt ist frei, um Anmeldung wird unter https://www.inklusives-rheinhessen.de/#anmeldung gebeten. „Viele junge Menschen träumen davon, von zu Hause auszuziehen: unabhängig von den Eltern leben, mit Freundinnen und Freunden zusammenwohnen, selbstständig werden. Für Menschen mit Behinderung ist das oft schwer. Häufig gibt es nur ein Wohnheim oder eine Wohngruppe – eine andere Möglichkeit fehlt. Das lässt sich ändern. Inklusives Wohnen heißt: Menschen mit und ohne Behinderung leben selbstbestimmt zusammen. Jede Person bekommt dabei die Unterstützung, die sie braucht. Das kann eine Wohngemeinschaft sein, eine Hausgemeinschaft mit eigenen Wohnungen im selben Haus oder eine aktive Nachbarschaft, in der man sich gegenseitig hilft. Beim Infoabend in Nieder-Olm zeigen wir, wie das geht – und wie so etwas auch bei uns in Rheinhessen entstehen kann“, heißt es in der Ankündigung.
Veröffentlicht am 09.09.2026 16:47 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Pierre Senska sprintete am letzten Wettkampftag auf Platz drei Foto: Peter Maurer / DBS
FRECHEN (kobinet)
Das deutsche Para Radsport-Nationalteam reist mit fünf Medaillen von den Weltmeisterschaften im amerikanischen Huntsville nach Hause. Bei drückenden Temperaturen von bis zu 40 Grad an allen Wettkampftagen beendete das Aufgebot von Bundestrainer Gregor Lang die Titelkämpfe mit einmal Gold, einmal Silber und dreimal Bronze. Pierre Senska sprintete am letzten Wettkampftag auf Platz drei. Bei der WM in Huntsville kämpften rund 350 Athletinnen und Athleten aus 49 Nationen um die Medaillen. Neben der starken Konkurrenz entwickelte sich wie befürchtet die Hitze zu einem entscheidenden Faktor auf den Kursen. Im Zeitfahren trumpfte das deutsche Team auf: Dreiradfahrer Maximilian Jäger sorgte in dieser Disziplin für den einzigen deutschen WM-Titel und fährt mit dem begehrten Regenbogen-Trikot nach Hause. Darüber hinaus wurde Marie Quellhorst wie schon 2025 Vize-Weltmeisterin. Dreiradfahrerin Angelika Dreock-Käser holte ebenso Bronze wie WM-Debütant und Handbiker Daniel Ulmann. Die einzige deutsche Medaille im Straßenrennen steuerte Pierre Senska am Abschlusstag mit Rang drei in der C1-Klasse zur Bilanz bei.
Veröffentlicht am 09.09.2026 16:47 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Logo Liga Selbstvertretung Foto: Liga Selbstvertretung
Singen (kobinet)
Zu einer Auftaktveranstaltung für interessierte behinderte Menschen aus Baden-Württemberg zur eventuellen Gründung einer LIGA Selbstvertretung am 14. Oktober 2026 um 18.00 online via ZOOM lädt Britta Schade ein. Die LIGA Selbstvertretung ist die Politische Interessenvertretung der Selbstvertretungs-Organisationen behinderter Menschen in Deutschland (DPO Deutschland). Im Vorfeld des Welttages der Menschen mit Behinderungen haben sich am 2. Dezember 2015 elf bundesweit aktive Selbstvertretungs-Organisationen behinderter Menschen in Berlin zur „LIGA Selbstvertretung – DPO Deutschland“ zusammengeschlossen. Auf internationaler Ebene steht die Abkürzung DPO für „Disabled Persons Organizations“ und das unbedingte Prinzip der Selbstvertretung. Das gegründete Aktionsbündnis fordert, dass im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention behinderte Menschen und ihre Organisationen im Mittelpunkt der Weiterentwicklung der Behindertenpolitik stehen müssen, im Bund wie auch auf Länderebene. http://liga-selbstvertretung.de. Eingeladen zu dem Treffen sind Selbstvertretungsorganisationen und alle Menschen die mit Behinderungen/chronischen Krankheiten in Baden-Württemberg leben und sich dort engagieren (wollen).
Veröffentlicht am 09.09.2026 16:47 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Die siebenjährige Erla startet im September an einer Regelgrundschule Foto: privat, Erla Schalamon
MÜNCHEN (kobinet)
Die siebenjährige Erla Schalamon wird am 15. September 2026 an der Alois-Kober-Grundschule in Kötz eingeschult. Erla ist stark sehbehindert und besucht als erstes Kind mit dieser Beeinträchtigung inklusiv die Regelschule. Der Bayerische Blinden- und Sehbehindertenbund e.V. (BBSB) unterstützt die Familie bei diesem Schritt.
Veröffentlicht am 09.09.2026 16:46 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Logo VdK Deutschland Foto: VdK Deutschland
BERLIN (kobinet)
Anlässlich der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September 2026 fordert der Sozialverband VdK einen Kurswechsel in der Sozialpolitik. VdK-Präsidentin Verena Bentele kritisiert, dass bundespolitische Themen wie Rente, Gesundheitsversorgung, Pflege und öffentliche Infrastruktur im Wahlkampf dominiert hätten, ohne dass die Bundesregierung überzeugende Lösungen für die Sorgen der Menschen vorlege. Stattdessen verbinden diese mit den Reformvorhaben der Regierung die Angst vor weiteren Kürzungen. Dies führe zu einem Vertrauensverlust, der extremen Kräften zugutekomme.
Veröffentlicht am 09.09.2026 16:46 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
260905_CDD_Erfurt_Nancy Foto: Nancy Frind
Erfurt (kobinet)
Am 5. September 2026 wurde Erfurt wieder bunt: Rund 5.500 Menschen gingen beim Christopher Street Day (CSD) gemeinsam auf die Straße. Unter dem Motto Empowerment und Resilienz wurde für Vielfalt, Zusammenhalt und ein selbstbestimmtes Leben ein Zeichen gesetzt. „Die Stimmung war dabei einfach genial – bunt, laut und voller positiver Energie. Auch ich durfte in diesem Jahr wieder einen eigenen Redebeitrag halten. Dabei war mir eine Botschaft besonders wichtig: Auch Menschen mit Behinderungen und Beeinträchtigungen sind vielfältig (Queer). Für mich gehört diese Vielfalt ganz selbstverständlich zu einer offenen und bunten Gesellschaft dazu“, berichtet Nancy Frind, die für die Behindertenbewegung beim Erfurter Christopher Street Day mitmischte.
Der heute veröffentlichte Streubomben-Monitor 2026 zeigt einen alarmierenden Anstieg der Opferzahlen durch Streumunition im Berichtszeitraum 2025. Von den insgesamt 1.063 Getöteten und Verletzten waren 87 Prozent Zivilistinnen und Zivilisten. Angriffe mit Streumunition wurden durch den Iran, Myanmar, Russland, Thailand und die Ukraine dokumentiert. Die höchste Zahl an Opfern verzeichnete die Ukraine. Die gemeinnützige Hilfsorganisation Handicap International (HI), die den Monitor mit herausgibt, fordert mehr finanzielle Unterstützung für die Opfer, Räumung und Gefahrenaufklärung.
Veröffentlicht am 08.09.2026 14:05 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Portrait von Ulla Schmidt mit einem Logo der Lebenshilfe im Hintergrund Foto: Bundesvereinigung Lebenshilfe
BERLIN (kobinet)
Zum heutigen Tag der pflegenden Angehörigen fordert die Bundesvereinigung Lebenshilfe den Erhalt der Verhinderungspflege. Dazu erklärt Ulla Schmidt, Bundesvorsitzende der Lebenshilfe und ehemalige Gesundheitsministerin: „Für pflegende Angehörige wäre es eine Katastrophe, wenn durch das geplante Pflegeneuordnungsgesetz die Verhinderungspflege wegfallen würde. Eltern, die ihr Kind mit Unterstützungsbedarf über viele Jahre pflegen, sind auf diese Leistung angewiesen. Die Familien brauchen in ihrem sehr belastenden Alltag auch mal eine Auszeit, in der sie die Pflege in vertrauenswürdige Hände geben können. Sonst bricht das Familiensystem irgendwann zwangsläufig zusammen. Und in der Regel sind es die Mütter, die ihre Berufstätigkeit einschränken und zu Hause die Pflege übernehmen. Daher muss die Verhinderungspflege unbedingt ohne Abstriche erhalten bleiben.“
Angesichts der heute veröffentlichten PISA-Ergebnisse fordert das Deutsche Kinderhilfswerk Bund, Länder, Kommunen und Schulen auf, einen wesentlich stärkeren Fokus auf die Bildungsgerechtigkeit in Deutschland zu legen. „In Deutschland hängen Bildungs- und Teilhabechancen weiterhin in erschreckend hohem Maße von der sozialen Herkunft ab. Das ist seit vielen Jahren bekannt, ohne dass wirksam entgegengesteuert wird. Diese Benachteiligung von Kindern aus Familien, die von Armut betroffen sind, widerspricht dem Recht jedes Kindes auf diskriminierungsfreien Zugang zu Bildung und auf bestmögliche Entwicklung. Kein Bildungssystem kann langfristig erfolgreich sein, ohne Chancengerechtigkeit sicherzustellen. Bildung ist der Schlüssel für gesellschaftliche Teilhabe und für den chancengerechten Zugang zu einer angemessenen beruflichen Entwicklung. Deshalb braucht es jetzt entschlossenes politisches Handeln von Bund, Ländern und Kommunen“, betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.
Veröffentlicht am 08.09.2026 10:57 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Logo VdK Deutschland Foto: VdK Deutschland
BERLIN (kobinet)
Anlässlich des heutigen bundesweiten Tags der pflegenden Angehörigen fordert der Sozialverband VdK eine deutlich bessere soziale Absicherung für die Millionen Menschen, die ihre Angehörigen zu Hause pflegen – häufig unbezahlt und rund um die Uhr. Rund 80 Prozent aller pflegebedürftigen Menschen in Deutschland werden zu Hause versorgt, meist von ihren Angehörigen, so VdK-Präsidentin Verena Bentele.
Veröffentlicht am 08.09.2026 10:54 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Die Absichtserklärung wird vorgestellt Foto: LAG WfbM Rheinland-Pfalz e.V.
MAINZ (kobinet)
Die Landesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen (LAG WfbM) Rheinland-Pfalz hat am 7. September 2026 in Ingelheim ihr 50-jähriges Bestehen sowie 20 Jahre Budget für Arbeit gefeiert. An der Veranstaltung nahmen über 400 Menschen teil. Mit einer gemeinsamen Absichtserklärung wollen die Landesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen Rheinland-Pfalz, das Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen, Familie und Jugend, die Landesvereinigung Unternehmerverbände Rheinland-Pfalz, die IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz und die Arbeitsgemeinschaft der Handwerkskammern Rheinland-Pfalz das Budget für Arbeit deutlich stärken. Ihr gemeinsames Ziel: Sie bündeln ihre Kompetenzen, Erfahrungen und Netzwerke und setzen sich dafür ein, vom 1. Januar 2027 bis Ende 2028 170 neue Budget-Arbeitsplätze in Rheinland-Pfalz zu schaffen.
Veröffentlicht am 08.09.2026 07:21 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Tagungsplakat des bifos Foto: bifos
Kassel (kobinet)
Der Schock sitzt bei vielen, so auch bei behinderten Menschen, nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt tief. Um damit umzugehen und nach Handlungsmöglichkeiten zu suchen, könnte die Tagung des Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben Behinderter (bifos) und des Projekt „Aktiv Teilhabe gestalten“ des Kasseler Verein zur Förderung der Autonomie Behinderter (fab) am 16. und 17. Oktober 2026 in Kassel interessant sein. Die Veranstaltung steht unter dem Motto „Nicht neutral! Haltung zeigen und Inklusion verteidigen“. „Wir erleben derzeit, wie ausgrenzende, ableistische und rechte Einstellungen wieder stärker werden. In politischen Debatten und gesellschaftlichen Diskussionen geraten Teilhabe, Selbstbestimmung und Rechte zunehmend unter Druck. Viele Aktivist*innen und Selbstvertreter*innen berichten außerdem von Anfeindungen im Alltag, in sozialen Medien oder bei öffentlichen Events. Mit unserer zweitägigen Veranstaltung wollen wir Raum schaffen, um über diese Entwicklungen ins Gespräch zu kommen. Gemeinsam wollen wir Erfahrungen austauschen, aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen einordnen und darüber diskutieren, wie wir uns gegenseitig stärken und solidarisch handeln können“, heißt es in der Ankündigung der bundesweiten Veranstaltung, für die die Anmeldung noch möglich ist.
Veröffentlicht am 08.09.2026 07:00 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Mit dem Traktor kann der 15-Jährige künftig den Führerschein der Klasse T absolvieren und im Familienbetrieb mitarbeiten Foto: Paravan
PFONSTETTEN-AICHELAU (kobinet)
Wochenlang hatte Paul diesem Tag entgegengefiebert. Schon bei seiner Ankunft im Paravan Mobilitätspark Aichelau wurde deutlich, wie groß seine Leidenschaft für John Deere ist: Die Räder seines Rollstuhls zieren Motive der grünen Traktoren, selbst seine Orthesen tragen das typische John-Deere-Design. Als der 15-Jährige schließlich den Schlüssel für seinen individuell angepassten Traktor entgegennimmt, erfüllt sich für ihn und seine Familie ein lang gehegter Traum. Für Paul ist der John Deere weit mehr als eine Arbeitsmaschine – er eröffnet ihm die Möglichkeit, den Traktorführerschein der Klasse „T“ auf seiner eigenen Maschine zu absolvieren und künftig im landwirtschaftlichen Betrieb seiner Eltern die Mitarbeiter zu unterstützen. Künftig wird Paul im Milchviehbetrieb seiner Eltern eigene Aufgaben übernehmen und mit dem Traktor selbstständig zu den Feldern fahren.
Veröffentlicht am 08.09.2026 06:55 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
260902_Bahnaktion_Hamburg_Hbf Foto: Anti-ableistische Aktion Nord
Hamburg (kobinet)
„‚Ich will, dass Barrierefreiheit zur Priorität wird‘, begründet Lecomte die Besetzung des Bahnsteigs. ‚Es ist nicht nur nice to have, sondern verpflichtend, dass die Bahn Redundanzen schafft.‘ Konkret fordert Lecomte unter anderem mindestens zwei barrierefreie Zugänge für jeden Bahnsteig. Außerdem sollen defekte Aufzüge schneller als in sechs Monaten repariert werden. ‚In der Zeit könnte ich ein Haus bauen‘, sagt sie.“ So heißt es in einem Bericht der Tageszeitung taz vom 6. September 2026 über die Besetzungsaktion von vergangenem Dienstag am Hamburger Hauptbahnhof. Um 23.10 Uhr fuhr die Regionalbahn aus Uelzen am Gleis 13 ein, es war einer der letzten Züge an diesem Abend. 15 Aktivist:innen der Gruppen „Robin Wood“ und „Anti-ableistische Aktion Nord“ stiegen aus. Sie halfen den Rollstuhlnutzer*innen Cécile Lecomte und Joni* aus dem Zug, doch der Aufzug am Gleis war kaputt – und dies seit Juni 2026. So führten die Aktivist*innen eine Besetzung des Gleises durch und protestierten gegen die Deutsche Bahn.
Veröffentlicht am 08.09.2026 06:21 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
64f961fb9745f65f456c9ecf Foto: Unbekannt
Berlin (kobinet)
Nach den Parlamentsferien geht es ab heute, 8. September 2026, mit der Arbeit im Deutschen Bundestag wieder richtig los. Auf dem Programm steht die viertägige Beratung des Bundeshaushalts 2027. Die Haushaltsberatungen sind deshalb von entscheidender Bedeutung, weil hiermit der finanzielle Rahmen für das Handeln der Bundesregierung abgesteckt wird und entscheidende Richtungsstellungen erfolgen. Am 10. September wird voraussichtlich ab 17:50 Uhr der Haushaltsplan des Bundesgesundheitsministerium und am 11. September ab 9:00 Uhr der Haushalt des Bundesministerium für Arbeit und Soziales debattiert. Aber auch die Haushaltsdebatten zu den anderen Ressorts können für behinderte Menschen hochinteressant sein. Die Debatten werden auf www.bundestag.de live im Internet übertragen.
Veröffentlicht am 08.09.2026 06:11 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Pride Parade am 13.7.2024 in Berlin Foto: Bündnis Pride Parade
Berlin (kobinet)
Am 19. September 2026 findet die „behindert und verrückt feiern“ Pride Parade in Berlin statt. Ab 15:00 Uhr werden behinderte Menschen, Menschen mit und ohne psychiatrische Diagnosen sowie ihre Unterstützer*innen auf die Straße gehen. „Mit dem diesjährigen Motto ’selbstbestimmt und laut!‘ werden wir uns selbstbewusst so zeigen, wie wir sind, und gegen Diskriminierung demonstrieren“, heißt es in der Ankündigung des Veranstaltungsteams. Die Pride Parade startet am 19. September um 15:00 Uhr an der Hasenheide / Ecke Jahnstraße. Dann tanzt, rollt und humpelt der Zug mit einem kleinen Schlenker über den Rio-Reiser-Platz zum Endpunkt am Café Südblock, Kottbusser Tor. Dort gibt es ab ca. 17:30 / 18:00 Uhr die Schlusskundgebung mit einem Bühnenprogramm.
Veröffentlicht am 08.09.2026 04:51 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
261023_MAIK_Kongress_2026 Foto: MAIK
München (kobinet)
Am 23. und 24. Oktober 2026 findet in München der 19. MAIK Kongress (hervorgegangen aus dem Münchner Außerklinischer Intensiv Kongress) statt, dessen Thema die außerklinische Intensivversorgung unter den verschiedensten Blickwinkeln ist. Denn diese spezifische Versorgungsform für rund 30.000 Menschen unterschiedlichen Alters wird von vielen Berufsgruppen getragen. Deren Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Medizin, Pflege, Therapie unterschiedlicher Fachrichtung, Hilfsmittelversorgung, Krankenkassen, des Medizinischen Dienstes tauschen sich auf dem Kongress zwei Tage lang miteinander aus. Im Zentrum stehen die Menschen mit Bedarf an außerklinischer Intensivversorgung, die den Kongress aktiv mitgestalten. Genannt seien Dinah Radtke, Anika Zinken, Josephine Otto, Benjamin Bechtle, Amelie und Henriette Cartolano, Matthias Küffner, Michael Mehringer sowie eine Selbsthilfegruppe Tracheostoma. Auch pflegende Angehörige kommen zu Wort und es gibt Formate zu sozialrechtlichen Fragen sowohl in der häuslichen Versorgung als auch der Versorgung von Kindern und jungen Menschen, heißt es in der Ankündigung für den Kongress.
Veröffentlicht am 07.09.2026 16:05 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Geldscheine Foto: Gerhard Bartz
BERLIN (kobinet)
Die im Sozialstaatsbündnis zusammengeschlossenen Organisationen appellieren anlässlich der Haushaltswoche im Deutschen Bundestag, zentrale sozialpolitische Aufgaben im Bundeshaushalt für 2027 auskömmlich zu finanzieren. Der Sozialstaat ist ein zentraler Pfeiler des Gemeinwesens und der Demokratie. Von seinen vielfältigen Leistungen und Funktionen profitieren wir alle: Alte und Junge, Kranke und Gesunde, Arbeitslose und Beschäftigte, Menschen mit und Menschen ohne Beeinträchtigung. Er ist Garant für sozialen Frieden in einer Phase tiefgreifender Veränderungen und Transformationen. Er schafft soziale Sicherheit in unsicheren Zeiten.
Veröffentlicht am 07.09.2026 15:57 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Wappen Bundesland Freistaat Bayern Foto: Gemeinfrei, public domain
MÜNCHEN (kobinet)
Das Bayerische Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales fördert zwei Bauprojekte der Isar-Würm-Lech gGmbH mit insgesamt bis zu 4,8 Millionen Euro. Davon entfallen bis zu 2,9 Millionen Euro auf die Modernisierung der Werkstätte für Menschen mit Behinderung in Landsberg und bis zu 1,9 Millionen Euro auf den Neubau einer Förderstätte in Machtfing.
Veröffentlicht am 07.09.2026 15:53 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Flagge Bundesland Sachsen-Anhalt Foto: gemeinfrei
BERLIN (kobinet)
Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Berufsbildungswerke (BAG BBW) hat den Wahlsieg der AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am 6. September 2026 als Warnsignal für Menschen mit Behinderungen und die inklusive Gesellschaft bewertet. Die AfD habe Inklusion als „gescheitertes Experiment, das beendet werden muss“ bezeichnet und damit den Abbau von Teilhabe angekündigt, erklärte Tobias Schmidt, Vorsitzender der BAG BBW.
Veröffentlicht am 07.09.2026 11:05 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Ferda Ataman Foto: Sarah Eick
Berlin (kobinet)
Nach den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt hat die Unabhängige Bundesbeauftragte für Antidiskriminierung, Ferda Ataman, Betroffene dazu aufgerufen, sich nicht einschüchtern zu lassen, Angriffe zu melden und bei Diskriminierungen Hilfe zu holen. „Für viele Menschen ist dieses Ergebnis ein Schock. Sie haben Angst – vor allem Menschen mit Behinderungen, Migranten und ihre Nachkommen, queere Menschen sowie jüdische und muslimische Menschen. Sie fürchten, dass sich die Stimmungsmache gegen Minderheiten und Andersdenkende nach der Wahl in Diskriminierungen oder handfester Gewalt entlädt. Geben Sie aufeinander acht und holen Sie sich Hilfe bei Antidiskriminierungsstellen, wenn Sie im Job oder bei Alltagsgeschäften benachteiligt werden. Der demokratische Rechtsstaat steht an Ihrer Seite“, betonte Ferda Ataman. Sie bietet den örtlichen Antidiskriminierungsstellen Hilfe bei der Beratung an, zum Beispiel bei der Beratung Betroffener zu Diskriminierungen im Alltag.
Anlässlich des „Internationalen FASD-Tags“ am 9. September 2026 fordert der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen eine bessere Versorgung und mehr Beratungsangebote für Menschen mit Fetalen Alkoholspektrum-Störungen (FASD). In Deutschland leben etwa 800.000 Betroffene, davon rund 130.000 Kinder. Alkoholkonsum während der Schwangerschaft kann zu irreversiblen Schädigungen des zentralen Nervensystems, des Gehirns und zu körperlichen Einschränkungen beim Kind führen.
Veröffentlicht am 07.09.2026 07:56 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Gensecke_Katrin_Wahl2026 Foto: SPD Sachsen-Anhalt
Magdeburg (kobinet)
Für Katrin Gensecke, die Co-Sprecherin von Selbst aktiv – behinderter Menschen in der SPD – war der Wahlabend in Sachsen-Anhalt besonders spannend. Sie hatte zuvor bei der Wahl der Kandidat*innen der SPD den Listenplatz 6 erreicht und führte einen engagierten Wahlkampf. Da acht Vertreter*innen der SPD mit dem Ergebnis von 9,3 Prozent bei einem leichten Zugewinn von 0,9 Prozent der Stimmen den Einzug in den Landtag geschafft haben, ist Kartin Gensecke auch im neuen Landtag mit dabei. Damit hat die sich der Behindertenbewegung zugehörige Sozialdemokratin nun eine zweite Wahlperiode, um auch weiterhin Themen wie Inklusion und Selbstbestimmung in den Landtag einzubringen. Die LIGA Selbstvertretung gratulierte der engagierten behinderten Frau zu diesem Erfolg, auch wenn die Selbstvertretungsorganisation nach diesem Wahlausgang mit großer Sorge auf die zukünftige Politik des Landes blickt. In den Landtagen gäbe es immer noch viel zu wenige behinderte Menschen, konstatierte die LIGA Selbstvertretung.
Veröffentlicht am 07.09.2026 07:19 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Sachsen-Anhalt Foto: public domain
Magdeburg (kobinet)
Der Auftakt für die im September 2026 anstehenden Wahlen hatte es in sich. Nach der Wahl vom 6. September in Sachsen-Anhalt dürfte es schwer sein, eine Mehrheit für eine stabile Regierung zu finden. Die AfD übetraf laut dem vorläufigen Ergebnis sogar noch so manche Umfragen im Vorfeld der Wahl und geht mit 43,8 Prozent der Stimmen als Wahlsieger hervor. Sie gewann 23 Prozent hinzu. Mit großem Abstand folgt die CDU mit 17,2 und einem Verlust von 19,9 Prozent. Nah beeinander folgen dann die SPD, die Grünen und die LINKEN. Die SPD erzielte mit einem leichten Zugewinn von 0,9 Prozent 9,3 Prozent. Die Grünen erreichten dank eines Zugewinns von 3 Prozent 8,9 Prozent und die LINKEN verzeichneten einen Verlust von 2,4 8,6 Prozent. Nach einer Zitterpartie, die sich durch den Wahlabend zog, schaffte das BSW den Einzug in den Landtag mit 5,3 Prozent. Die FDP flog mit einem Verlust von 3,8 Prozent und mit einem verbleibenden Stimmenanteil von 2,6 Prozent aus dem Landtag. Mit 39 Sitzen verfehlte die AfD zwar die von ihr angestrebte absolute Mehrheit mit 39 Sitzen. Eine Regierung ohne die AfD ist jedoch nur möglich, wenn CDU, SPD, Grüne, LINKE und das BSW zusammenarbeiten, die zusammen auf 44 Sitze im neuen Landtag von Sachsen-Anhalt kommen.
Veröffentlicht am 07.09.2026 07:00 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Symbol Paragraph Foto: Kooperation Behinderter im Internet e.V./Tom Kallmeyer (Creative Commons BY-SA 4.0)
BERLIN (kobinet)
Special Olympics Deutschland (SOD) kritisiert den vorliegenden Kabinettsentwurf zum Kinder- und Jugendhilfestrukturreformgesetz (1. KJHSRG) aus dem August. Aus Sicht von SOD bleibt der Entwurf deutlich hinter den Erwartungen an eine inklusive Kinder- und Jugendhilfe zurück. Insbesondere die ursprünglich vorgesehene verbindliche Zusammenführung der Zuständigkeiten für junge Menschen mit und ohne Behinderung ist im Kabinettsentwurf nicht mehr enthalten. Stattdessen soll eine Experimentierklausel Kommunen ermöglichen, eine Gesamtzuständigkeit der Kinder- und Jugendhilfe zunächst zu erproben. SOD fordert, die verbindliche inklusive Ausrichtung im weiteren parlamentarischen Verfahren wieder zu stärken.
Anlässlich der Haushaltswoche im Deutschen Bundestag appellieren 14 im Sozialstaatsbündnis zusammengeschlossene Organisationen, zentrale sozialpolitische Aufgaben im Bundeshaushalt für 2027 auskömmlich zu finanzieren. Die geplanten Kürzungen bei Bundeszuschüssen zur Renten- und Krankenversicherung, beim Wohngeld und Elterngeld schwächten die sozialen Sicherungssysteme in unsicheren Zeiten, so die Kritik. Zudem werde Personalabbau bei der Bundesagentur für Arbeit in einer Phase steigender Arbeitslosigkeit abgelehnt. Auch mögliche Einsparungen beim Klimaschutz werden mit Sorge betrachtet, da Klimaschutz zu den Aufgaben eines vorsorgenden Sozialstaates gehöre.
Menschen sollten nicht allein gegen Diskriminierung vor Gericht kämpfen müssen. Ein Rechtsstreit kann Zeit, Kraft und Geld kosten. Gleichzeitig betrifft Diskriminierung häufig nicht nur einzelne Personen, sondern weist auf strukturelle Probleme hin. Deshalb brauchen Antidiskriminierungsverbände und zivilgesellschaftliche Organisationen nach Ansicht des Bündnis AGG Reform Jetzt! die Möglichkeit, statt der betroffenen Person zu klagen und Diskriminierung gerichtlich feststellen zu lassen. Doch ein solches Verbandsklagerecht fehlt auch im aktuellen Reformentwurf des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG), das aktuell im Bundestag beraten wird. Wenn das AGG jetzt reformiert wird, muss sich das nach Ansicht des Bündnis AGG Reform Jetzt! ändern. Deshalb hat das Bündnis eine Petition zu diesem und weiteren Kritikpunkten des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG), das seit 18. August 2006 in Deutschland gilt, gestartet.
Veröffentlicht am 07.09.2026 05:41 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Meinung
Bayerlein_Christian_2026 Foto: Christian Bayerlein
Koblenz (kobinet)
Wer einen blauen EU-Parkausweis besitzt, darf auf vielen öffentlichen gebührenpflichtigen Parkplätzen kostenlos parken. Auf öffentlich zugänglichen Privatparkplätzen kann diese Parkerleichterung jedoch wirkungslos sein. Christian Bayerlein aus Koblenz hat deshalb eine Zahlungsaufforderung über 57 Euro erhalten. Er fordert in seinem Kommentar für die kobinet-nachrichten eine gesetzliche Schutzregel, bevor private Parkraumbewirtschaftung die staatlich gewährte Parkerleichterung immer weiter aushöhlt.
Veröffentlicht am 07.09.2026 05:25 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Geldscheine Foto: Gerhard Bartz
Machtlfing (kobinet)
Als ob es keine klare Botschaft des Ausschusses der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen zum Abbau von Sondereinrichtungen und zur Entwicklung konkreter Strategien und Maßnahmen in Sachen Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention an Deutschland gäbe, werden in Bayern weiterhin Millionen von Euro in den Bau von neuen Sondereinrichtungen gepunmpt. Wie das Bayerische Sozialministerium mitteilte, fördert dieses nun zwei Bauprojekte der Isar-Würm-Lech gGmbH: „Bis zu 2,9 Millionen Euro kommen der Modernisierung der Werkstatt für Menschen mit Behinderung in Landsberg am Lech zugute. Mit bis zu 1,9 Millionen Euro fördert der Freistaat den Neubau einer Förderstätte für Menschen mit schwerer oder mehrfacher Behinderung in Machtlfing. Beide Einrichtungen schaffen mit modernen Arbeitsplätzen und tagesstrukturierenden Plätzen Perspektiven und stärken individuelle Fähigkeiten. Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf übergibt die symbolischen Förderschecks“, heißt es in der Einladung des bayerischen Sozialministeriums zur Scheckübergabe am heutigen 7. September 2026 in der Isar-Würm-Lech Betriebsstätte in Machtlfing.
Veröffentlicht am 07.09.2026 04:40 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Logo: WDR 5 Foto: WDR
Köln (kobinet)
„Warum Kino mehr Inklusion braucht“, so lautet der Titel eines 20minütigen Features von WDR 5, das am 3. September 2026 ausgestrahlt wurde und auf das Sabine Lohner die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht hat. „Jahrzehntelang wurden Menschen mit Behinderung im Kino meist von nicht behinderten Schauspielerinnen und Schauspielern dargestellt. Die deutsche Komödie ‚Das gewisse Etwas‘ geht einen anderen Weg und setzt auf eine authentische Besetzung. Autorin des Features ist: Andrea Burtz.
Veröffentlicht am 06.09.2026 18:00 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Maximilian Jäger Foto: Peter Maurer / DBS
FRECHEN (kobinet)
Bei der Para Radsport-WM im US-amerikanischen Huntsville präsentiert sich die deutsche Nationalmannschaft zum Auftakt in Topform. Am ersten Wettkampftag holte das Team von Bundestrainer Gregor Lang im Einzelzeitfahren gleich drei Medaillen. Dreiradfahrer Maximilian Jäger krönte sich in der T2-Klasse zum Weltmeister. Angelika Dreock-Käser (T2) und WM-Debütant Daniel Ulmann (H3) fuhren jeweils zu Bronze. Bei drückenden Temperaturen von 36 Grad Celsius und hoher Luftfeuchtigkeit hatten die Straßen von Alabama den Athletinnen und Athleten alles abverlangt. Der Veranstalter aktivierte ein spezielles Hitzeprotokoll mit Kühlstationen, Eis- und Wasserversorgung an der Strecke sowie veränderten Verpflegungsregeln während der Rennen. Das deutsche Betreuerteam steuerte ebenfalls intensiv gegen: mit Kühlwesten, Ventilatoren sowie einem Planschbecken mit eiskaltem Wasser, um die Körperkerntemperatur vor und nach den Rennen stabil zu halten.
Veröffentlicht am 06.09.2026 15:21 von Ralph Milewski in der Kategorie Meinung
Im falschen Film? Foto: Ralph Milewski
Fladungen (kobinet)
„Das gewisse Etwas“ ist die deutsche Neuverfilmung des französischen Kinoerfolgs „Was ist schon normal?“. Zwei Männer geraten auf der Flucht in eine betreute Reisegruppe von Menschen mit Behinderung und geben sich als Teilnehmer und Betreuer aus. Daraus entsteht eine Komödie.
Eine Komödie darf überzeichnen, typisieren und mit Klischees arbeiten. Sie darf albern, sentimental oder vollkommen überdreht sein. Von einer Komödie erwarte ich keinen gesellschaftspolitischen Bildungsauftrag. Nur wird „Das gewisse Etwas“ genau mit einem solchen Anspruch aufgeladen.
Veröffentlicht am 06.09.2026 08:13 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Wahlurne aus welcher oben Wahlzettel herausschauen Foto: Pixabay/ArtRose
Magdeburg (kobinet)
Seit Monaten wird nicht zuletzt angesichts der hohen Umfragewerte der AfD an die 40 Prozent auf den Auftakt der Wahlen im September in Sachsen-Anhalt beblickt. Seit 8:00 Uhr sind nun an diesem 6. September 2026 die Wahllokale geöffnet, wo die knapp 1,7 Millionen Wahlberechtigten ihre Stimme bis 18:00 Uhr abgeben können. Eine Reihe von ihnen hat im Vorfeld bereits per Briefwahl ihr Wahlrecht genutzt. Dahingehend, ob die AfD zukünftig mit absoluter Mehrheit Sachsen-Anhalt regieren kann, welche der kleineren Parteien den Einzug in den Landtag schaffen und welche Koalitionen zukünftig möglich sind, herrscht große Spannung.
Veröffentlicht am 06.09.2026 05:36 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Goldene Statue Justitia mit Schwert und Waage Foto: Sang Hyun Cho auf Pixabay
Frankfurt (kobinet)
Zu einer Konferenz mit dem Titel „Strategische Prozessführung im Behindertenrecht“ am 4. Dezember 2026 von 10.00 Uhr bis 16.30 Uhr im Main Forum in Frankfurt am Main lädt die Universität Kassel ein. „Die Tagung richtet sich an Akteur:innen aus Wissenschaft und Praxis, insbesondere aus Gewerkschaften, Sozial- und Behindertenverbänden, der Antidiskriminierungs- und Menschenrechtsarbeit, der Anwaltschaft sowie der universitären und außeruniversitären Forschung.“ Die Veranstaltung ist kostenfrei und findet zum Teil in englischer Sprache statt. Diese Tagung verwendet als Beispiel das aktuelle Gerichtsverfahrens zum Mindestlohn in Werkstätten für Menschen mit Behinderungen (WfbM) und soll aufzeigen, welche rechtlichen Hebel in Zukunft verstärkt genutzt werden können. Die Anmeldung ist bis zum 1. Oktober 2026 per Mail unter [email protected] möglich. Aufgrund der begrenzten Teilnehmendenzahl wird eine frühzeitige Anmeldung empfohlen.
Veröffentlicht am 06.09.2026 05:25 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Cover des Buchs von Uwe Heineker zur Umsetzung der UN-BRK Foto: Uwe Heineker
Berlin (kobinet)
Das Vorstandsmitglied des Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter (BSK) und Inklusions-Gestalterin Martina Scheel hat das Werk „2031 – Deutschland, die Welt blickt auf dich! Anklage-Protokoll des eklatanten Völkerrechtsbruchs“ von Uwe Heinecker aus der Perspektive der Inklusionspraxis rezensiert. „Im Mittelpunkt ihrer Besprechung stehen die strukturellen Barrieren, die einer konsequenten Umsetzung von Inklusion und gesellschaftlicher Teilhabe entgegenstehen. Scheel hebt insbesondere die Auseinandersetzung des Buches mit dem inklusiven Arbeitsmarkt und dem deutschen Werkstättensystem hervor. Das Werk zeige, so Scheel, dass der Transformationsprozess hin zu einem inklusiven Arbeitsmarkt nicht allein eine organisatorische Herausforderung sei, sondern auch historisch gewachsene Strukturen und politische Rahmenbedingungen berücksichtigen müsse“, heißt es in der Ankündigung der Rezension auf der Internetseite des BSK.
Trotz anfänglichem Regen besuchten am 5. September 2026 über 5000 Menschen den Aktionstag Vielfalt in Buxtehude, der von der Lebenshilfe Niedersachsen und der Lebenshilfe Buxtehude ausgerichtet wurde. Der alle zwei Jahre an wechselnden Orten in Niedersachsen stattfindende Tag stand unter dem Motto der gelebten Inklusion und Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen.