Veröffentlicht am 20.09.2026 07:11 von Sozialverband VdK Deutschland e.V. in der Kategorie Nachricht
Portrait von Verena Bentele Foto: Irina Tischer
Berlin (kobinet)
Anlässlich des Weltkindertags, der heute am 20. September 2026, begangen wird, fordert der Sozialverband VdK Nachbesserungen am Regierungsentwurf zur Reform der Kinder- und Jugendhilfe. Der Entwurf weiche vom Ziel ab, für alle Kinder mit und ohne Behinderung eine gemeinsame Anlaufstelle zu schaffen. Stattdessen sei eine neue Schulunterstützung für Kinder mit Behinderung nur für einen Teil der Betroffenen vorgesehen, was die bestehende Ungleichbehandlung verschärfe.
Veröffentlicht am 20.09.2026 07:00 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Artikelbild des VdK zum Protesttag zum Erhalt des Sozialstaates Foto: Sozialverband VdK Hessen-Thüringen e.V.
FRANKFURT am Main (kobinet)
An dem bundesweiten Aktionstag des DGB (Deutscher Gewerkschaftsbund) gegen den Abbau des Sozialstaats am 26. September finden auch Demonstrationen und Kundgebungen in Frankfurt und Erfurt statt – unterstützt vom VdK Hessen-Thüringen. Die geplanten Reformen des Sozialsystems und die in dem Zusammenhang vorgesehenen Kürzungen von Sozialleistungen führen auch bei den Mitgliedern des VdK zu großen, zum Teil existenziellen Sorgen. In diesem Sinne tritt auch der VdK Hessen-Thüringen am 26. September bei den Protest-Veranstaltungen des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) in Frankfurt und Erfurt für soziale Gerechtigkeit, eine verlässliche Gesundheitsversorgung, gute Pflege und eine auskömmliche Alterssicherung ein. Einzelheiten zu diesen Veranstaltungen der Aktionstage sind im Internet nachzulesen.
Veröffentlicht am 20.09.2026 05:10 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Infozeichen Foto: Susanne Göbel
Berlin (kobinet)
„Inklusion unter Druck“, so lautet der Titel einer Ringvorlesung an der Alice Salomon Hochschule Berlin, die im Wintersemester 2026/2027 am 28. Oktober stattfindet und bei der alle Veranstaltungen in Deutsche Gebärdensprache gedolmetscht werden. „In vielen Ländern wird gerade die Uhr zurückgedreht, wenn es um die Rechte marginalisierter Menschen geht – darunter auch die von behinderten und chronisch kranken Menschen. Dabei geht es um keine kleine Minderheit: Fast acht Millionen Menschen, und damit rund zehn Prozent der deutschen Bevölkerung, haben eine Schwerbehinderung. Dennoch stellen rechte und konservative Kräfte menschenrechtlich verankerte Teilhabe infrage. Sozialleistungen und das selbstbestimmte Leben behinderter Menschen werden zu einem ‚Luxus‘ erklärt, den ‚wir‘ uns in Zeiten gesellschaftlicher Krisen nicht mehr leisten können. Zugleich wird Inklusion zunehmend umgedeutet zu einem Schlagwort für ‚Förderung in Sonderinstitutionen‘. Werkstätten und Förderschulen werden weiter ausgebaut. Die transformierende Kraft der Inklusion als Impulsgeber für gesellschaftlichen Zusammenhalt und Solidarität gerät dabei aus dem Blick. Dabei wäre gerade jene Gesellschaft besonders krisenfest und resilient, die sich an Zielen der Inklusion wie Zugänglichkeit, Barrierefreiheit und individueller Unterstützung für alle Mitglieder ausrichtet“, heißt es u.a. in der Ankündigung.
Veröffentlicht am 19.09.2026 09:14 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Wahlurne aus welcher oben Wahlzettel herausschauen Foto: Pixabay/ArtRose
Schwerin / Berlin (kobinet)
Im Vorfeld der am 20. September 2026 stattfindenden Wahlen für die Landesparlamente in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin zeichnen sich knappe Wahlergebnisse ab. In Mecklenburg-Vorpommern konnte die derzeitige Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und die SPD kräftig auf die AfD aufholen, so dass sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen bezüglich der Frage, wer zukünftig stärkste Fraktion im Landtag ist, abzeichnet. Die Grünen müssen dort um den Einzug in den Landtag bangen. In Berlin dürfte entscheidend sein, welche Mehrheiten zukünftig eine Regierungskoalition bilden können. Bei den letzten Umfragen liegt die LINKE vorne. So dürfte es wieder einmal eine Wahl sein, bei der jede Stimme zählt und der Wahlabend lang werden dürfte. Dass vor allem behinderte Menschen und ihre Angehörigen ihr Wahlrecht nutzen, die Demokratie stärken und sich mit ihrer Stimme Gehör verschaffen, hierzu haben verschiedene Organisationen aufgerufen, so hat beispielsweise die LIGA Selbstvertretung bereits vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt einen Aufruf unter dem Motto „Geht wählen! Wählt demokratisch und für eine inklusive Gesellschaft!“ gestartet.
Veröffentlicht am 19.09.2026 07:40 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Gemeinsam für mehr Barrierefreiheit im Tourismus: Die Akteure des Netzwerks „Barrierefrei im Lausitzer Seenland“ kamen beim Netzwerktreffen in der Energiefabrik Knappenrode zusammen, um die Gesamtzertifizierung des Lausitzer Seenlandes als barrierefreie Reiseregion nach „Reisen für Alle“ zu feiern und den weiteren gemeinsamen Weg zu gestalten. Foto: pics_by_fenja
KNAPPENRODE (kobinet)
Das Lausitzer Seenland hat seine Gesamtzertifizierung als barrierefreie Reiseregion nach dem bundesweiten Kennzeichnungssystem „Reisen für Alle“ mit einem Netzwerktreffen in der Energiefabrik Knappenrode gefeiert. Rund 50 Vertreter aus Tourismus, Politik und Wirtschaft kamen zusammen, um die Entwicklung des barrierefreien Tourismus in der Region zu würdigen, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam nach vorn zu blicken. Bereits im März 2026 war das Lausitzer Seenland offiziell als barrierefreie Reiseregion im Rahmen von „Reisen für Alle“ ausgezeichnet worden. Mit der feierlichen Veranstaltung wurde dieser Meilenstein nun gemeinsam mit den zahlreichen beteiligten Partnern und zertifizierten Betrieben gewürdigt.
Veröffentlicht am 19.09.2026 07:30 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Logo des VDAB Foto: VDAB
MAGDEBURG (kobinet)
Auf der Bundesmitgliederversammlung des Verbands Deutscher Alten- und Behindertenhilfe e. V. (VDAB) standen in Magdeburg die aktuellen Herausforderungen der professionellen Pflege sowie die politischen Weichenstellungen für die kommenden Jahre im Mittelpunkt. Diskutiert wurden insbesondere die geplanten Veränderungen durch das Pflegeneuordnungsgesetz sowie die wirtschaftlichen und personellen Rahmenbedingungen der Pflege. Der VDAB betonte, dass die professionelle Pflege weiterhin unter erheblichem Druck stehe. Politische Reformen, wirtschaftliche Unsicherheiten und der anhaltende Personalmangel stellten Pflegeunternehmen vor große Herausforderungen. Notwendige Veränderungen dürften nicht zulasten einer verlässlichen Versorgung und der wirtschaftlichen Stabilität der Einrichtungen gehen. „Die Pflege braucht eine Reform, die ihren Namen verdient. Wir dürfen nicht den Fehler machen, finanzielle Probleme einfach zu verschieben oder Leistungen zu begrenzen. Wer die Pflege langfristig sichern will, muss die Einrichtungen wirtschaftlich stärken, für verlässliche Rahmenbedingungen sorgen und gleichzeitig den Beschäftigten gute Arbeitsbedingungen ermöglichen“, erklärte Stephan Baumann, Bundesvorsitzender des VDAB.
Veröffentlicht am 19.09.2026 07:15 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Die Gemeinschaft der SpecialOlympics Foto: SOD / Tilo Wiedensohler
BERLIN (kobinet)
Anlässlich der Wahlen in Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt haben Andreas Silbersack, 1. Vizepräsident von Special Olympics Deutschland und 1. Vizepräsident von Special Olympics Sachsen-Anhalt darauf verwiesen, dass Special Olympics in Deutschland in den vergangenen Jahren eine beeindruckende Entwicklung genommen hat. Ganz vielen sind die Special Olympics Weltspiele 2023 in Berlin noch in sehr guter Erinnerung. „Unser Sport“, so betont Andreas Silbersack, „steht für Respekt, für Vielfalt und Miteinander und für eine Gesellschaft, in der jeder willkommen ist. Gemeinsam haben wir mehr gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit geistiger Beeinträchtigung am Sport und am gesellschaftlichen Leben erreicht. Diese positive Entwicklung sehen wir nach dem Ergebnis der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt jetzt gefährdet.“
Veröffentlicht am 19.09.2026 07:00 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Logo Der Paritätische Wohlfahrtsverband Landesverband Baden-Württemberg Foto: Der Paritätische Wohlfahrtsverband Landesverband Baden-Württemberg e.V.
STUTTGART (kobinet)
Zum Weltkindertag am 20. September fordert der Paritätische Wohlfahrtsverband Baden-Württemberg gleiche Teilhabechancen für alle Kinder und Jugendlichen. Ob ein Kind an Bildung, Freizeit, Kultur und gesellschaftlichem Leben teilhaben kann, dürfe weder vom Einkommen seiner Familie noch von seinem Aufenthaltsstatus abhängen, betont der Verband. Kinder hätten ein Recht auf Schutz, soziale Teilhabe und Persönlichkeitsentwicklung. Doch zwischen diesem Anspruch und der Lebenswirklichkeit vieler Kinder bestehe weiterhin eine große Lücke. Besonders betroffen seien Kinder aus einkommensarmen Familien sowie Kinder und Jugendliche, deren Familien Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) beziehen. Dies belege die gemeinsame Untersuchung „Kindheit im Sondersystem“ von Save the Children und dem Paritätischen Gesamtverband: 87 Prozent der befragten Fachkräfte gäben an, dass Kinder aufgrund der AsylbLG-Leistungen in ihrer Teilhabe eingeschränkt seien. Mehr als 70 Prozent sähen eine ausreichende und gesunde Ernährung nicht gewährleistet, 74 Prozent berichteten von einem stark eingeschränkten Zugang zur Gesundheitsversorgung. Auch Mobilität, Freizeitangebote und der Kontakt zu Gleichaltrigen würden durch geringe finanzielle Mittel, abgelegene Unterbringung und fehlende Übernahme von Fahrtkosten erschwert. Der Verband fordert, Bildungs- und Teilhabeleistungen deutlich einfacher und möglichst unbürokratisch zugänglich zu machen.
Veröffentlicht am 18.09.2026 20:24 von Hans-Willi Weis in der Kategorie Meinung
Vorn ein Findling mit Inschrift Willis Blick, dahinter Bäume im Sonnenlicht im hellen Grün. Foto: Hubertus Thomasius
Staufen (kobinet)
Der aktuelle Alarmismus bezüglich einer sich der menschlichen Kontrolle entziehenden künstlichen Intelligenz mit maximal desaströsen Folgen befeuert schlimmste Befürchtungen!
Veröffentlicht am 18.09.2026 16:25 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
260918_Lebensnerv Foto: Stiftung LEBENSNERV
Berlin (kobinet)
Am 9. Oktober 2026 findet im Hotel Aquino in Berlin ein Symposium zum 35-jährigen Jubiläum der Stiftung LEBENSNERV statt. Die Stiftung verbindet eine ganzheitliche Sicht der Krankheit MS und MS-betroffener Menschen mit der Philosophie der Selbstbestimmt-Leben-Bewegung. In diesem Sinne will LEBENSNERV Menschen, die mit MS leben, anregen, ihr Leben mit der Erkrankung und nicht gegen die Erkrankung eigenverantwortlich und aktiv zu gestalten. Am 9. Oktober gibt es von 16:00 bis 18:00 Uhr einen Vortragsteil (Präsenz und online) und von 18:00 bis 20:00 Uhr eine kleine Feier (Präsenz) im Hotel Aquino, Hannoversche Str. 5b, in 10115 Berlin-Mitte. Die ursprünglich auf den 18. September festgelegte Anmeldungsfrist wurde nun auf den 25. September festgesetzt. Anmeldungen können per Mail an [email protected] gerichtet werden.
Veröffentlicht am 18.09.2026 13:31 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Herz mit Figuren verschedener Sportarten Foto: Pixabay/GDJ
FRECHEN (kobinet)
Am 19. September startet die SportWoche für Alle 2026. Bundesweit laden Vereine dann Menschen mit und ohne Behinderung dazu ein, gemeinsam Sport zu treiben, neue Angebote kennenzulernen und inklusive Begegnungen zu erleben. Zusammen mit seinen starken Partnern, der Stiftung Allianz für Kinder und McDonald’s, macht der Deutsche Behindertensportverband (DBS) in diesem Jahr bereits zum vierten Mal auf die vielfältigen Sportangebote für Menschen mit Behinderung aufmerksam – und wirbt gleichzeitig für neue. Zum Auftakt der SportWoche findet in Köln eine Leuchtturmveranstaltung statt: Die Köln 99ers laden am Samstag, 19. September 2026, zu einem großen Mitmachtag in die Sporthalle Bergischer Ring in Köln-Mülheim ein. Knapp eine Woche später – am Freitag, 25. September – bietet auch der TV Coburg ein vielfältiges Sportprogramm an: Kinderturnen und Tanzen, Badminton und Floorball stehen bei der Leuchtturmveranstaltung in der fränkischen Stadt auf dem Plan. Auf dieser Internetseite kann eine ausführliche Übersicht zur SportWoche für alle nachgelesen werden.
Ein Pfleger soll nach Meldungen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) jahrelang behinderte Kinder, Jugendliche und Erwachsene sexuell missbraucht haben. Wie die bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg angesiedelte Zentralstelle Cybercrime Bayern mitteilte, hat das angegliederte Zentrum zur Bekämpfung von Kinderpornografie und sexuellem Missbrauch im Internet den 33-Jährigen angeklagt. Die Taten sollen sich seit Oktober 2018 in drei verschiedenen Einrichtungen in Bayern ereignet haben. Die Ermittler gehen von 24 Opfern aus. Ausgangspunkt der Ermittlungen war ein Hinweis aus den USA durch das National Center for Missing & Exploited Children (NCMEC), wonach zahlreiche Videos mit kinderpornografischen Inhalten auf eine Cloud hochgeladen wurden.
Veröffentlicht am 18.09.2026 12:59 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Logo des BeB Foto: Bundesverband evangelische Behindertenhilfe
BERLIN (kobinet)
Die Mitgliederversammlung des Evangelischen Bundesverbandes für Teilhabe e.V. (BeB) hat am 18. September 2026 Dr. Christian Geyer zum neuen Vorsitzenden gewählt. Er folgt auf Pfarrer Frank Stefan, der sich aufgrund seines bevorstehenden Ruhestands nicht erneut für das Amt beworben hatte. Der BeB dankte Stefan für sein langjähriges und engagiertes Wirken. Dr. Christian Geyer ist dem BeB seit vielen Jahren verbunden und hat die strategische Entwicklung des Verbandes maßgeblich mitgestaltet. Seine fachlichen Schwerpunkte liegen in den Bereichen Digitalisierung, Sozialpolitik und Verbandsentwicklung. Zudem vertritt er den Verband in zahlreichen Fachgremien, ist Redaktionsleiter des Fachmagazins Orientierung und seit 14 Jahren Fachlicher Vorstand des Bathildisheim e.V. in Nordhessen. Zusätzlich ist er Lehrbeauftragter an Hochschulen sowie Aufsichtsratsmitglied der Diakonie Hessen. Mit Blick auf aktuelle gesellschafts- und sozialpolitische Herausforderungen betonte Geyer: „Inklusion braucht Demokratie. Die Teilhabe von Menschen mit Behinderung darf nicht kaputtgespart werden. Inklusion, Selbstbestimmung und gesellschaftliche Teilhabe sind Grundrechte und keine Frage der Haushaltslage. Dafür wird sich der BeB auch künftig mit Nachdruck einsetzen.“
Wie die Interessen von Menschen mit Behinderungen in kommunalen Entscheidungen wirksamer berücksichtigt werden können, war zentrales Thema der Klausurtagung der Landesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Beauftragten für Menschen mit Behinderungen (LAG) am 16. und 17. September 2026 im Zinzendorfhaus in Neudietendorf. Im Mittelpunkt standen dabei die Rahmenbedingungen für die Arbeit der Beauftragten sowie ihre Rolle im Kontext der Weiterentwicklung des Thüringer Gesetzes zur Inklusion und Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen (ThürGIG). Zwei Tage lang tauschten sich die Teilnehmenden über aktuelle Herausforderungen aus der kommunalen Praxis aus. Ein besonderer Fokus lag auf der Frage, wie die Expertise der Beauftragten frühzeitig und wirkungsvoll in politische und administrative Entscheidungsprozesse einfließen kann. „Ob ein öffentlicher Raum barrierefrei ist, ob Menschen mit Behinderungen Zugang zu Angeboten und Dienstleistungen haben oder ob ihre Perspektive bei Planungen von Anfang an berücksichtigt wird – viele Fragen der Inklusion entscheiden sich unmittelbar vor Ort“, erklärte Dennis Petschner, Thüringer Landesbeauftragter für Menschen mit Behinderungen. „Die kommunalen Beauftragten kennen die Situation in ihren Landkreisen und Städten und wissen aus ihrer täglichen Arbeit, wo Barrieren bestehen. Diese Expertise müssen wir nutzen und ihre Beteiligungsmöglichkeiten weiter stärken.“
Veröffentlicht am 18.09.2026 07:11 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband – Gesamtverband e. V. Foto: Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband – Gesamtverband e. V.
BERLIN (kobinet)
Der Paritätische Gesamtverband hat sich zum Zehn-Punkte-Plan der Bundesregierung gegen Sozialmissbrauch geäußert. Dr. Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Verbands, betonte gestern in dem Zusammenhang, dass kriminelle Netzwerke, die Notlagen ausnutzen, konsequent verfolgt werden müssten. Gleichzeitig warnte er davor, die Opfer solcher Strukturen durch Verschärfungen der Anspruchsvoraussetzungen zu belasten. „Wer die Notlage von Menschen ausnutzt, sich an Schrottimmobilien bereichert und ausbeuterische Arbeitsverhältnisse und Sozialleistungsmissbrauch zum Geschäftsmodell macht, muss mit allen rechtlichen Mitteln zur Verantwortung gezogen werden“, sagte Rock. Die Opfer dürften jedoch nicht zu den Leidtragenden des Aktionsplans werden. Der Verband lehnt daher Verschärfungen ab, die Menschen aufgrund ihrer Herkunft oder sozialen Lage unter Generalverdacht stellen. Als wirksamsten Schutz vor Ausbeutung nannte Rock die Unabhängigkeit der Betroffenen durch Zugang zu Sprache, Bildung, Beratung, guter Arbeit und sozialer Teilhabe. Kritisch merkte er an, dass die geplanten Kürzungen bei den Integrationskursen diesem Ziel widersprächen. „Wer kriminellen Netzwerken ihre Geschäftsgrundlage entziehen will, muss nicht nur die Täter konsequent verfolgen, sondern auch diejenigen stärken, deren Notlage von ihnen ausgenutzt wird“, so Rock.
Veröffentlicht am 18.09.2026 07:04 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Logo Aktion Mensch e. V. Foto: Aktion Mensch e. V.
Bonn (kobinet)
Ein peinliches Bild, ein verletzender Kommentar – für Betroffene kann sich daraus ein Albtraum entwickeln: Cybermobbing ist kein harmloser Streit im Netz, sondern ein ernsthaftes Problem mit weitreichenden Folgen. Das bestätigen auch die Ergebnisse einer Umfrage unter den 65.820 Schüler*innen aus allen Teilen Deutschlands, die am 17. September 2026 an der klicksafe Schulstunde unter dem Motto „Online gemobbt. Real verletzt. Gemeinsam gegen Cybermobbing!“ teilnahmen. Insgesamt schalteten sich 2.194 Schulklassen der Jahrgangsstufen fünf bis acht zu dem interaktiven inklusiven Streamingformat dazu, um die Mechanismen und weitreichenden Auswirkungen von digitaler Anfeindung zu verstehen, zu diskutieren und zu reflektieren. Gemeinsam mit Fachexpert*innen erarbeiteten die Teilnehmenden konkrete Strategien, wie sie Cybermobbing erkennen, Betroffene unterstützen und zu einem respektvollen Miteinander im Netz beitragen können. Mit dabei: „Germany’s Next Topmodel“-Finalist Tony Eberhardt, der persönliche Einblicke in seine Erfahrungen mit Mobbing teilte, wie es in einer Presseinformation der Aktion Mensch heißt.
Veröffentlicht am 18.09.2026 06:54 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Verena Bentele Foto: Susie Knoll
Berlin (kobinet)
Angesichts der aktuell hohen Spritpreise in Deutschland hat VdK-Präsidentin Verena Bentele die angekündigten Entlastungen der Bundesregierung kommentiert. Diese dürften kein Rettungsprogramm für Mineralölkonzerne werden, sondern müssten gezielt bei den Menschen ankommen, die sich die hohen Spritpreise nicht mehr leisten könnten, betonte Verena Bentele heute am 18. September 2026. Betroffen seien insbesondere mobile Pflegekräfte, deren Fahrtkosten nicht mehr gedeckt seien, Menschen mit Behinderung, für die Busse und Bahnen oft keine barrierefreie Alternative zum eigenen Auto böten, sowie Menschen im ländlichen Raum, die auf das Auto angewiesen seien.
Veröffentlicht am 18.09.2026 06:48 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
260918_Katastrophenschutz Foto: Heidi Blödorn
Kassel (kobinet)
Was geschieht in einer Katastrophe mit Menschen, die auf Assistenz, Medikamente, Strom, Hilfsmittel oder barrierefreie Kommunikation angewiesen sind? Barrierefreier Katastrophenschutz darf nicht erst beginnen, wenn die Sirenen heulen. Die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen, Pflege- und Unterstützungsbedarf müssen bereits bei der Planung berücksichtigt werden. Hierzu gibt es nun ein neues Buch von Heidi Blödorn, auf das Martina Scheel die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht hat. „Das Grafschafter Modell – Barrierefreier Katastrophenschutz“ verbindet Inklusion, Selbstbestimmung und Bevölkerungsschutz zu einem praxisorientierten Gesamtkonzept. In 39 Kapiteln werden zentrale Herausforderungen eines inklusiven Katastrophenschutzes betrachtet. Der umfangreiche Werkzeugkasten mit 131 praktischen Werkzeugen unterstützt dabei, aus Erkenntnissen konkrete Handlungsmöglichkeiten für die Praxis zu entwickeln.
Veröffentlicht am 18.09.2026 06:36 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Symbol Ausrufezeichen Foto: ht
München (kobinet)
Angesichts drohender Leistungskürzungen bei Rente, Gesundheit und Pflege haben am 17. September 2026 rund 3.000 Menschen in München mit dem Sozialverband VdK Bayern gegen Sozialabbau und für einen starken Sozialstaat demonstriert. Aus ganz Bayern waren VdK-Mitglieder angereist, alle 69 Kreisverbände des Verbandes hatten Fahrten in die Landeshauptstadt organisiert. Der Demonstrationszug führte vom Königsplatz durch die Maxvorstadt bis zum Siegestor.
Veröffentlicht am 17.09.2026 13:09 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
sovd Foto: Sozialverband Deutschland
BERLIN (kobinet)
Anlässlich der Abgeordnetenhauswahl in Berlin am 20. September 2026 hat die SoVD-Jugend Berlin-Brandenburg einen Wahlaufruf veröffentlicht. Darin betont sie, dass junge Menschen in Berlin erstmals ab 16 Jahren wählen dürfen – eine Forderung, für die sich die Jugend im Sozialverband Deutschland (SoVD) lange eingesetzt habe. Der Aufruf benennt zentrale Themen für junge Wähler*innen: das Recht auf inklusive und barrierefreie Bildung unabhängig von Herkunft, Einkommen oder Behinderung, ausreichend gut und fair bezahlte Ausbildungsplätze mit sicheren Perspektiven, bezahlbare und barrierefreie Mobilitätsangebote sowie bezahlbaren und zugänglichen Wohnraum als Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben. Zudem fordert die SoVD-Jugend Barrierefreiheit in allen Bereichen, um gleichberechtigte Teilhabe zu ermöglichen, sowie soziale Sicherheit, um Armut und soziale Ausgrenzung zu bekämpfen. „Es ist unsere Zukunft! Wir möchten alle noch nächstes Jahr in einem inklusiven, sozialen und demokratischen Berlin leben“, sagte Charlotte Ruppin, Sprecherin der SoVD-Jugend Berlin-Brandenburg. Die Jugendorganisation ruft daher auf: „Geht wählen. Mischt euch ein. Nutzt eure Stimme.“
Veröffentlicht am 17.09.2026 12:23 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Plakat zum Film „Voice of My People“ Foto: eastside communications
MÜNCHEN (kobinet)
Sich in der Politik durchzusetzen, erfordert einen hohen Einsatz und einen starken Willen. Beides bringt Islam Alijaj mit. Der Schweizer möchte in den Nationalrat einziehen. Doch sein fremdländisch klingender Name ist nicht sein einziges Handicap. Er sitzt aufgrund einer Zerebralparese im Rollstuhl und ist durch eine schwere Sprechbeeinträchtigung auf Sprachübersetzer angewiesen. Das hindert ihn jedoch nicht daran, sich hohe Ziele zu setzen. Er möchte in der Schweiz Sprachrohr werden für alle Menschen mit einer Einschränkung, die auch dort politisch noch immer unterrepräsentiert sind. Trotz seiner aussichtslosen Position auf der Wahlliste seiner Partei und seiner starken Einschränkungen gelang dem selbstbewussten, charismatischen Kandidaten 2022 wie durch ein kleines Wunder die Wahl in den Zürcher Gemeinderat.
Veröffentlicht am 17.09.2026 12:09 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Gewandhaus Leipzig Foto: H. Smikac
LEIPZIG (kobinet)
Eine neue Website der Inklusiven Hochschule Sachsen gibt einen Überblick über konkrete Maßnahmen zur inklusiven Hochschulentwicklung in Sachsen. Die Plattform stellt über 150 Projekte und Initiativen vor, die an sächsischen Hochschulen umgesetzt wurden, um Barrieren abzubauen und die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen zu verbessern. Die Beispiele umfassen bauliche und digitale Barrierefreiheit, technische Hilfsmittel, Beratungsangebote sowie Maßnahmen in Studium, Lehre, Sensibilisierung und strategischer Hochschulentwicklung.
Veröffentlicht am 17.09.2026 07:10 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
260915_ChangeOrg_Schulbegleitung Foto: change.org
Hamburg (kobinet)
„Meilenstein in der Debatte um Hamburgs Schulbegleitung: Erstmals empfing am 15. September 2026, Schulsenatorin Ksenija Bekeris die Petitionsstarterin Nicole Singh persönlich und nahm die mehr als 88.000 Unterschriften der Change.org-Petition ‚Keine Kürzungen bei Schulbegleitung in Hamburg‘ entgegen. Begleitet wurde Singh von einem breiten Bündnis mit u.a. der GEW Hamburg, dem SoVD Hamburg und dem Kreiselternrat der Sonderschulen (KER SO). Im Anschluss fand ein fachlicher Austausch zwischen Bekeris, der Petitionsstarterin und Fachverbänden statt. Dabei las Singh emotionale Briefe betroffener Eltern vor, die an die Senatorin appellieren, die Kürzungen zurückzunehmen.“ So heißt es in einer von der Petitionsplattform Change.org verbreiteten Presseinformation.
Veröffentlicht am 17.09.2026 07:01 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
school cone Foto: Pixaline
FREISING (kobinet)
Das Bildungszentrum Gartenstraße der Lebenshilfe Freising hat am 15. September neun Erstklässlerinnen und Erstklässler mit einer bewusst kurzen und ruhigen Feier willkommen geheißen. Die reduzierte Gestaltung ist Teil des pädagogischen Konzepts, um Kindern mit Unterstützungsbedarf den ersten Schultag als positives Erlebnis zu ermöglichen und sie nicht durch ein langes Programm zu überfordern. Gleichzeitig wurde eine Herausforderung deutlich: Von den neun Erstklässler hat derzeit nur ein Kind einen Platz in der heilpädagogischen Tagesstätte für die Betreuung nach dem Unterricht erhalten. Der erste Schultag zeigt damit nicht nur die Bedeutung von Gemeinschaft in der Schule, sondern auch den dringenden Bedarf an verlässlichen Betreuungsangeboten für Familien.
Veröffentlicht am 17.09.2026 06:43 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Symbol Fragezeichen Foto: ht
Berlin (kobinet)
Der Wahl-O-Mat der Bundes- und Landeszentrale für politische Bildung ist nach seiner Selbstdefinition keine Wahlempfehlung, sondern ein Informationsangebot über Wahlen und Politik. Er bietet 38 Thesen an, auf die die Nutzenden mit „stimme zu“, „neutral“ oder „stimme nicht zu“, aber auch mit „These überspringen“ reagieren können. Die 18. These lautet: „In Berlin sollen mehr Schulen mit sonderpädagogischem Förderschwerpunkt („Förderschulen“) für Schülerinnen und Schüler mit Behinderung errichtet werden.“ Diese These führt nach Ansicht des Berliner Landesbeirat für Menschen mit Behinderungen in die Irre. Durch ihre Formulierung würden die Nutzenden, denen die Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Behinderungen wichtig ist, dahin gelenkt, dieser These die Zustimmung zu erteilen. Dabei enthalte diese These zugleich als Kehrseite die Absage eines vollständigen Erhalts und weiteren Ausbaus der Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Behinderung im Wege einer inklusiven Beschulung. Die jedoch sei nach Artikel 24 der UN-Behindertenrechtskonvention Aufgabe und Pflicht auch des Landes Berlin.
„Nach jahrelangen Verhandlungen hat der EU-Rat am 13. Juli 2026 den überarbeiteten Fluggastrechten zugestimmt. Für Reisende mit Behinderungen bringt dies einige wichtige Fortschritte, doch zentrale Forderungen der Behindertenbewegung bleiben unerfüllt.“ So heißt es in einem Bericht des österreichischen Online-Nachrichtendienst BIZEPS. Demnach sollen die aktualisierten Vorschriften 12 Monate und 20 Tage nach ihrer Veröffentlichung im EU-Amtsblatt in Kraft treten.
Veröffentlicht am 17.09.2026 05:06 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Infozeichen Foto: Susanne Göbel
Wien (kobinet)
„‚Nichts über uns ohne uns!‘ heißt es ab 22. Oktober 2026 im Wien Museum. In der Ausstellung ‚Down-Syndrom – Über uns, mit uns‘ kommen Betroffene selbst zu Wort und erzählen ihre eigenen Geschichten. Menschen mit Down-Syndrom geben persönliche Einblicke in ihren Alltag, ihre Schul- und Arbeitswelten, ihre Freundschaften, Hobbys und Träume.“ Darauf hat der österreichische Online-Nachrichtendienst BIZEPS aufmerksam gemacht.
Veröffentlicht am 16.09.2026 13:07 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Logo VdK Deutschland Foto: VdK Deutschland
SAARBRÜCKEN (kobinet)
Anlässlich der Anhörung zum Entwurf eines Gesetzes zur Modernisierung der saarländischen Landesverwaltung am 16. September 2026 warnt der Sozialverband VdK Saarland vor einem Verlust an Transparenz im Pflegesystem des Bundeslandes. Der Gesetzentwurf sieht vor, die gesetzliche Berichtspflicht des saarländischen Pflegebeauftragten im Zuge des Bürokratieabbaus ersatzlos zu streichen. „Bürokratieabbau darf nicht dazu führen, die Stimme der Pflegebedürftigen im Land zu schwächen“, stellt Peter Springborn, Landesgeschäftsführer des VdK Saarland in diesem Zusammenhang fest. Der Pflegebericht dokumentiere Missstände öffentlich und zeige strukturelle Herausforderungen auf, die andernfalls unsichtbar blieben und nicht diskutiert würden. Aus Sicht des VdK sei der Bericht eine Pflichtlektüre für jedes Mitglied im Sozialausschuss des saarländischen Landtags, um fundierte politische Entscheidungen treffen zu können.
Veröffentlicht am 16.09.2026 07:16 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Zwei am Wegrand abgestelle E-Roller brauchen fast ein Drittel der Wegfläche Foto: H. Smikac
BERLIN (kobinet)
Das Bündnis „E-Scooter aus dem Weg“ hat Verkehrssenatorin Ute Bonde (Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt) in einem offenen Brief aufgefordert, das Freefloating-Modell für Leih-E-Scooter in Berlin zu beenden. Ab dem 1. April 2027 sollen Sondernutzungserlaubnisse nur noch für das Anbieten und Abstellen an festen Stationen erteilt werden. Die Zahl der genehmigten Fahrzeuge soll sich dabei an der Kapazität der vorhandenen Stationen orientieren.
Impfungen gehören zu den wirksamsten Maßnahmen zum Schutz vor Infektionskrankheiten. In Baden-Württemberg liegen die Quoten bei vielen Impfungen dennoch unter dem Bundesdurchschnitt. Das soll sich jetzt ändern: Das Ministerium für Soziales, Arbeit und Gesundheit hat gemeinsam mit zahlreichen Akteurinnen und Akteuren aus dem Gesundheitswesen den Aktionsplan „Impfen in Baden-Württemberg stärken“ verabschiedet. Das Ministerium für Soziales, Arbeit und Gesundheit hat den Aktionsplan in der Landesarbeitsgemeinschaft Impfen gemeinsam mit zahlreichen Akteurinnen und Akteuren aus dem Gesundheitswesen erarbeitet. Er bündelt Maßnahmen in fünf zentralen Handlungsfeldern. Dabei stehen die besseren Informationen, die leichtere Zugänglichkeit zu Impfungen, das Nutzen digitaler Möglichkeiten, entsprechende Anreize sowie das Stärken der Zusammenarbeit aller an den Impfungen Beteiligten im Fokus des Plans.
Veröffentlicht am 16.09.2026 06:55 von Nico Mindermann in der Kategorie Nachricht
260916_Keynote_Degener Foto: Martin Reichstein
Siegen (kobinet)
Wie kann gleichberechtigte Teilhabe für Menschen mit Behinderungen konkret verwirklicht werden – insbesondere dort, wo Menschen leben, arbeiten und ihren Alltag gestalten? Mit dieser Frage beschäftigte sich der 4. Kongress der Teilhabeforschung, der am 10. und 11. September 2026 an der Universität Siegen stattfand. Rund 230 Teilnehmer*innen aus Wissenschaft und Beteiligte an Forschungsprojekten kamen auf dem Campus Unteres Schloss zusammen, um aktuelle Forschungsansätze zu diskutieren, Erfahrungen auszutauschen und Perspektiven für die Weiterentwicklung inklusiver Strukturen zu entwickeln. Die Beteiligung von Wissenschaftler*innen aus Simbabwe und Tschechien hat die internationale Bedeutung der Teilhabeforschung deutlich gemacht.
Veröffentlicht am 16.09.2026 06:06 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
260916_Fensterblick Foto: KSL.NRW
Gelsenkirchen (kobinet)
Menschen, die zum Beispiel hörende Kinder tauber Eltern sind, können so empfinden, als ob sie in zwei Welten leben würden. Sie übersetzen zum Beispiel für ihre Eltern in Lautsprache und bekommen gleichzeitig die Diskriminierung mit, die ihre Eltern erfahren. Gleichzeitig werden sie gegebenenfalls nicht richtig von der Gehörlosengemeinschaft anerkannt, obwohl sie möglicherweise gerne „allies“, also freundschaftlich verbunden wären. Und dadurch, dass beispielsweise Deutsche Gebärdensprache (DGS) noch nicht überall voll als eigene Sprache anerkannt ist, kann es passieren, dass Dohas sprachliche Deprivation erleben. ZU dieser Thematik hat Anna Cebulla vom Kompetenzzentrum für Menschen mit Sinnesbehinderung Nordrhein-Westfalen ein Interview mit der Coda Magdalena Grybz geführt.
Veröffentlicht am 16.09.2026 05:11 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Logo Deutscher Behindertenrat (DBR) Foto: Deutscher Behindertenrat
Berlin (kobinet)
In seinem neuesten Newsletter verweist der Deutsche Behindertenrat (DBR) auf die im September 2026 in mehreren Bundesländern stattfindende Landtagswahlen. Die erste Landtagswahl in Sachsen-Anhalt bereitet dem Verbändebündnis Anlass zu großer Sorge. „Wahlen sind immer ein Moment, in dem politische Weichen gestellt werden. Für Menschen mit Behinderungen ist das besonders relevant: Ob Teilhabe gelingt, Barrieren abgebaut werden und notwendige Unterstützung gesichert ist, hängt wesentlich von politischen Entscheidungen ab. Auch der Deutsche Behindertenrat (DBR) bleibt deshalb im politischen Austausch und bringt die Perspektiven von Menschen mit Behinderungen in aktuelle Prozesse ein. Ein Schwerpunkt der vergangenen Wochen war erneut die Eingliederungshilfe: Mit einem Offenen Brief hat der DBR vor den geplanten Einsparungen und möglichen Verschlechterungen gewarnt. Gemeinsam mit weiteren Verbänden und Bündnissen wird derzeit an einer erneuten Positionierung gearbeitet“, heißt es u.a. in der Einführung zum Newsletter vom Team des Deutschen Behindertenrates. Politisch bleibe also viel in Bewegung. Und gerade in Zeiten, in denen wichtige Entscheidungen anstehen, gelte: „Menschen mit Behinderungen müssen gehört und beteiligt werden – nicht nur an der Wahlurne, sondern auch bei den politischen Entscheidungen, die ihr Leben unmittelbar betreffen“.
Veröffentlicht am 16.09.2026 05:06 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Infozeichen Foto: Susanne Göbel
Berlin (kobinet)
Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) verleiht am 16. März 2027 bei einer Jubiläumsgala in Berlin zum 25. Mal den Deutschen Hörfilmpreis. Bis zum 15. Oktober 2026 können Vorschläge für Hörfilm-Produktionen in den folgenden sechs Kategorien eingereicht werden:
Veröffentlicht am 15.09.2026 14:18 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
260911_ISL_Vorstand Foto: ISL
Berlin (kobinet)
Die Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) hat am 10. und 11. September 2026 in Berlin ihre Mitgliederversammlung abgehalten. Einstimmig aufgenommen wurde JuMemB, der Verband junger Menschen mit Behinderungen. Damit hat die Selbstvertretung behinderter Menschen in Deutschland erstmals eine bundesweite Vertretung, die von jungen behinderten Menschen selbst getragen wird. JuMemB ging aus der Frage hervor, warum es für Kinder und Jugendliche keine eigene bundesweite Selbstvertretung gibt. Aus einem ersten Treffen im Februar 2022 mit rund 15 Personen sind inzwischen 27 Aktive geworden; im März 2026 gründete sich der Verein und wählte Lilith, Lukas und Theresa in den Vorstand. Vertreten werden junge Menschen von zwölf bis 27 Jahren. Die Mitgliederversammlung benannte Justus Lauer zugleich als Beirat für Jugend-Behindertenpolitik.
Veröffentlicht am 15.09.2026 11:43 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Schwarzes Handtelefon leigt auf einem Tisch Foto: H. Smikac
SAARBRÜCKEN (kobinet)
Der Sozialverband VdK Saarland warnt aktuell eindringlich vor betrügerischen Anrufen zum Thema Hausnotruf, nachdem im Raum Völklingen bereits mehrere solcher Versuche bei Mitgliedern gemeldet wurden. Die Täter geben sich am Telefon als Mitarbeiter des VdK oder einer vermeintlichen Partnerfirma aus und versuchen gezielt, sensible Informationen wie die Krankenkassen- und die VdK-Mitgliedsnummer abzufragen. Der VdK stellt hierzu unmissverständlich klar, dass er zwar mit seriösen Kooperationspartnern zusammenarbeitet, den Hausnotruf jedoch nicht aktiv am Telefon bewirbt. Mitglieder werden zu diesem Thema nicht unaufgefordert angerufen, und es werden unter keinen Umständen persönliche Daten telefonisch abgefragt. Betroffene sollten solche Gespräche sofort abbrechen, keinesfalls Auskünfte erteilen und sich im Verdachtsfall direkt an das VdK-Servicetelefon unter 0800 835 7227 wenden, um den Vorfall zu melden.
Veröffentlicht am 15.09.2026 09:32 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Logo Der Paritätische Wohlfahrtsverband Landesverband Baden-Württemberg Foto: Der Paritätische Wohlfahrtsverband Landesverband Baden-Württemberg e.V.
STUTTGART (kobinet)
Anlässlich des heutigen Internationalen Tages der Demokratie fordert der Paritätische Wohlfahrtsverband Baden-Württemberg eine nachhaltige Stabilisierung der sozialen Infrastruktur im Land. Die Träger der Freien Wohlfahrtspflege und Fachverbände müssten stärker in politische Entscheidungsprozesse einbezogen und unterstützt werden, da sie mit ihren Angeboten einen unverzichtbaren Beitrag zum sozialen Zusammenhalt und zur Demokratie leisteten. Die Landesregierung solle die Sorgen der Menschen ernst nehmen und soziale Sicherheit zur Priorität machen.
Veröffentlicht am 15.09.2026 09:30 von Hartmut Smikac in der Kategorie Nachricht
Symbol Paragraph Foto: Kooperation Behinderter im Internet e.V./Tom Kallmeyer (Creative Commons BY-SA 4.0)
BERLIN (kobinet)
Die zivilgesellschaftlichen Antidiskriminierungsberatungsstellen haben im Jahr 2025 insgesamt 4.106 neue Diskriminierungsfälle dokumentiert. Das entspricht durchschnittlich 142 Fällen pro Beratungsstelle – ein Anstieg von 19,0 Prozent im Vergleich zu 2024 und 35,9 Prozent im Vergleich zu 2023. Dies geht aus dem am 15. September veröffentlichten *Zivilgesellschaftlichen Lagebild Antidiskriminierung 2025* hervor, für das die Beratungsdaten von 29 der 40 Mitgliedsorganisationen des Antidiskriminierungsverbands Deutschland (advd) ausgewertet wurden.
Veröffentlicht am 15.09.2026 08:11 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Wappen Bundesland Berlin Foto: Gemeinfrei, public domain
Berlin (kobinet)
Am 20. September 2026 wird in Berlin gewählt. Im Vorfeld der anstehenden Wahlen hat die Monitoring-Stelle UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) am Deutschen Institut für Menschenrechte die Berliner Landeswahlordnung (LWO) einer umfassenden Normenprüfung unterzogen. Dabei wurden die bestehenden Regelungen der LWO auf ihre Vereinbarkeit mit der UN-BRK überprüft. Gegenüber der letzten Normenprüfung sind erhebliche Fortschritte zu verzeichnen, etwa bei den Barrierefreiheitshinweisen in der Wahlbenachrichtigung, den Stimmzettelschablonen und der assistierten Stimmabgabe. Dennoch setzt die Landeswahlordnung die menschenrechtlichen Vorgaben der UN-BRK in mehreren zentralen Punkten noch nicht vollständig um.
Veröffentlicht am 15.09.2026 07:58 von Ottmar Miles-Paul in der Kategorie Nachricht
Logo Aktion Mensch e. V. Foto: Aktion Mensch e. V.
Bonn (kobinet)
Heute, am 15. September ist Internationaler Tag der Demokratie. Die Aktion Mensch hat zu diesem Anlass unterschiedliche Menschen gefragt, was Demokratie für sie bedeutet. Sie haben unter anderem mit „Freiheit“, „Gemeinschaft“, „Zuhören“ und der „Möglichkeit für Mitgestaltung“ geantwortet. „Allerdings: Nicht jede*r hat den Mut oder die Kraft, sich selbstständig in politische Prozesse einzubringen. Doch eine Demokratie lebt vom WIR. Davon, dass sich möglichst viele verschiedene Menschen einbringen. Wer Inklusion stärkt, fördert auch gleichzeitig die Demokratie. Hier erfährst du mehr zu dem Zusammenhang“, heißt es im Newsletter der Aktion Mensch.
Noch bis zum 20. September 2026 läuft zudem die 22. Woche des bürgerschaftlichen Engagements unter dem Leitsatz „Engagement macht stark!“. Dabei zeigen Tausende Engagierte, Vereine, Initiativen, Organisationen und Unternehmen, wie vielfältig freiwilliges Engagement in Deutschland ist: Rund 27 Millionen Menschen engagieren sich bereits ehrenamtlich und setzen sich für eine starke und solidarische Gesellschaft ein. In diesem Jahr ist die Engagement-Plattform der Aktion Mensch zum zentralen Anlaufpunkt für alle Aktionen der Aktionswoche.