Menu Close

VdK Saarland warnt vor Abschaffung der Berichtspflicht des Pflegebeauftragten

Logo VdK Deutschland
Logo VdK Deutschland
Foto: VdK Deutschland

SAARBRÜCKEN (kobinet)

Anlässlich der Anhörung zum Entwurf eines Gesetzes zur Modernisierung der saarländischen Landesverwaltung am 16. September 2026 warnt der Sozialverband VdK Saarland vor einem Verlust an Transparenz im Pflegesystem des Bundeslandes. Der Gesetzentwurf sieht vor, die gesetzliche Berichtspflicht des saarländischen Pflegebeauftragten im Zuge des Bürokratieabbaus ersatzlos zu streichen. „Bürokratieabbau darf nicht dazu führen, die Stimme der Pflegebedürftigen im Land zu schwächen“, stellt Peter Springborn, Landesgeschäftsführer des VdK Saarland in diesem Zusammenhang fest. Der Pflegebericht dokumentiere Missstände öffentlich und zeige strukturelle Herausforderungen auf, die andernfalls unsichtbar blieben und nicht diskutiert würden. Aus Sicht des VdK sei der Bericht eine Pflichtlektüre für jedes Mitglied im Sozialausschuss des saarländischen Landtags, um fundierte politische Entscheidungen treffen zu können.

Bündnis fordert Ende des E-Scooter-Freefloating in Berlin ab April 2027

Zwei am Wegrand abgestelle E-Roller brauchen fast ein Drittel der Wegfläche
Zwei am Wegrand abgestelle E-Roller brauchen fast ein Drittel der Wegfläche
Foto: H. Smikac

BERLIN (kobinet)

Das Bündnis „E-Scooter aus dem Weg“ hat Verkehrssenatorin Ute Bonde (Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt) in einem offenen Brief aufgefordert, das Freefloating-Modell für Leih-E-Scooter in Berlin zu beenden. Ab dem 1. April 2027 sollen Sondernutzungserlaubnisse nur noch für das Anbieten und Abstellen an festen Stationen erteilt werden. Die Zahl der genehmigten Fahrzeuge soll sich dabei an der Kapazität der vorhandenen Stationen orientieren.

Baden-Württemberg stärkt Impfschutz mit Aktionsplan

Bild einer Hand, die eine Injektionsspritze hält
Bild einer Hand, die eine Injektionsspritze hält
Foto: Tumisu In neuem Fenster öffnen via Pixabay In neuem Fenster öffnen

STUTTGART (kobinet)

Impfungen gehören zu den wirksamsten Maßnahmen zum Schutz vor Infektionskrankheiten. In Baden-Württemberg liegen die Quoten bei vielen Impfungen dennoch unter dem Bundesdurchschnitt. Das soll sich jetzt ändern: Das Ministerium für Soziales, Arbeit und Gesundheit hat gemeinsam mit zahlreichen Akteurinnen und Akteuren aus dem Gesundheitswesen den Aktionsplan „Impfen in Baden-Württemberg stärken“ verabschiedet. Das Ministerium für Soziales, Arbeit und Gesundheit hat den Aktionsplan in der Landesarbeitsgemeinschaft Impfen gemeinsam mit zahlreichen Akteurinnen und Akteuren aus dem Gesundheitswesen erarbeitet. Er bündelt Maßnahmen in fünf zentralen Handlungsfeldern. Dabei stehen die besseren Informationen, die leichtere Zugänglichkeit zu Impfungen, das Nutzen digitaler Möglichkeiten, entsprechende Anreize sowie das Stärken der Zusammenarbeit aller an den Impfungen Beteiligten im Fokus des Plans.

Forschung für gleichberechtigte Teilhabe sichtbar gemacht

Prof. Dr. Theresia Degener bei ihrer Keynote Rede
260916_Keynote_Degener
Foto: Martin Reichstein

Siegen (kobinet)

Wie kann gleichberechtigte Teilhabe für Menschen mit Behinderungen konkret verwirklicht werden – insbesondere dort, wo Menschen leben, arbeiten und ihren Alltag gestalten? Mit dieser Frage beschäftigte sich der 4. Kongress der Teilhabeforschung, der am 10. und 11. September 2026 an der Universität Siegen stattfand. Rund 230 Teilnehmer*innen aus Wissenschaft und Beteiligte an Forschungsprojekten kamen auf dem Campus Unteres Schloss zusammen, um aktuelle Forschungsansätze zu diskutieren, Erfahrungen auszutauschen und Perspektiven für die Weiterentwicklung inklusiver Strukturen zu entwickeln. Die Beteiligung von Wissenschaftler*innen aus Simbabwe und Tschechien hat die internationale Bedeutung der Teilhabeforschung deutlich gemacht.

Interview zum Leben in zwei Welten von Codas und Dohas

Logo der Interviewreihe Fensterblick
260916_Fensterblick
Foto: KSL.NRW

Gelsenkirchen (kobinet)

Menschen, die zum Beispiel hörende Kinder tauber Eltern sind, können so empfinden, als ob sie in zwei Welten leben würden. Sie übersetzen zum Beispiel für ihre Eltern in Lautsprache und bekommen gleichzeitig die Diskriminierung mit, die ihre Eltern erfahren. Gleichzeitig werden sie gegebenenfalls nicht richtig von der Gehörlosengemeinschaft anerkannt, obwohl sie möglicherweise gerne „allies“, also freundschaftlich verbunden wären. Und dadurch, dass beispielsweise Deutsche Gebärdensprache (DGS) noch nicht überall voll als eigene Sprache anerkannt ist, kann es passieren, dass Dohas sprachliche Deprivation erleben. ZU dieser Thematik hat Anna Cebulla vom Kompetenzzentrum für Menschen mit Sinnesbehinderung Nordrhein-Westfalen ein Interview mit der Coda Magdalena Grybz geführt.

Link zum Interview

Neuer Newsletter des Deutschen Behindertenrat erschienen

Logo Deutscher Behindertenrat (DBR)
Logo Deutscher Behindertenrat (DBR)
Foto: Deutscher Behindertenrat

Berlin (kobinet)

In seinem neuesten Newsletter verweist der Deutsche Behindertenrat (DBR) auf die im September 2026 in mehreren Bundesländern stattfindende Landtagswahlen. Die erste Landtagswahl in Sachsen-Anhalt bereitet dem Verbändebündnis Anlass zu großer Sorge. „Wahlen sind immer ein Moment, in dem politische Weichen gestellt werden. Für Menschen mit Behinderungen ist das besonders relevant: Ob Teilhabe gelingt, Barrieren abgebaut werden und notwendige Unterstützung gesichert ist, hängt wesentlich von politischen Entscheidungen ab. Auch der Deutsche Behindertenrat (DBR) bleibt deshalb im politischen Austausch und bringt die Perspektiven von Menschen mit Behinderungen in aktuelle Prozesse ein. Ein Schwerpunkt der vergangenen Wochen war erneut die Eingliederungshilfe: Mit einem Offenen Brief hat der DBR vor den geplanten Einsparungen und möglichen Verschlechterungen gewarnt. Gemeinsam mit weiteren Verbänden und Bündnissen wird derzeit an einer erneuten Positionierung gearbeitet“, heißt es u.a. in der Einführung zum Newsletter vom Team des Deutschen Behindertenrates. Politisch bleibe also viel in Bewegung. Und gerade in Zeiten, in denen wichtige Entscheidungen anstehen, gelte: „Menschen mit Behinderungen müssen gehört und beteiligt werden – nicht nur an der Wahlurne, sondern auch bei den politischen Entscheidungen, die ihr Leben unmittelbar betreffen“.

Link zum Newsletter des Deutschen Behindertenrat vom September 2026

Aufruf zum 25. Deutschen Hörfilmpreis 2027

Infozeichen
Infozeichen
Foto: Susanne Göbel

Berlin (kobinet)

Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) verleiht am 16. März 2027 bei einer Jubiläumsgala in Berlin zum 25. Mal den Deutschen Hörfilmpreis. Bis zum 15. Oktober 2026 können Vorschläge für Hörfilm-Produktionen in den folgenden sechs Kategorien eingereicht werden:

– Spielfilm Kino

– Spielfilm TV/Mediatheken/Streaming

– Serie

– Dokumentation

– Kinder-/Jugendfilm

– Filmerbe

Junge Selbstvertretung wird Mitglied bei der Interessenvertretung Selbstbetimmt Leben

Sharepic mit neunem ISL-Vorstand
260911_ISL_Vorstand
Foto: ISL

Berlin (kobinet)

Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) hat am 10. und 11. September 2026 in Berlin ihre Mitgliederversammlung abgehalten. Einstimmig aufgenommen wurde JuMemB, der Verband junger Menschen mit Behinderungen. Damit hat die Selbstvertretung behinderter Menschen in Deutschland erstmals eine bundesweite Vertretung, die von jungen behinderten Menschen selbst getragen wird. JuMemB ging aus der Frage hervor, warum es für Kinder und Jugendliche keine eigene bundesweite Selbstvertretung gibt. Aus einem ersten Treffen im Februar 2022 mit rund 15 Personen sind inzwischen 27 Aktive geworden; im März 2026 gründete sich der Verein und wählte Lilith, Lukas und Theresa in den Vorstand. Vertreten werden junge Menschen von zwölf bis 27 Jahren. Die Mitgliederversammlung benannte Justus Lauer zugleich als Beirat für Jugend-Behindertenpolitik.

VdK warnt vor Betrugsanrufen

Schwarzes  Handtelefon leigt auf einem  Tisch
Schwarzes Handtelefon leigt auf einem Tisch
Foto: H. Smikac

SAARBRÜCKEN (kobinet)

Der Sozialverband VdK Saarland warnt aktuell eindringlich vor betrügerischen Anrufen zum Thema Hausnotruf, nachdem im Raum Völklingen bereits mehrere solcher Versuche bei Mitgliedern gemeldet wurden. Die Täter geben sich am Telefon als Mitarbeiter des VdK oder einer vermeintlichen Partnerfirma aus und versuchen gezielt, sensible Informationen wie die Krankenkassen- und die VdK-Mitgliedsnummer abzufragen. Der VdK stellt hierzu unmissverständlich klar, dass er zwar mit seriösen Kooperationspartnern zusammenarbeitet, den Hausnotruf jedoch nicht aktiv am Telefon bewirbt. Mitglieder werden zu diesem Thema nicht unaufgefordert angerufen, und es werden unter keinen Umständen persönliche Daten telefonisch abgefragt. Betroffene sollten solche Gespräche sofort abbrechen, keinesfalls Auskünfte erteilen und sich im Verdachtsfall direkt an das VdK-Servicetelefon unter 0800 835 7227 wenden, um den Vorfall zu melden.

Paritätischer Baden-Württemberg fordert Stärkung sozialer Infrastruktur für Demokratie

Logo Der Paritätische Wohlfahrtsverband Landesverband Baden-Württemberg
Logo Der Paritätische Wohlfahrtsverband Landesverband Baden-Württemberg
Foto: Der Paritätische Wohlfahrtsverband Landesverband Baden-Württemberg e.V.

STUTTGART (kobinet)

Anlässlich des heutigen Internationalen Tages der Demokratie fordert der Paritätische Wohlfahrtsverband Baden-Württemberg eine nachhaltige Stabilisierung der sozialen Infrastruktur im Land. Die Träger der Freien Wohlfahrtspflege und Fachverbände müssten stärker in politische Entscheidungsprozesse einbezogen und unterstützt werden, da sie mit ihren Angeboten einen unverzichtbaren Beitrag zum sozialen Zusammenhalt und zur Demokratie leisteten. Die Landesregierung solle die Sorgen der Menschen ernst nehmen und soziale Sicherheit zur Priorität machen.

Neues Lagebild Antidiskriminierung: Beratungsfälle aus der Arbeitswelt deutlich gestiegen

Symbol Paragraph
Symbol Paragraph
Foto: Kooperation Behinderter im Internet e.V./Tom Kallmeyer (Creative Commons BY-SA 4.0)

BERLIN (kobinet)

Die zivilgesellschaftlichen Antidiskriminierungsberatungsstellen haben im Jahr 2025 insgesamt 4.106 neue Diskriminierungsfälle dokumentiert. Das entspricht durchschnittlich 142 Fällen pro Beratungsstelle – ein Anstieg von 19,0 Prozent im Vergleich zu 2024 und 35,9 Prozent im Vergleich zu 2023. Dies geht aus dem am 15. September veröffentlichten *Zivilgesellschaftlichen Lagebild Antidiskriminierung 2025* hervor, für das die Beratungsdaten von 29 der 40 Mitgliedsorganisationen des Antidiskriminierungsverbands Deutschland (advd) ausgewertet wurden.

Gesetzlicher Handlungsbedarf für barrierefreie Wahlen in Berlin

Wappen Bundesland Berlin
Wappen Bundesland Berlin
Foto: Gemeinfrei, public domain

Berlin (kobinet)

Am 20. September 2026 wird in Berlin gewählt. Im Vorfeld der anstehenden Wahlen hat die Monitoring-Stelle UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) am Deutschen Institut für Menschenrechte die Berliner Landeswahlordnung (LWO) einer umfassenden Normenprüfung unterzogen. Dabei wurden die bestehenden Regelungen der LWO auf ihre Vereinbarkeit mit der UN-BRK überprüft. Gegenüber der letzten Normenprüfung sind erhebliche Fortschritte zu verzeichnen, etwa bei den Barrierefreiheitshinweisen in der Wahlbenachrichtigung, den Stimmzettelschablonen und der assistierten Stimmabgabe. Dennoch setzt die Landeswahlordnung die menschenrechtlichen Vorgaben der UN-BRK in mehreren zentralen Punkten noch nicht vollständig um.

Was bedeutet Demokratie für dich?

Logo Aktion Mensch e. V.
Logo Aktion Mensch e. V.
Foto: Aktion Mensch e. V.

Bonn (kobinet)

Heute, am 15. September ist Internationaler Tag der Demokratie. Die Aktion Mensch hat zu diesem Anlass unterschiedliche Menschen gefragt, was Demokratie für sie bedeutet. Sie haben unter anderem mit „Freiheit“, „Gemeinschaft“, „Zuhören“ und der „Möglichkeit für Mitgestaltung“ geantwortet. „Allerdings: Nicht jede*r hat den Mut oder die Kraft, sich selbstständig in politische Prozesse einzubringen. Doch eine Demokratie lebt vom WIR. Davon, dass sich möglichst viele verschiedene Menschen einbringen. Wer Inklusion stärkt, fördert auch gleichzeitig die Demokratie. Hier erfährst du mehr zu dem Zusammenhang“, heißt es im Newsletter der Aktion Mensch.

Link zu Infos der Aktion Mensch

Noch bis zum 20. September 2026 läuft zudem die 22. Woche des bürgerschaftlichen Engagements unter dem Leitsatz „Engagement macht stark!“. Dabei zeigen Tausende Engagierte, Vereine, Initiativen, Organisationen und Unternehmen, wie vielfältig freiwilliges Engagement in Deutschland ist: Rund 27 Millionen Menschen engagieren sich bereits ehrenamtlich und setzen sich für eine starke und solidarische Gesellschaft ein. In diesem Jahr ist die Engagement-Plattform der Aktion Mensch zum zentralen Anlaufpunkt für alle Aktionen der Aktionswoche.

Link zu weiteren Infos

Petition: Psychische Krisen sind kein Sicherheitsrisiko: Rechtsruck stoppen!

Sharepic zur Petition Psychiatrie-Erfahrener
260915_Petition_Psychaitrie_Erfahrener
Foto: Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener / We Act

Kassel (kobinet)

„Psychische Krisen sind kein Sicherheitsrisiko: Rechtsruck stoppen!“ So lautet der Titel einer Petition des Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener an die Gesundheits- und Innenminister*innen der Länder und des Bundes, die auf der Petitionsplattform We Act von Campact eingestellt wurde. „Wir beobachten, dass es in mehreren Bundesländern Gesetzesreformen gibt, die die Rechte psychiatrisch Diagnostizierter immer weiter einschränken. Beispielsweise werden auf Bundesebene ein umfassender Datenaustausch vorbereitet und die ambulante Zwangsbehandlung eingeführt. Diese Entwicklungen stehen im Kontext eines politischen Klimas, in dem sicherheitspolitische Argumente zunehmend in den Vordergrund rücken. Es wird argumentiert, dass psychiatrisch diagnostizierte Personen potenziell gewalttätig seien“, heißt es u.a. zum Hintergrund der Petition. „Statt Überwachung und Stigmatisierung fordern wir Unterstützung und Selbstbestimmung. Wir sagen Nein zur zunehmenden sicherheitsrechtlichen Ausrichtung von Unterstützungssystemen“, lautet die Forderung des Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener.

Link zur Petition

Behindertenbeauftragte aus Bund und Ländern waren zu Gast bei der Bauministerkonferenz

Behindertenbeauftragte bei der Bauministerkonferenz
260911_Bauminkonf_Beauftragte
Foto: Sandra Kissling-Thomas, Bayerisches Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales

Berlin (kobinet)

Am 10. und 11. September 2026 fand in Berlin die Bauministerkonferenz statt. Zu Gast waren die Mitglieder der Konferenz der Beauftragten aus Bund und Ländern für die Belange von Menschen mit Behinderungen (KBB), die konkrete Vorschläge zum Thema barrierefreies Bauen und Wohnen machten. Die Berliner Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen, Christine Braunert-Rümenapf, erläuterte: “Oft wird Barrierefreiheit als Kostentreiber bei Baukosten angesehen. Das ist jedoch falsch. Wenn Barrierefreiheit von Anfang an mitgedacht wird, erhöhen sich die Baukosten nur minimal.“

Link zur Presseinformation der Beauftragten und zu weiteren Infos

Tag der offenen Tür des Marburger Netzwerk für Teilhabe und Beratung: Behinderung neu denken

Infozeichen
Infozeichen
Foto: Susanne Göbel

Marburg (kobinet)

Am 17. September 2026 öffnet von 15:00 – 18:00 Uhr die Ergänzende Unabhängige Teilhabeberatung (EUTB®) des Netzwerks für Teilhabe und Beratung (NTB e. V.) in Marburg ihre Türen. Die Besucher*innen erwartet ein Programm aus Impulsen, Diskurs und gegenseitigem Austausch. Das diesjährige Schwerpunktthema ist „Behinderung ‚neu‘ denken!“ mit einer Lesung von Hadija Haruna-Oelker aus ihrem Buch „Zusammensein: Plädoyer für eine Gesellschaft der Gegenseitigkeit“. Zudem gibt es ein Austausch zum Thema „Selbstverständnis von Behinderung in der Beratung“. Auch Fragen zur Arbeit der EUTB® haben an diesem Tag selbstverständlich Platz. Die Veranstaltung findet mit Gebärdendolmetschung und in rollstuhlzugänglichen Räumen statt. Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Veranstaltungsort ist NTB e. V., Auf der Weide 1, Marburg.

Das detaillierte Programm gibt’s unter:

https://netzwerk-teilhabe.de/aktuelles/

Neuer BV BFW-Vorstand setzt Schwerpunkte für berufliche Rehabilitation

Zeichnung mit Personen, die nebeneinander  arbeiten, lernen und demonstrieren
Zeichnung mit Personen, die nebeneinander arbeiten, lernen und demonstrieren
Foto: Pixabay/OpenClipart-Vectors

BERLIN (kobinet)

Der Bundesverband Deutscher Berufsförderungswerke (BV BFW) hat einen neuen Vorstand für die kommende dreijährige Amtsperiode gewählt. Der Verband, der 28 Berufsförderungswerke mit rund 100 Standorten und etwa 12.000 Qualifizierungsplätzen vertritt, will damit Impulse für die Weiterentwicklung der beruflichen Rehabilitation setzen. Als zentrale Handlungsfelder nennt der Vorstand den Ausbau der Zusammenarbeit mit Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern, die Stärkung von Qualitätssicherung und Angebotsentwicklung, die Unterstützung der Mitglieder bei strategischen Fragestellungen sowie die Intensivierung der politischen Arbeit. Zudem stehen die Chancen und Herausforderungen Künstlicher Intelligenz für die berufliche Rehabilitation im Fokus. Der Verband hat bereits das vom Bundesarbeitsministerium geförderte Projekt „KI als unterstützende Lernassistenz in der beruflichen Rehabilitation“ gestartet und führt das Projekt „KI-Kompass Inklusiv“ fort. Der Vorstand diskutierte zudem die Vorschläge der Rentenkommission und fordert eine stärkere Berücksichtigung von Unterstützungsangeboten für Menschen, die länger im Erwerbsleben bleiben sollen. Mit Blick auf die steigende Nachfrage nach Leistungen der beruflichen Rehabilitation fordert der BV BFW eine bedarfsgerechte Weiterentwicklung der Finanzierung.

Hotel „Wolke 4-7“ im kubic mit inklusivem Team eröffnet

Vor einem großen Fenster stehen zwei mit weißer Bettwäsche bezogene Betten
Doppelzimmer Hotel „Wolke 4-7“ im kubic
Foto: Lebenshilfe Erlangen

ERLANGEN (kobinet)

Im Erlanger kubic hat das Hotel „Wolke 4-7“ auf den oberen Etagen eröffnet. Betrieben wird es gemeinsam mit dem bereits bestehenden Bistro „Patio“ von der Inklusionsgesellschaft „Gast und Geber gGmbH“, die die Lebenshilfe Erlangen e.V. für diesen Zweck gegründet hat. In diesem Haus arbeiten Menschen mit und ohne Beeinträchtigung partnerschaftlich zusammen. Das Hotel bietet 27 Zimmer, darunter Doppel- und Einzelzimmer, Familienzimmer sowie vier barrierefreie Zimmer. Diese sind klar und freundlich gestaltet, ruhig gelegen und bieten Rückzugsmöglichkeit sowie Schlafkomfort. Tina Kotz wünscht sich eine bunte Gästeschaft: „Alle sollen kommen und sich im Patio und im Hotel wohlfühlen, dann sind wir glücklich.“ Das Bistro „Patio“ ist montags bis freitags von 8.00 Uhr bis 16.00 Uhr geöffnet. Weitere Informationen zum Bistro und Hotel gibt es unter www.hotel-wolke.de.

NRW: Eltern und Selbsthilfe legen Aktionsplan für inklusive Bildung vor

Flagge Bundesland Nordrhein-Westfalen
Flagge Bundesland Nordrhein-Westfalen
Foto: Gemeinfrei, public domain

DÜSSELDORF (kobinet)

Mehr als vier Jahre nach der Ankündigung im Koalitionsvertrag wartet Nordrhein-Westfalen weiter auf einen Aktionsplan für inklusive Bildung. Obwohl das 9. Schulrechtsänderungsgesetz seit 2014 vorsieht, dass sonderpädagogische Förderung in der Regel an allgemeinen Schulen stattfindet, fehlt vielen Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen oder Förderbedarfen ein wohnortnaher inklusiver Schulplatz in angemessener Qualität. Die Landesregierung hat zwar einzelne Maßnahmen ergriffen, einen umfassenden Aktionsplan gibt es jedoch bisher nicht. Eltern und Selbsthilfeorganisationen haben nun selbst einen solchen Plan erarbeitet. Die „LAG SELBSTHILFE NRW“ e.V., „Gemeinsam Leben, Gemeinsam Lernen NRW“ und der „mittendrin e.V.“ veröffentlichten mit Unterstützung des „Landesbehindertenrats NRW e.V.“ einen Aktionsplan inklusive Bildung. Dieser umfasst sechs Handlungsfelder: Ausbauplanung inklusiver Schulplätze, Ressourcensteuerung, Qualitätsentwicklung, Elternunterstützung, Bedarfsfeststellung sowie den Übergang von Schule in den Beruf.

BAG BBW: Teilhabe stärkt gesellschaftlichen Zusammenhalt

Berufsbildungswerk Abensberg Luftbild von Berufsbildungswerk Abensberg
Berufsbildungswerk Abensberg Luftbild von Berufsbildungswerk Abensberg
Foto: Berufsbildungswerk Abensberg (Creative Commons BY-SA 4.0)

BERLIN (kobinet)

Anlässlich des Internationalen Tags der Demokratie am 15. September betont Tobias Schmidt, Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft der Berufsbildungswerke (BAG BBW), die Bedeutung von Inklusion für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Angesichts des Wahlsiegs der AfD in Sachsen-Anhalt sei es notwendig, die Werte der Demokratie zu stärken und zu verteidigen, so Schmidt. Demokratie und Inklusion gehören zusammen, insbesondere mit Blick auf Menschen mit Behinderungen dürfe es keinen Rückbau bei der Inklusion geben. Inklusion sieht die BAG BBW nicht als freiwilliges gesellschaftliches Projekt, bei dem je nach politischer oder finanzieller Lage Abstriche gemacht werden könnten – sie sei ein Menschenrecht, erklärte Schmidt. Strukturen, die über viele Jahre aufgebaut wurden und Teilhabe ermöglichen, müssten erhalten und weiterentwickelt werden. Auch in den Berufsbildungswerken gehöre Teilhabe zum Alltag, so Schmidt. Berufsbildungswerke vermittelten jungen Menschen mit Behinderung nicht nur berufliche Kompetenzen, sondern gäben ihnen die Möglichkeit, ihre Interessen zu vertreten und bei Entscheidungen mitzubestimmen. Damit leisteten die Berufsbildungswerke einen Beitrag zu demokratischer Bildung und Teilhabe.

Auch bei Kommunalwahlen in Niedersachsen legt die AfD zu

Landkarte Lage Niedersachsen in Deutschland
Landkarte Lage Niedersachsen in Deutschland
Foto: Gemeinfrei https://de.wikipedia.org/wiki/Flaggen_und_Wappen_der_L%C3%A4nder_der_Bundesrepublik_Deutschland

Hannover (kobinet)

Zwischen der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt und den am 20. September 2026 anstehenden Wahlen der Landesparlamente in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin lieferte die Kommunalwahl in Niedersachsen vom 13. September einen weiteren wichtigen Stimmungstest. Und auch hier legte die AfD nach einer auf tagesschau.de veröffentlichten Hochrechnung zu, während die anderen Parteien, bis auf die LINKEN, Federn ließen. Der Hochrechnung zufolge kam die CDU mit -4,0 Prozent auf 27,7 Prozent der Stimmen. Die SPD verlor 5,5 Prozent und landete bei 24,5 Prozent, gefolgt von der AfD, die mit einem Zuwachs von 11,9 Prozent auf 16,5 Prozent kam. Die Grünen erzielten bei einem Minus von 2,3 Prozent der Stimmen 13,6 Prozent. Die LINKE erzielte einen Zuwachs von 3,1 Prozent und erreichte 5,0 Prozent, während die FDP 2,9 Prozent einbüßte und 3,6 Prozent der Wählerstimmen bekam.

Link zum Bericht der tagesschau vom 13. September 2026 Stand 22.02

Corinna Rüffer: Kopfschütteln über Untätigkeit der Bundesregierung bei steigender Arbeitslosigkeit Schwerbehinderter

Corrina Rüffer
Corrina Rüffer
Foto: Irina Tischer

Berlin (kobinet)

Die steigende Arbeitslosigkeit schwerbehinderter Menschen hat die behindertenpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion von Bündnis 90 / Die Grünen zum Anlass für eine Frage im Bundestag an die Bundesregierung genutzt. Mit der Antwort und dem Handeln der Bundesreigerung ist die Grünen-Abgeordnete nicht zufrieden, wie ihr Statement zur Antwort der Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Kerstin Griese, zeigt. Corinna Rüffer erklärte: „Die Zahl der arbeitslosen Menschen mit einer Schwerbehinderung ist etwa dreimal so stark gestiegen wie die allgemeine Arbeitslosenzahl. Das macht doch deutlich, dass – wenn der Arbeitsmarkt stottert – als erstes die Menschen mit Schwerbehinderung gefeuert werden. Die Antwort der Bundesregierung und ihr Verweis auf den besonderen Kündigungsschutz bei Schwerbehinderung nimmt dies schlicht nicht zur Kenntnis. Bei diesem Grad an Realitätsverweigerung braucht man natürlich auch nicht politisch tätig zu werden, aber die betroffenen Menschen kann das nur kopfschüttelnd zurücklassen.“

Eisgrillen: Wir feiern Zukunftsplanung

Cover des IGEL-Podcast Lust auf Zukunftsplanung zum Eisgrillen
260913_345_Zukunftsplanung_Eisgrillen
Foto: IGEL-Media

Schorndorf / Hamburg (kobinet)

„Eisgrillen: Wir feiern Zukunftsplanung“, so hat Ellen Keune die neueste Ausgabe des Podcasts Inklusion Ganz Einfach Leben (IGEL) im Rahmen der Reihe Lust auf Zukunftsplanung getitelt. In dieser mittlerweile 16. Ausgabe des Podcast zur Persönlichen Zukunftsplanung spricht Ellen Keune mit Céline Müller, Björn Abramsen, die von Anfang an und nunmehr seit rund 15 Jahre bei „Wunschwege“ Persönliche Zukunftsplanungen von Leben mit Behinderung in Hambburg mitmachen.

Wirverdienenmehr-Demo am 15. September 2026 in Hamburg

Plakat zur Demo in Hamburg #wirverdienenmehr
260915_Demo_Hamburg_WfR
Foto: Werkstatträte Deutschland

Hamburg (kobinet)

„Es war einmal ein Land, in dem alle gut bezahlt werden. Bei uns ist das ein Märchen. Ein besseres Entgelt und ein inklusiver Arbeitsmarkt: versprochen von drei Bundesregierungen, geliefert von keiner. Dafür gehen wir auf die Straße. Und gegen die geplanten Kürzungen in der Eingliederungshilfe. Dienstag, 15. September, 10 bis 13 Uhr, Rathausmarkt Hamburg. Kommt dazu und teilt diesen Aufruf. #wirverdienenmehr“, so heißt es in einem Facebook-Post von Werkstatträte Deutschland zur Ankündigung der Demonstration am 15. September 2026 in Hamburg.

Sportfreunde Blau-Gelb Blista Marburg sind deutscher Meister im Blindenfußball 2026

Marburger Blindenfußballmannschaft feiert ihren Meistertitel 2026
260912_Blindenfußball_Marburg
Foto: Carsten Kobow – DFB Stiftung Sepp Herberger

Essen (kobinet)

„Die Sportfreunde Blau-Gelb Blista Marburg sind deutscher Meister im Blindenfußball 2026.“ Darauf hat die DFB Stiftung Sepp Herberger aufmerksam gemacht. Durch einen 3:0-Erfolg gegen den MTV Stuttgart beim Finalspieltag der Blindenfußball-Bundesliga auf dem Kennedyplatz in Essen haben sich die Marburger die Meisterschaft gesichert. Der Finalspieltag fand in diesem Jahr vor einer besonderen Kulisse im Rahmen der Fußball-Inklusionstage der DFB-Stiftung Sepp Herberger statt, heißt es in dem Bericht, auf den Rudi Ullrich die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht hat.

Link zum Bericht

Verena Bentele fordert: Betroffene müssen in Pflegekommission mitreden

Verena Bentele
Verena Bentele
Foto: Susie Knoll

Berlin (kobinet)

Zum Entschluss des Bundesgesundheitsministers Carsten Linnemann, eine Pflegekommission einzurichten, hat sich die Präsidentin des Sozialverband VdK, Verena Bentele, zu Wort gemeldet: „Wieder soll eine Kommission richten, was die Politik allein nicht klären kann. Nichts gegen Kommissionen, aber nur, wenn neben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern auch Verbandsvertreterinnen und -vertreter mit am Tisch sitzen. Die bisherigen Reformvorschläge in den Bereichen Gesundheits- und Rentenpolitik haben für erhebliche Verunsicherungen in der Bevölkerung gesorgt. Das darf im sensiblen und fragilen Bereich der Pflegepolitik nicht noch einmal passieren. Nach Jahren kurzlebiger Reformen und kleinteiliger Nachbesserungen braucht es endlich eine tragfähige und langfristige Lösung.“

Weitere Kommission hilft nicht gegen den Pflegenotstand

Logo VdK Nordrhein-Westfalen
Logo VdK Nordrhein-Westfalen
Foto: VdK Nordrhein-Westfalen

DÜSSELDORF (kobinet)

Die Ankündigung von Gesundheitsminister Carsten Linnemann, eine weitere „Strukturkommission Pflege“ einzuberufen, ist nach der Einschätzung des Sozialverbands VdK in Nordrhein-Westfalen ein klares Signal des Aufschiebens. „Die Konzepte zur Reform der Pflege und Pflegeversicherung liegen längst auf dem Tisch – was fehlt, ist der politische Wille, sie endlich umzusetzen“, betont VdK-NRW-Präsident Horst Vöge. „Statt die dringend notwendigen Maßnahmen weiter zu verzögern, muss die Politik jetzt handeln.“ Gegenüber der FAZ räumte Linnemann ein, dass unser Pflegesystem nicht zukunftsfest ist. Doch die Krise ist keine ferne Drohung – sie ist längst Realität. Pflegekräfte sind am Limit, Angehörige überlastet, und die Qualität der Versorgung leidet. Schon heute fehlen zehntausende Fachkräfte, und die Zahl der Pflegebedürftigen steigt rasant. Aktuellen Hochrechnungen zufolge auf 7,5 Millionen bis 2050.

Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland mit neuem und erweitertem Vorstand

Sharepic mit neunem ISL-Vorstand
260911_ISL_Vorstand
Foto: ISL

Berlin (kobinet)

Wie immer war die Tagesordnung bei der hybrid durchgeführten Mitgliederverssammlung der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL), die am 10. und 11. September 2026 in den neuen Räumen der von der ISL getragenen Bürogemeinschaft in Berlin-Mitte stattfand, umfangreich. Von den Berichten aus den Zentren für selbstbestimmt Leben (ZsL), über Diskussionen zu aktuellen Gesetzgebungsverfahren, wie das Behindertengleichstellungsgesetz, bis hin zur geplanten Reform der Eingliederungshilfe gab es viel zu besprechen. Dabei wurde turnusgemäß auch der neue Vorstand der ISL gewählt. „Neu begrüßen können wir Juliane Harms, die beim Bildungs- und Forschungsinstitut zum selbstbestimmten Leben (bifos) arbeitet. Sie rückt für Horst Frehe in den Vorstand. Wiedergewählt wurden Jenny Bießmann vom Verein aktiv und selbstbestimmt (akse) und Uwe Frewert vom Verein Selbstbestimmt leben in Nordhessen (SliN). Der erweiterte Vorstand wurde wieder ins Leben gerufen und ist durch Heiner Popken vom Zentrum für selbstbestimmtes Leben (ZSL) Nord . und Florian Sanden von Europäischen Netzwerk zum selbstbestimmten Leben (ENIL) besetzt. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Euch und danken Horst Frehe für den jahrelangen Einsatz für die ISL und das Selbstbestimmte Leben. Zudem freuen wir uns sehr, dass der Verein jumemb von jungen Menschen mit Behinderung unser neues Mitglied ist. Die Unterstützung der jungen Selbstvertreter*innen ist sehr wichtig für uns“, heißt es auf Facebook vonseiten der ISL.

Stellenanzeigen der Sozialwirtschaft zu lesen, hat mittlerweile einen hohen Unterhaltungswert

Uwe Heineker
Heineker_Uwe_2026
Foto: privat

Düsseldorf / Wehrheim (kobinet)

Für Uwe Heineker hat das Lesen von Stellenanzeigen der Sozialwirtschaft mittlerweile einen hohen Unterhaltungswert. Der Landesverband der Lebenshilfe Nordrhein-Westfalen (NRW) sucht aktuell eine neue Landesgeschäftsführung. Diese hat sich der selbst behinderte gelernte Sozialarbeiter Uwe Heineker genauer angeschaut und sich dazu unter Hinzuziehung der Künstlichen Intelligenz seine Gedanken gemacht, die in der folgenden Kolumne für die kobinet-nachrichten gipfelten.

LWL-Inklusionsamt verhindert 2025 630 Kündigungen schwerbehinderter Menschen

Logo Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL)
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL)
Foto: Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) KöR

MÜNSTER (kobinet)

Das LWL-Inklusionsamt hat 2025 in 35,7 Prozent der streitigen Kündigungsschutzverfahren den Arbeitsplatz schwerbehinderter Menschen erhalten. Insgesamt gingen beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) knapp 2.700 Anträge von Arbeitgebern auf Zustimmung zu einer Kündigung ein, darunter knapp 1.800 Fälle, in denen sich Arbeitgeber:in und Arbeitnehmer:in nicht einigten. In diesen Fällen gelang es den LWL-Fachkräften, 630 Kündigungen zu verhindern. LWL-Sozialdezernent Takis Mehmet Ali erklärte, die Sicherung bestehender Arbeitsverhältnisse sei die Kernaufgabe des Inklusionsamts: „Bei diesen streitigen Fällen gelang es dem LWL in 35,7 Prozent der Kündigungsschutzverfahren, den Arbeitsplatz zu erhalten. Das war möglich, weil unsere Fachkräfte die Unternehmen beraten haben, unsere Fachdienste dabei geholfen haben, die Arbeitsplätze so umzugestalten, dass die Arbeitnehmer:innen mit Behinderung hier weiter arbeiten konnten oder die Arbeitgeber:innen eine Förderung erhalten haben.“ Zusätzlich hat das LWL-Inklusionsamt 2025 knapp 3.400 Schwerbehindertenvertreter, Personalräte und Personalverantwortliche in 189 Seminaren und Informationsveranstaltungen zu Fragen des Schwerbehindertenrechts geschult. Auch dabei stand der Erhalt von Arbeitsplätzen im Mittelpunkt.

3. Ostholsteiner Tag der Inklusion in Bad Schwartau

Plakat zum 3. Ostholsteiner Tag der Inklusion in Bad Schwartau
260918_Inklusionstag_Schwartau
Foto: OTI

Bad Schwartau (kobinet)

Am18. September 2026 wird Bad Schwartau für einen Tag zum Treffpunkt für gelebte Inklusion in Ostholstein. Von 13:00 bis 18:00 Uhr lädt der 3. Ostholsteiner Tag der Inklusion (OTI) in und rund um die Elisabeth-Selbert-Gemeinschaftsschule (ESG) zum Mitmachen, Ausprobieren, Informieren und Begegnen ein. Menschen unterschiedlichen Alters, mit und ohne Behinderung, erwartet ein vielfältiges Programm aus Sport, Kultur, Aktionen und Austausch. Darauf hat Martina Scheel die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht. Nach Neustadt in Holstein in 2024 und Oldenburg in Holstein in 2025 ist Bad Schwartau die dritte Station des Ostholsteiner Tag der Inklusion. Bevor am Nachmittag das „Event für ALLE“ beginnt, kommen von 10 bis 12 Uhr im direkt benachbarten Jugendtreff „Alte Zwölf“ Menschen zusammen, die sich beruflich oder ehrenamtlich für Inklusion einsetzen. Das Netzwerktreffen bietet Gelegenheit, sich kennenzulernen, auszutauschen und neue Verbindungen zu knüpfen.

LWL-Sozialstiftung fördert drei inklusive Projekte

Logo Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL)
Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL)
Foto: Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) KöR

MÜNSTER (kobinet)

Die Sozialstiftung des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) hat rund 725.000 Euro für drei soziale Projekte bewilligt. Der Aufsichtsrat der LWL-Sozialstiftung beschloss die Förderung im Rahmen der neuen Sonderförderung „Mobilitätsentwicklung für Menschen mit Behinderung“. Werner Wolff, Vorsitzender des Aufsichtsrates der LWL-Sozialstiftung, betonte: „Selbstbestimmte Mobilität ist eine wesentliche Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe. Mit unserer Sonderförderung unterstützen wir innovative und nachhaltige Lösungen, die konkrete Barrieren im Alltag abbauen und Menschen mit Behinderung neue Möglichkeiten eröffnen.“ Die Projekte entfalten ihre Wirkung sowohl regional in Westfalen-Lippe als auch bundesweit.

Nach der Wahl ist vor der Wahl: Bei Kommunalwahlen in Niedersachsen demokratisch wählen

Landkarte Lage Niedersachsen in Deutschland
Landkarte Lage Niedersachsen in Deutschland
Foto: Gemeinfrei https://de.wikipedia.org/wiki/Flaggen_und_Wappen_der_L%C3%A4nder_der_Bundesrepublik_Deutschland

Hannover (kobinet)

Nach der Wahl ist vor der Wahl. Während nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt vor allem nach Mecklenburg-Vorpommern und Berlin geblickt wird, wo am 20. September 2026 die Landesparlamente gewählt werden, finden in Niedersachsen bereits an diesem Sonntag, den 13. September 2026, die Kommunalwahlen statt. Auch dabei geht es entscheidend darum, demokratische Mehrheiten zu sichern, weshalb die LIGA Selbstvertretung im Vorfeld der Wahl dazu aufruft, das Wahlrecht zu nutzen und vor allem demokratische Parteien zu wählen, die für Vielfalt und Inklusion stehen.

Schott schlägt gleich zwei Mal zu

Junge Frau in weißer Bluse mit hoch gesteckten blonden Haaren und einem umgehängten Blumenkranz, die in der linken Hand eine Medaille hält
Verena Schott als Gewinnerin
Foto: Dominik Tuerk / DBS

FRECHEN (kobinet)

Das deutsche Para Schwimm-Team bleibt bei den Europameisterschaften in der Türkei weiter im Edelmetall-Fieber: Verena Schott, die sich an den ersten drei Tagen bereits drei Medaillen sicherte, legte am Donnerstag nach und gewann Silber (400 Meter Freistil) und Bronze (50 Meter Schmetterling) – fünf Medaillen bei fünf Starts! Das dritte Edelmetall im dritten Rennen gab es zudem für Tanja Scholz und Josia Topf: Die Doppel-Europameisterin gewann Silber auf den 50 Meter Rücken, Josia Topf schwamm auf dieser Strecke zu Bronze.

Leipzig wird Gastgeber für Europas Sitzvolleyball-Elite

Junger Mann, der einseitig unterschenkelamputiert ist im weißen Sportdress sitzt auf einer Matte und spielt einen Ball
Heiko Wiesenthal beim Spiel um einen Sieg
Foto: Mathias Schulz / DBS

FRECHEN (kobinet)

Deutschlands Sitzvolleyball-Nationalmannschaften dürfen sich auf ein sportliches Highlight im eigenen Land freuen: Vom 21. bis 28. August 2027 finden die Europameisterschaften in Leipzig statt. Erstmals werden jeweils zwölf Herren- und zwölf Damenteams um die kontinentalen Titel kämpfen. Damit wird die Messestadt Gastgeber der größten Europameisterschaft in der Geschichte des europäischen Sitzvolleyballs. Gleichzeitig besitzt das Turnier enorme sportliche Relevanz, denn der Weg zu den Paralympischen Spielen 2028 in Los Angeles führt über Leipzig. Zwölf Jahre nach den Europameisterschaften 2015 in Warendorf kehrt die europäische Elite damit nach Deutschland zurück.

AG Selbst Aktiv der SPD zum Wahlerfolg der AfD: Menschen mit Behinderungen gehören dazu

Wahlfoto von Katrin Gensecke
Gensecke_Katrin_Wahl2026
Foto: SPD Sachsen-Anhalt

Hannover / Magdeburg (kobinet)

Nach dem Wahlerfolg der AfD in Sachsen-Anhalt befürchtet der Bundesvorstand der AG Selbst Aktiv von Menschen mit Behinderungen in der SPD eine massive Ausgrenzung von Menschen mit Behinderungen aus der Gesellschaft. „Die AfD erklärt in ihrem Programm Inklusion zum ‚gescheiterten Experiment‘: Das gefährdet den sozialen Zusammenhalt und die Grundlagen unserer Demokratie“, erklärte Karl Finke, Co-Bundesvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft. Alle demokratischen Kräfte in Politik und Gesellschaft seien jetzt gefordert und müssten diesem rückwärtsgewandten Bildungsverständnis deutlich widersprechen.

Pfiffiger Spot: heute show ab sofort mit Audiodeskription

Logo der heute show des ZDF
heute_show
Foto: ZDF heute show

Mainz (kobinet)

Mit einem pfiffigen Spot auf YouTube wirbt die heute show des ZDF für ihr neues Angebot mit Audiodeskription. Auf den Spot, der auf rege Zugriffszahlen stößt, hat Christiane Möller vom Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht.

Link zum Spot auf YouTube zur Audideskription der heute show

Inklusives Sportfest in Berlin

Ein in blau und orange geteiltes Plakat mit den Daten des Sportfestes und dem Foto eines jungen Mannes der die Arme ausbreitet und zu fliegen scheint
Plakat des inklusiven Sportfestes
Foto: Lebenshilfe Berlin

BERLIN (kobinet)

Am Sonnabend lädt der SCL Sportclub der Lebenshilfe wieder in der Zeit von 12.00 Uhr bis 17.00 Uhr zum großen inklusiven Sportfest in das Laufstadion im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark in der Cantianstraße ein. Von Torwandschießen und Basketball über Mini-Hürdenlauf und Kugelstoßen bis zur Kettlebell-Challenge ist für viele Interessen etwas dabei. Erwartet werden mehr als 1.000 Sportler aus Berlin, anderen Bundesländern und dem Ausland. Im Mittelpunkt stehen Sport, Spiel und Spaß ohne Leistungsdruck – ob mit oder ohne Behinderung.

ZsL Sachsen ruft zur Mitzeichnung auf: Keine Kürzungen bei Eingliederungshilfe und sozialer Teilhabe

Sharepic zur Petition in Sachsen
260911_Petition_EGH_Sachsen
Foto: ZsL Sachsen

Dresden / Zwickau (kobinet)

Das Zentrum selbstbestimmt Leben Sachsen (ZsL Sachsen) ruft zur Unterstützung seiner Petition „Sachsen: Keine Kürzungen bei der Eingliederungshilfe und sozialen Teilhabe“ auf. Die Petition wurde vom Sächsischen Landtag veröffentlicht und kann derzeit öffentlich mitgezeichnet werden. „Menschenrechte, Selbstbestimmung und Teilhabe dürfen nicht von der jeweiligen Haushaltslage abhängig gemacht werden“, erklärte Manuel Schramm, Vorsitzender des ZsL Sachsen und Petent. Individuelle Rechte dürften nicht dem Spardruck zum Opfer fallen