Foto: Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband – Gesamtverband e. V.
BERLIN (kobinet)
Anlässlich der aktuellen Ergebnisse der PISA-Studie fordert der Paritätische Wohlfahrtsverband Sofortmaßnahmen zur Verringerung sozialer Ungleichheiten und zur Bekämpfung von Kinder- und Familienarmut. Die Studie zeigt, dass der Bildungserfolg in Deutschland nie zuvor so stark vom Elternhaus abhing wie heute. Von 100 Jugendlichen aus sozial benachteiligten Familien schaffen es demnach nur zwei in den Spitzenbereich der Kompetenzen, während dies bei Gleichaltrigen aus privilegierten Elternhäusern 25 – also zehnmal so vielen – gelingt. Kaum ein Land schneidet hier schlechter ab als Deutschland: In mehr als neun von zehn untersuchten Staaten gelingt es besser, den Bildungserfolg von der sozialen Herkunft zu lösen. Besonders alarmierend sei, dass sich die herkunftsbedingten Unterschiede international zuletzt eher verringerten, in Deutschland seit 2015 jedoch wieder wuchsen.




