Mehr Zeit für Bremer Gymnasium

Veröffentlicht am von Ottmar Miles-Paul

Emoji Inklusion
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Bild: Aktion Mensch e.V.

Bremen (kobinet) Im Juli diesen Jahres wurde die Klage einer Schulleiterin eines Gymnasiums im Bremer Stadtteil Horn beim Bremer Verwaltungsgericht gegen die Einrichtung einer Inklusionsklasse für das nun laufende Schuljahr abgelehnt. In einem am Samstag erschienenen Bericht der Nordwest-Zeitung wurde nun bekannt, dass das Bremer Gymnasium ein Jahr zusätzlich Zeit bekommt, ein entsprechendes Konzept für die Inklusion zu entwickeln. Die drei betroffenen Inklusionskinder würden nun spätestens nach den Herbstferien auf andere Bremer Schulen gehen, die die Kinder individuell fördern wollen. 

Die Kinder besuchten dem Bericht zufolge seit August das Gymnasium Horn. Für die Bremer Bildungssenatorin Claudia Bogedan von der SPD stehen die Kinder im Mittelpunkt, so dass sich die Situation nicht auf die Förderung und das Wohlbefinden der Kinder auswirken dürfe. Das Gymnasium hat nun ein Jahr Zeit, eine gute Inklusionsbeschulung für das Schuljahr 2019/2020 vorzubereiten. So verständlich die Entscheidung der Senatorin im Sinne der Kinder sei und so begrüßenswert das Angebot der anderen Schulen zur Aufnahme der Kinder ist, ist es für das NETZWERK ARTIKEL 3 beschämend, was das Gymnasium in Bremen sich leiste.

Link zu einem Bericht der kobinet-nachrichten über den Inklusionsstreit

Link zum Bericht in der NWZ Online

Lesermeinungen zu “Mehr Zeit für Bremer Gymnasium” (3)

Von Benedikt Fischer

Es sind sogar 45 Jahre, was das Ganze noch trauriger macht!
Und egal, was da alles im Detail stimmt oder nicht stimmt in Bremen, so scheint doch ziemlich klar zu sein, dass Konzepte und entsprechende Organisation fehlen bzw. die Schulen damit alleingelassen werden. Und vom Senat: Große Worte,nix dahinter - da hätte man längst „Nägel mit Köpfen“ machen können. Hat man aber nicht. Stellt sich die Frage: Wollte man überhaupt, oder war’s nur gut für‘s Image,
also nie wirklich gewollt?!

Von Uwe Heineker

Am 12. und 13. Oktober 1973, also vor 38 (!!!) Jahren, verabschiedete die Bildungskommission des Deutschen Bildungsrates auf ihrer 34. Sitzung die Empfehlung "Zur pädagogischen Förderung
behinderter und von Behinderung bedrohter Kinder und Jugendlicher". Erstmals brach sie das Dogma einer bloß an
Sonderschulen orientierten sonderpädagogischen Förderung, das davon ausging, dass behinderten
Kindern und Jugendlichen "mit besonderen Maßnahmen in abgeschirmten Einrichtungen
am besten geholfen werden könne". Bereits in der Einführung wird dem der Satz
entgegengestellt: "Die Bildungskommission folgt dieser Auffassung nicht". Vielmehr
forderte sie vielfältige Formen der Durchlässigkeit zwischen Einrichtungen sonderpädagogischer
Förderung und allgemeinen Schulen. Insbesondere ging sie von der "prinzipiellen Bildungsfähigkeit
jedes Kindes" aus und verlangte zwingende Rücksicht auf die Individualisierung
der Lernanforderungen durch äußere und innere Differenzierung.

Fazit: handeln statt diskutieren!

Von Dagmar B

Was hat sich das Gymnasium denn geleistet ?
Bedauerlicherweise bleibt das unklar.
Hier dazu ein Beitrag.
https://www.daserste.de/information/wissen-kultur/ttt/videos/inklusion-video-100.html

Insbesondere das Fehlen einer Sonderpädagogin , die die Kinder in der separaten Küche unterrichten soll , scheint mir interessant.
Eine Förderkraft soll laut :https://www.butenunbinnen.de/nachrichten/gesellschaft/gymnasium-horn-inklusion-100.html
erst wieder im Februar 2019 zur Verfügung stehen.
Ob bereits seit 5 Wochen keine Förderpädagogin mehr im Gymnasium ist , wird von ARD bekräftigt , von Bogedan jedoch verneint.
Was hat sich denn nun zugetragen und wer ist schuld ?

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